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Auf der Synaxon-Geschäftsführertagung wird es politisch

| Autor: Sarah Gandorfer

Als „Navigieren nach Sicht bei dichtem Nebel“ bezeichnete der Synaxon-Vorstandsvorsitzende Frank Roebers die momentane Lage.
Als „Navigieren nach Sicht bei dichtem Nebel“ bezeichnete der Synaxon-Vorstandsvorsitzende Frank Roebers die momentane Lage. (Bild: Synaxon)

Klar, dass auch die Synaxon-Geschäftsführertagung das eine, derzeit unumgängliche Thema beherrschte: Corona. Zumal diesmal nicht live, sondern nur virtuell genetzwerkt werden konnte. Der Vorstandsvorsitzende der Kooperation ging mit ungewohnt politischen Worten auf die Situation ein.

Statt live und mit Handshake durften sich die Synaxon-Partner vergangene Woche aufgrund der Covid-19-Schutzmaßnahmen nur virtuell treffen. Doch was wäre eine Systemhauskooperation, wenn sie solch eine Veranstaltung nicht mit einigem Pfiff auf die Beine stellen würde. Auf dem virtuellen Messegelände tummelten sich rund 400 Synaxon-Partner, Hersteller und Mitarbeiter. Wie auf den traditionellen Veranstaltungen auch, bot das Event mitreißende Vortrage, Workshops sowie Diskussionsrunden, in denen die Teilnehmer ihre Erfahrungen aus der Coronakrise teilten und sich gegenseitig Tipps gaben. Eine zentrale Aussage an diesem Tag: Die Coronakrise solle nicht nur als Bedrohung, sondern auch als Chance verstanden werden.

Plädoyer für Klimaschutz, faire Löhnen und gegen Extremismus

Die Eröffnungsrede des Synaxon-Vorstandsvorsitzenden Frank Roebers war für eine solche Tagung ungewohnt politisch. Er sprach nicht nur über das Geschäftliche und die Zukunft der Systemhäuser, sondern äußerte sich ebenfalls über die Erosion der Demokratie. Derzeit seien Populisten auf dem Vormarsch, welche die schweigende Mehrheit möglicherweise verdrängten.

Es stehe die Erosion der freiheitlichen Demokratie auf dem Spiel, warnt der Vorstandsvorsitzende. Entsprechend sei es auch Aufgabe der IT, und somit des Synaxon-Partnernetzwerkes, zu handeln. Die ökonomische und damit arbeitsmarkttechnische Entwicklung der Coronakrise ist von enormer Tragweite und wird noch lange Folgen haben. „Navigieren nach Sicht bei dichtem Nebel“ bringt es Roebers in seiner Keynote auf den Punkt. Niemand kann abschätzen, welche Effekte sie auf die globale Wirtschaft im Allgemeinen und die deutsche Wirtschaft im Besonderen haben wird.

Der Überraschungseffekt der Krise war groß. Noch im Januar hatte Roebers auf der Veranstaltung „Start 2020“ festgestellt: „Den Systemhäusern geht es gut. Es gibt nur eine Richtung und die heißt: nach oben!“. Damals hätte niemand für möglich gehalten, dass eine globale Pandemie vor der Tür steht und das Leben auf den Kopf stellen wird. Roebers plädiert deshalb für einen klaren Kompass in unsicheren Zeiten. Damit meint er ein Leitbild, wie es in der Kooperation bereits seit Jahren gelebt wird. Wichtig sei eine deutliche Position zu Klimaschutz, Extremismus und fairen Löhnen. Für seine Keynote erntete der Vorstandsvorsitzende viel Zuspruch.

So ergeht es den Partnern

In den Diskussionsrunden zeigte sich, dass die angeschlossenen IT-Unternehmer von einer positiven Auftragslage profitieren. Besonders da Homeoffice in vielen Betrieben als Hauruck-Aktion etabliert wurde. Viele Geschäftsführer sprachen sogar von einem „Rekord-März 2020“, der seinesgleichen sucht – sowohl im B2C- als auch im B2B-Umfeld. Zudem glaubt der Großteil, dass die Coronakrise die Digitalisierung hierzulande vorantreiben wird, so dass IT-Dienstleister langfristig davon profitieren. Dennoch gibt es auch Probleme. Der Fachkräftemangel ist nach wie vor ein Knackpunkt im Systemhausleben. Krisen bedingt gibt es kaum Bewerbungen für Ausbildungsstellen. Vermutlich weil viele Schulabgänger noch auf ihre Abschlussprüfungen warten.

Den Gemeinschaftsgedanken des Verbunds stärkte Coach Ralf Strupart in seinem abschließenden Vortrag „Mensch und Team im Mittelpunkt. Was Du – als Kapitän mit deiner Crew – heute vom Untergang der Titanic lernen kannst“. Hier zog er Parallelen, indem er die Synaxon-Partner als Kapitänen sah. Im direkten Vergleich zur unsinkbar geglaubten Titanic, gab er den Teilnehmern mit, dass es fatal sei, sich auf der todsicheren Seite zu glauben – nicht nur in Krisenzeiten. Partnerschaft ist in der Krise von besonderem Wert

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