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Österreicher planen weitere Geschäftsstellen in Deutschland ACP setzt bei der Expansion auf den Gründergeist von IT-Profis

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Michael Hase / Michael Hase

Die österreichische Systemhausgruppe ACP expandiert in Deutschland. Beim Aufbau neuer Standorte ist das Unternehmen offen für die Zusammenarbeit mit IT-Profis, die den Weg in die Selbstständigkeit gehen wollen. Existenzgründer können sich mit einem MInderheitsanteil an neuen ACP-Geschäftsstellen beteiligen.

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Die Systemhausgruppe ACP feierte ihr 20-jähriges Bestehen im Mai mit 700 Gästen in Wien.
Die Systemhausgruppe ACP feierte ihr 20-jähriges Bestehen im Mai mit 700 Gästen in Wien.
(Bild: ACP)

ACP dominiert den österreichischen Systemhausmarkt. Wie stark das Unternehmen dort ist, macht Günther Schiller, Geschäftsführer der deutschen Holding, mit einem Zahlenspiel anschaulich: Würde man den Jahresumsatz von rund 270 Millionen Euro, den ACP in Österreich erzielt, auf die Wirtschaftskraft Deutschlands hochrechnen, müsste das Systemhaus hierzulande etwa drei Milliarden Euro erlösen (siehe Interview).

Zum Vergleich: Bechtle und Computacenter kamen 2012 in Deutschland auf Umsätze von 1,43 Milliarden beziehungsweise 1,47 Milliarden Euro. Davon ist ACP hierzulande weit entfernt. Allerdings wächst das Systemhaus schnell: Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz in Deutschland um mehr als 15 Prozent auf 80 Millionen Euro.

Dabei baute das Unternehmen zugleich seine regionale Präsenz aus. ACP eröffnete 2012 neue Geschäftsstellen in Ulm und Hannover, zwei Vertriebsbüros in Nordrhein-Westfalen sowie eine weitere Niederlassung in Markdorf am Bodensee, die direkt der Holding zugeordnet ist. Dort bündelt das Systemhaus seine Kompetenz beim Thema Software Asset Management.

Neuer Standort Köln

Seit ACP das Geschäft in der Schweiz im Frühjahr 2012 aufgegeben und die dortige Dependance verkauft hat, konzentriert sich die Gruppe auf die Expansion in Deutschland: Für dieses Jahr sind mindestens drei weitere Geschäftsstellen geplant, wie Holding-Chef Schiller ankündigt. Eine davon hat ACP bereits eröffnet, und zwar Anfang Juni in Köln. Dort sind zunächst ausschließlich Microsoft-Experten beschäftigt. Die Geschäfte in der Domstadt führt Willi Prosen, der vor gut einem Jahr vom Ulmer Systemhaus Fritz & Macziol kam, wo er das Microsoft-Geschäft leitete. Von dem Wettbewerber sind inzwischen auch einige Consultants zu ACP gewechselt, die nun das Kölner Team bilden.

Mittlerweile kommt das Systemhaus in Deutschland neben der Dachgesellschaft mit Sitz in München auf acht Geschäftsstellen, die sich auf 14 Standorte verteilen. Noch bleiben auf der Landkarte aber zahlreiche weiße Flecken, vor allem im Norden und Osten. In den Regionen Hamburg, Bremen, Kiel, Berlin, Leipzig oder Dresden sind die Österreicher bislang nicht präsent.

Überwindung der Südlastigkeit

Eine „gewisse Südlastigkeit“ könne man nicht leugnen, räumt Schiller ein. Das soll sich aber mit der Eröffnung weiterer Niederlassungen nach und nach ändern. Um geografisch zu expandieren, plant ACP sowohl lokale Systemhäuser zu übernehmen als auch neue Geschäftsstellen zu gründen.

Beim Aufbau neuer Standorte setzt das Systemhaus auf die Zusammenarbeit mit IT-Profis, die den Weg in die Selbstständigkeit gehen wollen. Das Konzept sieht vor, dass ACP gemeinsam mit dem Entrepreneur eine Gesellschaft gründet, an der dieser sich mit einem Minderheitsanteil beteiligt. Gespräche führt die Holding derzeit laut Schiller sowohl mit Übernahmekandidaten als auch mit potenziellen Gründern.

Wodurch sich die ACP-Kultur auszeichnet, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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