Die bereits im Jahre 1968 gegründete Firma Intel ist der größte Hersteller von x86-Prozessoren. Daneben fertigt Intel auch weitere Arten von Halbleiterbausteinen wie Chipsätze, Netzwerk-Chips und auch Flash-Speicher, die auf eigenen SSDs eingesetzt werden.
Intel mit dem Hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien, ist der weltweit größte Hersteller von x86-Prozesssoren. Allerdings musste da Unternehmen seine Spitzenposition bei der Chipfertigung allerdings an TSMC abgeben.
(Bild: Intel Corporation)
Intel wurde 1968 von den Halbleiter-Pionieren Robert Noyce und Gordon Moore gegründet, die zuvor bei Fairchild Semiconductor beschäftigt waren. Noyce gehörte zu den Gründern von Fairchild. Der Name Intel ist eine Verschmelzung aus „Integrated” und „Electronics”. Noyce, Erfinder des monolithischen integrierten Schaltkreises, und sein durch das Moore’sche Gesetz bekannter Partner begannen zunächst mit der Herstellung von Arbeitsspeichern und ab 1970 auch von EPROM-Chips auf Halbleiter-Basis.
Im November 1971 brachte die Firma den 4-Bit-Microprozessor Intel 4004 auf den Markt. Der Intel 4004 war der erste Ein-Chip-Mikroprozessor, der in Serie produziert wurde. Er kam in Tischrechenmaschinen der japanischen Firma Busicom zum Einsatz. 1972 folgte mit dem 8008 der erste 8-Bit-Mikroprozessor, 1974 gefolgt vom erfolgreichen 8080. Scharfe Konkurrenten auf dem 8-Bit-Prozessoren-Markt waren zu dieser Zeit die vom ehemaligen Intel-Ingenieur und 4004-Entwickler Federico Faggin gegründete Firma Zilog mit dem vom 8080 abgeleiteten Z80, Motorola mit dem 8600 oder MOS Technology mit dem 6502.
Durchbruch mit dem IBM PC
Der Durchbruch für Intel als Prozessorhersteller kam Anfang der 1980er-Jahre mit dem IBM PC und vor allem dem Siegeszug der IBM-kompatiblen PCs. Um die Entwicklung des Personal Computer Model 5150 abzukürzen, setzte IBM bei der Entwicklung auf Standardkomponenten wie den Intel-Prozessor 8088, statt extra eine CPU zu entwickeln. Intel hatte den 16-Bit-Prozessor 8088 zwei Jahre zuvor als günstigere Variante des 1978 vorgestellten 8086 auf den Markt gebracht. Er verfügte im Gegensatz zum 8086 nur über einen acht Bit breiten externen Datenbus. Die Konstruktion des IBM PC und die Verfügbarkeit von MS DOS als Betriebssystem ermöglichte es anderen Computerherstellern schnell Rechner auf den Markt zu bringen, die vollständig kompatibel waren.
In der Folge entwickelte Intel die x86-Prozessoren bis hin zu den aktuellen Prozessoren auf Core- und Atom-Basis. Wichtige Stationen sind hier der 80386 mit 32-Bit-Erweiterung, der Pentium (P5) als erster superskalarer Prozessor und der Pentium Pro (P6) mit Out-of-Order-Architektur. Die erfolgreiche Reihe der Core-Prozessoren startete als Ablösung für die Netburst-Architektur im Jahr 2006. Die aktuellen Intel-Prozessoren nutzen die ursprünglich von AMD entwickelte x86-64-Version des x86-Befehlssatzes. Intel hatte mit dem 2001 eingeführten Itanium eine eigene 64-Bit-Architektur entwickelt, die allerdings nicht x86-kompatibel ist. Der Itanium und sein Nachfolger Itanium 2 blieben Nischenprodukte für den HPC-Markt. Der im Mai 2017 vorgestellte Itanium 9700 (Kittson) ist der letzte seiner Art.
Zwischen 2002 und 2006 stellte Intel mit der XSale-Familie auch ARM-Prozessoren her, die unter anderem in PDAs und frühen Smartphones eingesetzt wurden. 2006 verkaufte Intel die XScale-Sparte an Marvell, um sich stattdessen auf die Entwicklung von x86-Prozessoren für Mobilgeräte wie Tablets und Smartphones zu konzentrieren. Allerdings konnten sich Intels Atom-SoCs in diesem Sektor gegen die vorherrschenden ARM-Prozessoren nicht durchsetzen. Intel hat diesen Zweig der Atom-Linie daher 2016 eingestellt. Mit den Xeon-Phi-Prozessoren hat Intel auch eigene Rechenbeschleuniger im Programm. Deren Weiterentwicklung wurde 2018 beendet.
