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Definition Was ist Unix?

Autor / Redakteur: Mandarina / Dr. Andreas Bergler

Unix ist die Bezeichnung für Betriebssysteme, die auf dem System von AT&T basieren oder dieses integrieren. UNIX ist ein Kürzel für „Uniplexed Information and Computing Service“ und reicht mit seinen Wurzeln bis ins Jahr 1969 zurück.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

AT&T ist ein Telekommunikationskonzern, der ausgeschrieben „American Telephone & Telgraph Company“ heißt. Das Unternehmen ist Nachfolger der Bell Telephone Company, die mit Alexander Graham Bell keinen geringeren als den Erfinder des Telefons als einen Mitbegründer hat. In den Bell Laboratories des Unternehmen wurde immer wieder nach Innovationen geforscht. Eine davon, die eine weltweite Erfolgsstory begründen sollte, ist Unix. Es ist heute eine eingetragene Marke, die zur Open Group gehört. Das bedeutet, dass eine Zertifizierung dafür Voraussetzung ist, wenn ein Betriebssystem die Bezeichnung Unix tragen soll.

Der Unix-Kernel

Der Unix-Kernel ist die Basis aller Unix-Betriebssysteme. Er bietet das Datensystem und ist durch Gerätetreiber für die Hardware und deren Funktionalität verantwortlich. Die Programmiersprache, die traditionsgemäß verwendet wird, ist C. Unix und C haben eine gemeinsame Geschichte und haben sich gegenseitig zum Erfolg gepusht. Die Daten wurden als Verzeichnisstruktur konzipiert. Heute ist so etwas standardmäßig verwirklicht, doch damals galt es als äußerst innovativ.

Die Vorteile der Unix-Betriebssysteme

Die Betriebssysteme gelten als sehr stabil und zuverlässig. Sie sind für Mehrfachnutzung konzipiert und können parallel mehrere Aufgaben ausführen. Weitere Vorteile sind der Schutz der Speicher und das Scripting, das hohe Ansprüche erfüllt. Auch die Sicherheitsupdates, die regelmäßig angeboten werden, erweisen sich für den anspruchsvollen Einsatz als sehr geeignet.

Durch diese Vorteile gibt es eine Menge Unix-basierte Systeme, die unabhängig voneinander entwickelt wurden und oft schon in diversen Versionen verfügbar sind. Hierzu zählen:

  • GNU („GNU ist Not Unix“)
  • Ultrix
  • Sinix
  • Linux
  • Open BSD
  • HP UX (Hewlett Packard)
  • Free BSD

Verschiedene Anwendungsbereiche

Unix wurde anfangs vor allem in Universitäten eingesetzt. Unix-basierte Anwendungen, die in hoher Vielfalt auf den Markt kamen, haben die Einsatzmöglichkeiten erfreulich ausgebaut. Das gilt vor allem für mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets. Auch die Industrie (zum Beispiel der Bereich Automotive) nutzt die Betriebssysteme für effiziente und erfolgreiche Entwicklungsarbeit. Im Bereich der Supercomputer kommt Linux besonders zum Einsatz: Der Unix-Nachfahre gilt hier als besonders geeignet, weil er bedarfsgerecht und unkompliziert geändert werden kann. Die Stabilität der Systeme ist auch ein Grund, dass sie in Unternehmen besonders zuverlässig eingesetzt werden können und dies auch genutzt wird. Somit gibt es eine weltweite Verbreitung der Systeme, die immer wieder bedarfsgerecht abgewandelt werden können.

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