Suchen

Definition Was ist SDN?

Autor / Redakteur: Zeroshope / Sarah Böttcher

SDN steht für Software Defined Networking und beschreibt einen Prozess, bei dem Hard- und Software voneinander entkoppelt werden. Insbesondere in komplexen Netzwerken bietet dies viele Vorteile.

Firmen zum Thema

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Das Software Defined Networking (SDN) geht auf ein an der Stanford University im Jahr 2005 entwickeltes Konzept zurück. Seit 2013 gibt es Geräte, die SDN umsetzen können. Vereinfacht gesagt werden Hard- und Software entkoppelt. Beim SDN steuert eine zentrale Intelligenz die Datenweiterleitung. Dieser Network Controller wird als Control Plane (CP) bezeichnet. Die Hardware, die konkret die Weiterleitung auf Befehl der CP vornimmt, ist die Data Plane (DP).

SDN im Unterschied zu einem gewöhnlichen Netzwerkaufbau

In konventionellen Netzwerken wird mit Routern und Switches gearbeitet. Es handelt sich um Hardware, die jeweils über eine eigene Intelligenz (Software) verfügt. Dies bedeutet, jedes einzelne Gerät ein ankommendes Datenpaket analysieren, verarbeiten und weiterleiten muss. Dies führt insbesondere in komplexen Netzwerken, die beispielsweise auf Virtualisierungen vertrauen, zu erheblichen Problemen. Die Hardware-Geräte haben unterschiedliche Software-Stände oder sogar abweichende Betriebssysteme, wodurch Anpassungen zu einer Mammutaufgabe werden. Beim Software Defined Networking entfällt dieses Problem, weil nur die CP adaptiert werden muss.

Weitere Vorteile des SDN

Die Vorteile des SDN gegenüber konventionellen Netzwerkaufbauten erschöpfen sich aber nicht in der einfacheren Anpassung. Tatsächlich bietet das Software Defined Networking auch einige Vorzüge, die selbst für Netzwerke im Heimgebrauch von Interesse sind:

  • Umbauten im Netzwerk gelingen wesentlich rascher, weil deutlich weniger manuelle Arbeit nötig ist. Die CP ermöglicht Einstellungsveränderungen in der DP, die ansonsten von Hand vorgenommen werden müssten.
  • Die Hardware für SDN-Aufbauten ist wesentlich günstiger, weil die DP keine eigene Intelligenz benötigt, sondern nur mit einer rudimentären Firmware ausgestattet sein muss.
  • Wildwuchs oder unpraktische Insellösungen bezüglich der Security-Konfigurationen werden ausgeschlossen.
  • Das Netzwerk ist durch SDN insgesamt deutlich weniger anfällig für Angriffe von außen.

(ID:45353784)