Bei x86-Prozessoren für PCs und Server ist Intel immer noch Marktführer mit AMD als einzigem nennenswerten Konkurrenten, allerdings sinkendem Marktanteil.
Seit 2005 nutzte auch Apple Intel-Prozessoren für Desktop-Rechner und Notebooks. Allerdings begann Apple im Jahr 2020 mit dem Umstieg auf selbst entwickelte ARM-Prozessoren, der seit 2022 abgeschlossen ist. Auch im Server-Sektor werden vor allem von den Hyperscalern zunehmend ARM-Prozessoren aus eigener Entwicklung eingesetzt.
Mit Alder Lake brachte der Chiphersteller 2021 seine erste Generation von Hybrid-Prozessoren auf den Markt. Ähnlich wie bei vielen ARM-SoCs vereinen sie mit den schnellen P-Cores und den effizienten E-Cores zwei verschiedene Arten von Prozessorkernen auf einem Die. Der 2023 vorgestellte Mobilprozessor Meteor Lake enthielt erstmals eine eigene KI-Einheit (NPU), der bei TSMC hergestellte Nachfolger Lunar Lake eine NPU mit genügend Leistung für Microsofts Copilot+. 2022 brachte Intel mit Arc die ersten diskreten GPUs auf den Markt und trat damit im Konkurrenz zu Nvidia und AMD.
Stand: 08.12.2025
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Weitere Geschäftsfelder: IoT, KI und autonomes Fahren
Neben Prozessoren, den passenden Chipsätzen und auch kompletten Mainboards sowie Mini-Barbone-PCs biete Intel diverse weitere Produkte und Lösungen an. So ist die Firma mit seinen WLAN-Karten für Notebooks und PCs sehr erfolgreich. 2015 übernahm Intel den FPGA-Hersteller Altera. Dazu kommen noch LAN-Controller für PCs und Server sowie Produkte für die eigenen Omni-Path-Infrastruktur.
2008 begann Intel mit der Herstellung von SSDs. Hier setzte Intel nicht nur nur selbst produzierte Flash-Speicher ein, sondern hat gemeinsam mit Micron eine Alternative Technik für nichtflüchtigen Speicher entwickelt, die als 3D XPoint bezeichnet wird. Massenspeicher auf dieser Basis verkauft Intel unter der Bezeichnung „Optane”. Aus den NAND-Flash-Geschäft zieht sich Intel zurück und verkauft diese Sparte an SK Hynix. Die Optane-Fertigung wurde eingestellt.
2016 stieg Intel mit der Akquise des deutschen Herstellers Ascending Technologies in das Drohnen-Gerschäft ein, 2017 übernahm der Chip-Gigant die israelische Firma Mobile Eye, die Sensorsysteme für autonome Autos entwickelt. Daneben ist Intel auch in Sektoren wie der KI-Entwicklung und Industrie 4.0 aktiv. Einen Ausflug in das Wearables-Geschäft hat der Hersteller dagegen 2016 mangels Erfolg beendet. Einen Mehrheitsanteil seiner IT-Sicherheitssparte verkaufte Intel 2016 an den Finanzinvestor TPG. Die 2010 von Infineon übernommene Sparte für Funkchips ging 2019 weiter an Apple. Im selben Jahr kauft Intel den israelischen KI-Chiphersteller Habana Labs, um damit die Position im immer wichtiger werdenden Geschäft mit KI-Beschleunigern zu stärken, ist damit aber nur wenig erfolgreich.
Unter Pat Gelsinger, CEO von 2021 bis 2024, plante Intel den massiven Ausbau eines eigenen Foundry-Geschäfts, das allerdings bisher die Verluste der eigenen Fertigungssparte nicht kompensieren kann. Zu dieser Strategie gehörte auch die aus regulatorischen Gründen gescheiterte Übernahme des israelischen Chip-Herstellers Tower Semiconductor. Ende 2024 musste Gelsinger abtreten und wurde durch im März 2025 durch den Branchenveteran Lip-Bu Tan ersetzt, der nun Intel aus der Krise führen soll.