Spezialist für Pay-per-Use-Angebote Wie White-Label-Distributor Acmeo Partnern beim Cloud-Business hilft

Redakteur: Regina Böckle

Der Name „Acmeo“ ist vielen in der Branche noch kein Begriff. Das könnte sich ändern: Denn bei Systemhäusern macht der agile Distributor für Cloud- und White-Label-Lösungen bereits Schule. Der Distributor bietet Partnern ausschließlich Pay-per-Use-Lösungen mit entsprechenden Services.

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Henning Meyer, Gründer und Geschäftsführer von Acmeo
Henning Meyer, Gründer und Geschäftsführer von Acmeo
( Archiv: Vogel Business Media )

Als die Auswertung der IT-BUSINESS Distri-Umfrage im Herbst 2010 vorlag, gab es in der Redaktion erstaunte Gesichter: „Wer bitte ist Acmeo?“ Das Unternehmen war von Resellern zum besten Spezial-Distributor gekürt worden, ohne in den Jahren zuvor auch nur nominiert gewesen zu sein. Die einhellige Meinung der verantwortlichen Redakteure: „Dieses Ergebnis muss noch mal genau überprüft werden!“

Also ackerte sich das Team erneut akribisch durch alle Fragebögen, Auswertungstabellen und Kommentare. Alles kam auf den Prüfstand. Vertriebspartner wurden kontaktiert und nach ihren Erfahrungen mit Acmeo abgeklopft. Das Ende der langen Recherche: Das Ergebnis ist berechtigt.

Comteam-Chef Sven Glattner sagte: „Dass Acmeo einen Award gewonnen hat, war absolut gerechtfertigt. Das ist ein zuverlässiger Partner, sehr agil und hat eine sehr gute Kundenbetreuung.“

Ein Umfrage-Teilnehmer schrieb: „Acmeo zeigt, wie gut man als Distributor Systemhäuser betreuen, technischen Support und echte Mehrwerte weitergeben kann. Das wünschen wir uns auch von anderen so genannten Mehrwert-Distributoren.“ Auch alle anderen Kommentare waren durch die Bank positiv.

Was und wer also steckt hinter diesem ungewöhnlichen Unternehmen Acmeo, das erst 2009 die Distributions-Bühne betrat?

Pay per Use only

Es ist ein Distributor, beim dem Partner Produkte nicht kaufen, sondern nur nutzen können. Er stellt Partnern ausschließlich Lösungen und Tools zur Verfügung, die von Grund auf für die Cloud konzipiert wurden. „Sie sind alle multimandantenfähig und besitzen neben einem aufschlussreichen Reporting, ein echtes Pay-per-Use-Abrechnungsmodell et cetera“, sagt Acmeo-Chef Henning Meyer.

Das White-Label-Modell im Überblick: Das Systemhaus kann aus einzelnen Bausteinen sein eigenes White-Label-Paket schnüren (rechter Teil der Grafik). (Archiv: Vogel Business Media)

Der Partner bezieht von Acmeo die Leistungen für seine Endkunden und bezahlt nur, was tatsächlich genutzt wird. Es gibt weder Mindestabnahme-Mengen noch feste Vertragslaufzeiten. „Wir schreiben notfalls eine Rechnung über fünf Euro“, merkt Meyer schmunzelnd an. Bei allen angebotenen Lösungen behält der Partner außerdem die Kontrolle über seinen Endkunden: Er stellt die Rechnung, er schließt den Vertrag. In jeder Phase behält der Partner die Kontrolle über seinen Kunden: Er stellt die Rechnung, er schließt den Vertrag. Dazu stellt Acmeo praxiserprobte Konzepte mit Vorlage-Paketen, zum Beispiel Musterverträge, zur Verfügung.

(Siehe dazu neben stehende Grafik, die sich per Doppelklick vergrößert.)

Systemhaus-Wurzeln

Entstanden ist der Distributor 2007 als Ausgründung aus dem Systemhaus MR-Systeme mit Sitz in Höxter und Hannover. „Wir waren damals bei MR-Systeme auf der Suche nach einer Monitoring-Lösung und hatten fast schon die Hoffnung aufgegeben, noch etwas Passendes zu finden“, berichtet Meyer. Dann stieß das Team auf Hounddog (heute GFI Max). Die Lösung überzeugte, wurde bei MR Systeme als auch bei den Kunden des Systemhauses eingeführt und hat sich bis heute bewährt.

Die Geschichte wäre hier zu Ende – wäre MR nicht mit anderen Systemhäusern vernetzt: Denn auch sie interessierten sich für dieses Monitoring-Produkt. So entstand die Idee, einen Distributionsvertrag mit Hounddog zu schließen. Zunächst war die Hounddog-Distribution lediglich ein Geschäftsbereich innerhalb der MR-Systeme. Erst 2009 folgte die rechtliche Gründung der Acmeo Cloud-Distribution GmbH & Co. KG als eigenständiges Unternehmen. „Wir wollten dem Markt zeigen, dass wir es mit der Distribution der Monitoring-Lösung richtig ernst meinen“, kommentiert Meyer diesen Schritt. Acmeo nabelte sich komplett von der Muttergesellschaft ab und zog in ein eigenes Bürogebäude. Einzig verbindender Faktor ist der Gründer beider Firmen: Henning Meyer.

Versuchslabor für Partner

Eine Rolle jedoch übernimmt MR-Systeme weiterhin für den Distributor Acmeo: „MR eignet sich quasi als Versuchskaninchen, um Produkte, mit denen Acmeo liebäugelt, auf ihren Nutzwert und ihre Marktrelevanz hin zu testen. Obendrein fertigen wir hier praxiserprobte Dokumentationen und umfangreiches Vertriebsmaterial an, die wir dann allen Acmeo-Partnern zur Verfügung stellen“, so der Acmeo-Chef. Dazu zählen beispielsweise Vertragsvorlagen zum Thema Online-Backup oder Leistungsbeschreibungen für Monitoring Services. Systemhäuser schätzen diese Unterlagen, weil sie weitaus praxisrelevanter seien als das vom Hersteller angebotene Marketing-Material.

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