Definition Was ist ein nutzungsbasiertes Finanzmodell?

Redakteur: Sarah Gandorfer

Nutzungsbasierte Finanz- oder Abrechnungsmodelle sind im IT-Bereich auf dem Vormarsch. Dies betrifft Hard- wie auch Software. Letztere allerdings mehr. Dabei werden On-Demand-Konzepte umgesetzt. Diese können unterschiedliche Kriterien heranziehen.

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Grundlagenwissen zum IT-Business
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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Für den Hard- wie Software-Bereich gibt es drei unterschiedliche Finanz- oder Abrechnungsmodelle: Kauf, Abonnement und nutzungsbasiert – auch On-Demand genannt. Die ersten beiden Varianten waren lange vorherrschend, doch letztere wird seit einiger Zeit zunehmend wichtiger. Der Kauf ist selbsterklärend. Unter Abonnement sind alle Hard- und Software as a Service-Angebote zu verstehen, die regelmäßig wiederkehrende Kosten verursachen – also beispielsweise monatlich oder jährlich zu bezahlen sind. On-Demand rechnet nach Anfragen ab und skaliert dabei nutzungsabhängig. Hierfür werden unterschiedliche Kriterien herangezogen.

Ein Beispiel für nutzungsbasierte Finanzmodellen

Durch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) müssen Webseiten die Zustimmung der Besucher für die Nutzung von Cookies einholen. Hierfür greifen viele Administratoren auf externe Dienstleister zurück. Diese rechnen typischerweise On-Demand ab. Die Höhe der Kosten bestimmt sich danach, wie viele Besucher der Webseiten den Cookie-Hinweis sehen. Lizenziert wird hier also nach der Zahl der Ausspielungen.

Andere typische Kriterien für On-Demand-Lösungen sind die Zahl der Nutzer (im Beispiel wären dies die Webseiten, auf denen der Hinweis ausgespielt wird), die Menge verschickter Nachrichten oder das verbrauchte Datenvolumen. Generell gilt: Was nutz- und messbar ist, kann für die Abrechnung herangezogen werden.

Die Vorteile von On-Demand-Lösungen

Gerade kleinere und mittlere Unternehmen interessieren sich stark für On-Demand-Finanzmodelle. Für sie sind die Vorteile dieser Lösungen besonders wichtig:

  • niedrige Einführungskosten
  • geringe Betriebskosten
  • keine Kaufinvestitionen, da die Software in der Regel auf den Servern des Anbieters liegt
  • Service (Updates, etc.) bereits inbegriffen

Echte Nachteile gibt es keine - abgesehen davon, dass eine aktive Internetverbindung notwendig ist, die ausfallen kann. In einigen Fällen kann es zudem notwendig sein, dass die Software direkt vor Ort genutzt wird, um beispielsweise sensible Daten zu verwalten.

Hardware als On-Demand-Lösung

Hardware als On-Demand-Lösung beschreibt im Prinzip eine virtualisierte Maschine. Inhalte werden per Stream auf das Endgerät des Nutzers übertragen. Der Anwender kann dabei die Rechenpower frei wählen, die er benötigt. Als Abrechnungs- und Finanzmodell ist in diesem Fall allerdings das Abonnement deutlich weiter verbreitet – beispielhaft seien die Cloud-Dienste genannt.

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