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Was ist Spam?

| Autor / Redakteur: Nicole / Dr. Andreas Bergler

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Wie im Briefkasten regelmäßig ungefragt Werbung in Papierform landet, sind auch E-Mail-Accounts häufig Empfänger unerwünschter Sendungen. Eine andere Bezeichnung für Spam ist Junk, denn es ist lästig, immer wieder die Spreu vom Weizen zu trennen.

Als unerlaubter E-Mail-Massenversand hat Spam eine gewisse Berühmtheit erlangt. Ursprünglich war Spam der englische Markenname für eine Art Dosenfleisch (Abkürzung für „Spiced Ham“), das im Krieg in Großbritannien fast überall und unbegrenzt erhältlich war, aber schon in den 80er-Jahren in die Kommunikation über Computer eingeführt wurde.

Günstige Werbemöglichkeit

Während Werbung in Papierform finanziert werden muss, können E-Mails günstig und unkompliziert an eine Vielzahl Empfänger verschickt werden. Diese tragen in der Regel auch die Kosten für ihren E-Mail-Account und den Provider. Eine Ausnahme sind kostenlose Adressen, die unter anderem durch Werbung finanziert werden – hier ist die Zusendung Vertragsbestandteil und Nutzungsvoraussetzung. Auch kostenlose Accounts sind aber willkommene Adressen für Spammer. Mit wenig Aufwand erreichen die E-Mails hunderttausende Empfänger: Selbst, wenn nur wenige den Inhalt überhaupt lesen und nur einzelne ein beworbenes Produkt kaufen oder einen Vertrag abschließen, kann die Aktion als Erfolg verbucht werden.

Digitale Werbung bedarf der Zustimmung

Vor der Zusendung von Werbemails ist die Einwilligung des Empfängers erforderlich, zum Beispiel im Form eines Newsletter-Abonnements. Dies hat per Double-opt-in-Verfahren zu erfolgen, um versehentliche Klicks und die Eintragung durch Dritte auszuschließen. In jeder E-Mail muss ein ordentliches Impressum sowie ein Hinweis enthalten sein, wie der E-Mail-Empfang künftig unterbunden werden kann. Üblich ist ein Link, der zur Abmeldung vom Newsletter führt.

Absender-Ermittlung gestaltet sich schwierig

Der Spam-Mail-Versand ist zwar in Deutschland verboten und gilt als unlauterer Wettbewerb, rechtliche Folgen sind für Versender jedoch selten zu erwarten. In der Regel wird der Posteingang Tag für Tag aufgeräumt und jede Spam-Mail gelöscht. Kaum ein Empfänger macht sich die Mühe, den Absender zur Rechenschaft zu ziehen. Das ist auch nicht immer möglich, denn Absender-Adressen können manipuliert sein, der Versand von einem Server im Ausland ist nicht unüblich, und viele Betroffene wissen gar nicht, wohin sie sich mit einer Beschwerde wenden können.

Selbst, wenn Produkte eines deutschen Unternehmens beworben werden, kann diesem nicht immer die Schuld zugewiesen werden, sofern es nicht eindeutig als Absender oder Auftraggeber identifiziert wird. Hinweise auf den tatsächlichen Absender können lediglich dem E-Mail-Header entnommen werden: Vieles lässt sich auch hier verschleiern oder fälschen, nicht jedoch die IP des Providers und beteiligte Mailserver.

Maßnahmen gegen Spam

Effektiv verhindern lassen sich Versand und Empfang von Spam-Mails nicht. Die Empfänger-Adressen werden durch Bots gesammelt oder gekauft. Ein guter, lernfähiger Spam-Filter trägt dazu bei, den Posteingang einigermaßen sauber zu halten, indem Junk vorab aussortiert wird. Es können aber gelegentlich auch wichtige E-Mails gefiltert werden. Kontrolle ist daher unerlässlich. Beratung erhalten Betroffene bei den Verbraucherzentralen, Beschwerden nimmt der eco Verband für Internetwirtschaft e.V. entgegen.

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