Angetestet: Durabook R11 Windows-Tablet für harte Touren

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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Zur Fully-Rugged-Geräteklasse zählt das Windows-Tablet R11 von Durabook in unserem Hands-on-Test. Der robuste 11,6-Zoll-Mobilcomputer mit Alder-Lake-U-Prozessor ist leichter als das Aussehen vermuten lässt und wartet mit einigen speziellen Funktionen auf.

Robustes und flottes Tablet für den Outdoor-Einsatz: Das Durabook R11 ist in der aktuellen Version mit einem Intel-Alder-Lake-U-Prozessor bestückt. Im Testgerät ist es ein Core i5-1235U. Das helle Full-HD-Display ist 11,6 Zoll groß.(Bild:  Vogel IT-Medien)
Robustes und flottes Tablet für den Outdoor-Einsatz: Das Durabook R11 ist in der aktuellen Version mit einem Intel-Alder-Lake-U-Prozessor bestückt. Im Testgerät ist es ein Core i5-1235U. Das helle Full-HD-Display ist 11,6 Zoll groß.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Industrieanlagen, Forst- und Landwirtschaft oder Baustellen: Das 11,6 Zoll große Windows-Tablet Durabook R11 ist für Umgebungen mit harten Umweltbedingungen konzipiert, in denen herkömmliche Mobilrechner ihren Betrieb schnell einstellen würden. Das R11 erfüllt die Vorgaben des MIL-Standards 810H für Stoß- und Sturzfestigkeit und der Norm MIL-STD 461 für elektromagnetische Verträglichkeit. Zudem ist es für den Einsatz bei extremen Temperaturen ausgelegt sowie nach IP 66 gegen Staub und Wasser geschützt. Mit dem etwa zwei Zentimeter dicken Gehäuse und den Gummipuffern an den Ecken sieht das R11 martialisch aus, ist aber mit 1,3 kg erstaunlich leicht. Einen Sturz vom Schreibtisch und eine Dusche unter dem Wasserhahn hat es im Test ohne Schäden überstanden.

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Alder-Lake-U-Prozessor mit zehn Kernen

Im Innern des Gehäuses, das eine solide Aluminium-Magnesium-Legierung hat, arbeitet bei der neusten Generation des R11 als Prozessor ein Intel-Core-i5-1235U, der auf 8 GB DDR5-4800 als Arbeitsspeicher zugreifen kann. Der Speicher sitzt in Form eines SO-DIMM auf dem Mainboard und kann so gegen einen Riegel mit höherer Kapazität ausgetauscht werden. Die Alder-Lake-U-CPU im R11 verfügt über zwei schnelle P-Cores und acht sparsamere E-Cores sowie eine integrierte UHD-Grafikeinheit. Auf den 3D-Benchmark haben wir angesichts der Gerätekategorie verzichtet.

Als Massenspeicher ist eine 256 GB große M.2-SSD mit PCIe-Gen4-Interface von SSSTC eingebaut, die eine noch gute Performance liefert. Der Hersteller SSSTC ist ein Ableger von Kioxia. Im Anwendungsbenchmark PCMark 10 Extended kommt das R11 auf 4.088 Punkte, eine für die Gerätekategorie sehr gute Leistung. Bei der Akkulaufzeit, gemessen im PCMark 10, schafft das Tablet mit seinem 43 Wh großen Akku etwas weniger als sechs Stunden.

Helles Display mit Stift- und Handschuhbedienung

Das 11,6-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung spiegelt zwar, ist aber hell genug, um auch im Sonnenlicht noch gut ablesbar zu sein. Der Touchscreen kann zwischen verschiedenen Modi umgeschaltet werden: Neben dem herkömmlichen Touch-Modus gibt es eine Einstellung für die Nutzung mit Handschuhen, die allerdings einen kräftigen Druck auf das Display erfordert, damit dieser aktiviert wird. Ein Stift-Modus allerdings ohne Touch-Erkennung ist ebenfalls verfügbar. Im normalen Touch-Modus wird der passive Stift mit Gummispitze ebenfalls erkannt, aber ebenfalls nur bei kräftigem Druck. Der Stift kostet Aufpreis und kommt mit einer Haltekordel, die am Tablet befestigt werden kann. Eine Stifthalterung am Tablet selbst gibt es aber nicht.

Das Umschalten der Touchscreen-Modi erfolgt über eine Sensor-Taste unter dem Display, die auch mit anderen Funktionen belegt werden kann. Darüber hinaus gibt es zwei weitere konfigurierbare Sensor-Tasten, die einen zusätzlichen Barcode-Scanner im Testgerät oder den Stealth-Modus starten, der die Display-Hintergrundbeleuchtung und alle Status-LEDs abschaltet.

Die Schnittstellen liegen hinter einer wasser- und staubdichten Klappe. Insgesamt stehen ein USB-Typ-A-Port,ein Thunderbolt-4-Port im USB-C-Format ein Mini-HDMI-Ausgang, ein Audio­anschluss, ein Micro-SD-Card- und ein SIM-Card-Einschub für das optionale LTE-­Modul mit GPS bereit. Zur Basisausstattung zählt Wi-Fi 6E mit Bluetooth 5.3. Für Video­calls ist eine passable Webcam mit 2-MP-Sensor eingebaut. Zudem sitzen auf der Rückseite des Tablets eine 8-MP-Kamera mit Blitz sowie der optionale Barcode-Scanner. D

Robust, flott und verlfältig erweiterbar

Das Durabook R11 liefert mit seinem Alder-Lake-U-Prozessor eine hohe Leistung in einer sehr robusten Hülle. Positiv ist das im Freien noch gut ablesbare Display. Die ­Akkulaufzeit ist allerdings nur durchschnittlich. Die Stärke des ab etwa 1.700 Euro verfügbaren R11 ist seine Erweiterbarkeit durch verschiedene optionale Module für die Datenerfassung. Zur Wahl stehen dabei etwa Module mit LAN-Port, RFID- oder Smart-Card-Reader sowie verschiedene Kombinationen etwa mit MSR-Funktion oder serieller Schnittstelle. Zudem bietet Durabook als Zubehör einen Akku mit höherer Kapazität, verschiedene Transporthüllen, Trageriemen, eine Andock-Tastatur sowie diverse Docking-Halterungen, etwa für Fahrzeuge, an.

Update: In der vorhergehenden Version des Texts haben wir angegeben, dass das Testgerät nicht über Thunderbolt 4 verfügt. Das war ein Fehler von uns – das Gerät verfügt über Thunderbolt 4.

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