Quartalszahlen besser als erwartet Apples iPhone-Geschäft gewachsen

Von dpa

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Die weltweiten Smartphone-Verkäufe gingen im vergangenen Quartal zurück – doch konnte Apple mit seinen iPhones zulegen. Das kam für Analysten angesichts der schwächelnden Wirtschaft überraschend.

Apple-Chef Tim Cook verkündet für das 3. Quartal 2022 einen Umsatzrekord von 83 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Apple-Chef Tim Cook verkündet für das 3. Quartal 2022 einen Umsatzrekord von 83 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
(Bild: Apple )

Apple trotzt mit seinem iPhone-Geschäft bisher Konjunktursorgen und Logistik-Engpässen. Im vergangenen Quartal konnte das iPhone in einem insgesamt geschrumpften Smartphone-Markt zulegen. Das glich zusammen mit einem gewachsenen Dienste-Geschäft Rückgänge bei anderen Geräten der Firma mehr als aus.

Insgesamt legte der Apple-Umsatz im Ende Juni abgeschlossenen Geschäftsquartal – dem dritten nach Rechnung des Konzerns – um zwei Prozent auf rund 83 Milliarden US-Dollar (81 Mrd. Euro) zu. Unterm Strich gab es indes einen Gewinnrückgang von 10,6 Prozent auf 19,44 Milliarden US-Dollar, wie Apple nach US-Börsenschluss mitteilte. Analysten hatten mit schlechteren Zahlen gerechnet. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel zeitweise um rund drei Prozent zu.

iPhone-Umsatz gestiegen

Der iPhone-Umsatz wuchs von 39,6 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor auf knapp 40,7 Milliarden US-Dollar. Nach einer Schätzung der Analysefirma Canalys konnte Apple im vergangenen Quartal dank guter Verkäufe des iPhone 13 seinen Anteil am insgesamt um neun Prozent geschrumpften Smartphone-Markt ausbauen. Die Canalys-Analysten errechneten ein Absatzplus von acht Prozent auf 49,5 Millionen Geräte. Apple selbst nennt keine Stückzahlen mehr. Konzernchef Tim Cook betonte besonders, dass die Zahl der Umsteiger von Telefonen anderer Anbieter auf einem Rekordstand gewesen sei.

Im Dienstleistungsgeschäft, in das zum Beispiel Abo-Erlöse aus Apples Musik- und Videostreaming-Angeboten sowie App-Abgaben einfließen, gab es einen noch deutlicheren Zuwachs von 17,5 auf 19,6 Milliarden US-Dollar. Es ist ein Erfolg der Strategie, mehr Geld mit bestehenden Nutzern von Apple-Geräten zu verdienen. Der Konzern hat nun 860 Millionen Abo-Kunden – das sind 160 Millionen mehr als vor einem Jahr.

Umsatzrückgang beim iPad

Bei Mac-Computern und den iPads gab es unterdessen Rückgänge – die laut Apple allerdings fast ausschließlich auf Logistik-Engpässe im Zusammenhang mit Corona-Lockdowns zurückgingen. Die Nachfrage nach den Geräten sei dagegen weiterhin stark, betonte Cook. Fast jeder zweite Mac-Käufer habe zum ersten Mal einen der Apple-Computer gekauft. Beim iPad sei es sogar mehr als die Hälfte gewesen.

Nur bei sogenannten Wearables wie den Airpods und der Apple Watch vermutet Apple auch die Abschwächung der Wirtschaft als einen Bremsfaktor. Die Erlöse dieser Sparte fielen von 8,77 auf knapp 8,1 Milliarden Dollar. Cook verwies auf einen „Cocktail aus Gegenwinden“ für das Geschäft und verwies auf die Corona-Lockdowns in China, den erstarkten Dollar und den Ausstieg aus dem russischen Markt wegen des Angriffskriegs in der Ukraine.

Apple habe insgesamt besser abgeschnitten als vom Konzern selbst erwartet, betonte Cook. Die Bauteile-Engpässe vor allem bei Chips gingen zurück. Apple glaube daran, während Phasen des Wirtschaftsabschwungs zu investieren, sagte er – und schloss ausdrücklich weitere Firmenzukäufe nicht aus.

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