Perimeter-Schutz und Cybersecurity Rheinmetall und Telekom entwickeln Drohnen-Abwehrschirm

Von Sylvia Lösel 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Rheinmetall und die Deutsche Telekom wollen gemeinsam einen Abwehrschirm gegen Drohnen und Sabotageakte entwickeln. Die Vereinbarung wurde im Vorfeld der Fachausstellung für Sicherheitstechnik AFCEA in Bonn getroffen.

Die Kooperation der Telekom mit Rheinmetall soll für bessere Drohnenabwehr sorgen. (Bild: ©  9parusnikov - stock.adobe.com)
Die Kooperation der Telekom mit Rheinmetall soll für bessere Drohnenabwehr sorgen.
(Bild: © 9parusnikov - stock.adobe.com)

Angesichts der aktuellen geopolitischen Lage und zunehmender hybrider Bedrohungen durch Sabotage oder illegale Drohnenflüge bündeln die Unternehmen ihre Kompetenzen. Ziel ist die Entwicklung eines sogenannten Multi-Threat-Protection-Ansatzes, der sowohl Cybersicherheit als auch physischen Schutz von Liegenschaften und kritischen Infrastrukturen (Perimeter-Sicherheit) umfasst.

„Die Bedrohung durch Drohnen ist hochgradig digital. Deshalb braucht ihre Abwehr die Verbindung aus Sensorik, Effektoren und sicheren Kommunikationsnetzen. Rheinmetall und die Deutsche Telekom bündeln genau diese Fähigkeiten“, erklärt Armin Papperger, Vorsitzender des Vorstands der Rheinmetall AG.

Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG, ergänzt: „Souveränität entsteht nicht nur durch Diskussionen, sondern durch Taten. Die Telekom übernimmt hier Verantwortung: Mit unserer Kompetenz bei Konnektivität, Cloud und Datenanalyse bringen wir Drohnenabwehr auf ein neues Level.“

Telekom mit Expertise bei Drohnensicherheit

Die Deutsche Telekom ist bereits seit 2017 Systempartner von Behörden und Unternehmen im Bereich Drohnensicherheit. Der Konzern hat im In- und Ausland kritische Infrastrukturen, Liegenschaften und Großevents gegen Drohnen abgesichert. Ein prominentes Beispiel: Bei der Fußball-Europameisterschaft 2024 detektierte die Telekom im Polizeiauftrag erfolgreich illegale Drohnenflüge.

Für die Drohnendetektion setzt die Telekom je nach Einsatzort verschiedene Sensortechnologien ein, darunter Video-, Audio-, Radiofrequenz (RF-) oder Remote-ID-Sensoren sowie Drohnenradar. Besonders bewährt haben sich RF-Sensoren, die mehr als 90 Prozent aller Drohnen im unteren Luftraum sichtbar machen können. Diese passiven Sensoren lassen sich an Funkmasten installieren, ohne andere Mobilfunktechnik zu stören.

Rheinmetall als Spezialist für Flugabwehr

Rheinmetall zählt zu den weltweit führenden Systemhäusern bei der Flugabwehr, auch im Nahbereich. Der Düsseldorfer Technologiekonzern ist zudem Spezialist für autonome Systeme zu Lande, zu Wasser und in der Luft sowie für Sensor- und Datenverarbeitungstechnologien.

Bereits im Dezember 2024 vereinbarte Rheinmetall mit der Polizei Hamburg und der Hamburg Port Authority (HPA) eine strategische Partnerschaft zur Weiterentwicklung von Drohnendetektions- und Abwehrkonzepten im Hamburger Hafen.

Mobilfunknetz wird zum Riesen-Radar

Eine besondere Herausforderung stellen Drohnen dar, die über Mobilfunknetze gesteuert werden. Hier arbeitet die Telekom gemeinsam mit der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg an innovativen Lösungen. Das Mobilfunknetz soll künftig selbst zum Sensor werden und Veränderungen im Datenverkehr erfassen, die auf die Steuerung von Drohnen hinweisen.

(ID:50841975)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung