Red Hat hat sein bestehendes Partnerprogramm ausgebaut. Marco Braun, Senior Manager Partner Ecosystem, erläutert im Gespräch, welche Neuerungen genau es gibt und was sie dem Partner-Ökosystem bringen.
Der Red Hat Tower ist der Hauptsitz des Unternehmens. Er befindet sich in Raleigh, North Carolina, in den Vereinigten Staaten.
(Bild: Red Hat)
Red Hat hat sein Angebot für Partner grundlegend renoviert: Ein neues „Specialized Partner Program“ soll die verfügbaren Partnerspezialisierungen über die Ansible Automation Platform und Red Hat OpenShift hinaus auf weitere Produkte wie Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und RHEL AI erweitern. Zudem wird nun die bestehende Spezialisierung für OpenShift in Schwerpunktbereiche unterteilt, darunter Virtualisierung, Container und Anwendungsentwicklung. Und zum Dritten hat Red Hat ein „Partner Demand Center“ gestartet.
Erkenntnisse aus der Pilotphase
Das neue Specialized Partner Program von Red Hat basiert auf den Erfahrungen aus einem Pilotprojekt, dem sogenannten „Partner Practice Accelerator“. Dieses war laut Marco Braun, Senior Manager Partner Ecosystem bei Red Hat, gestartet worden, weil sich die Anforderungen an eine moderne IT in den letzten Jahren grundlegend verändert hätten: „Unternehmen suchen heute nach flexiblen, ganzheitlichen Lösungen, die den gesamten IT-Lebenszyklus abdecken, von Hybrid Cloud über Automatisierung bis hin zu KI und Legacy-Modernisierung.“ Die Nachfrage lasse sich weder mit standardisierten Ansätzen noch durch einzelne Anbieter allein bedienen. Vielmehr gewännen flexible Ökosysteme zunehmend an Bedeutung.
„Wir haben den Partner Practice Accelerator ins Leben gerufen, um unser Partnerprogramm auf diese Entwicklung auszurichten. Ziel war es, unsere Partner so zu befähigen, dass sie eigenständig die komplette Kundenbetreuung übernehmen können – von der Beratung über die Implementierung bis hin zum Betrieb“, so Braun.
Ein weiteres Ziel sei es gewesen, das Geschäft im Commercial-Segment – also im Mittelstand sowie bei kleinen und mittleren Unternehmen – gemeinsam mit den Partnern „gezielt zu skalieren“. Im Fokus stünden dabei Services rund um die Ansible Automation Platform sowie OpenShift. Zugang zum Programm hätten ausschließlich ausgewählte Partner mit nachweislich hoher technischer Expertise.
Specialized Partner Program
Die Partner hätten die Pilotphase gut angenommen und aktiv umgesetzt – gleichzeitig seien aber weitere, noch spezifischere Spezialisierungsmöglichkeiten nachgefragt worden. Entsprechend umfasse das neue Specialized Partner Program neben den bisherigen Fokussierungen auf die Ansible Automation Platform und OpenShift nun auch RHEL und RHEL AI. „Darüber hinaus wurde die Spezialisierung auf OpenShift in vier Fokusbereiche unterteilt, darunter Applikationsentwicklung und Virtualisierung“, so Braun. Weitere Fokusbereiche sollen folgen. „Partner profitieren von einer deutlich stärkeren fachlichen Sichtbarkeit und Anerkennung. Wer über validierte Expertise verfügt – etwa im Bereich Applikationsentwicklung rund um OpenShift – kann sich gezielt als Spezialist positionieren, klar von anderen Partnern abgrenzen und so Wettbewerbsvorteile bei Kunden erzielen.“
Red Hat seinerseits könne durch die breitere technologische Abdeckung im Partnernetzwerk zusätzliche Kundenbedürfnisse adressieren. Gleichzeitig ermögliche die gezieltere Spezialisierung eine differenzierte Kundenansprache – „das hilft uns, neue Kunden zu gewinnen und bestehende Beziehungen auszubauen“. Endanwendern bringe das Programm mehr Qualität und Passgenauigkeit in der Beratung. „Dank der Spezialisierungen unserer Partner erhalten sie gezielte Unterstützung in den für sie wichtigen Bereichen“, erläutert der Channel-Experte. „Damit erleichtern wir den Einstieg in die Technologien von Red Hat enorm, beschleunigen Projekte und steigern den Return on Investment.“
Der Zugang zum Programm erfolge ausschließlich auf Einladung und basiere auf einer Reihe von Anforderungen, zu denen beispielsweise erfolgreich absolvierte technische Zertifizierungen gehörten. Zuständig für das Programm in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind zunächst die Distributionspartner: TD Synnex für Deutschland und die Schweiz sowie Arrow Electronics für Deutschland und Österreich. Unterstützt werden die Distributoren laut Braun von einem breit aufgestellten Red Hat Ecosystem Team. Eine klassische DACH-Region gibt es bei Red Hat nicht, die Länder sind vielmehr unterschiedlichen regionalen Organisationen zugeordnet.
Red Hat Partner Demand Center
Beim neuen Partner Demand Center handelt es sich um ein Online-Portal, das durch die Marketing- und Partnerprogramm-Teams von Red Hat betreut wird. Wesentlicher Inhalt sei eine Plattform mit dem Namen „Red Hat Campaigns and Demand Generation“. Sie offeriere per kostenfreiem Self-Service vorgefertigte, sofort einsatzbereite Kampagnen, die sich eigenständig anpassen und nutzen ließen – inklusive der Möglichkeit, eigene Inhalte, Logos oder Branding-Elemente zu integrieren.
Stand: 08.12.2025
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„Darüber hinaus können Partner Workshops, Webinar-Registrierungsseiten oder digitale Kampagnen erstellen, um gemeinsam mit uns Lösungen von Red Hat erfolgreich zu vermarkten“, so Braun. Ergänzt werde das Angebot durch Dashboards zur Auswertung der Performance und Lead-Generierung. Aktuell stünden über 16 Kampagnen in neun Sprachen zur Verfügung, die alle wesentlichen Produkte von Red Hat abdeckten. Das globale Online-Portal werde zusätzlich mit lokalen Inhalten in den entsprechenden Sprachen angereichert.
Partner von Red Hat in Deutschland können laut Braun nach einer einmaligen Registrierung über ihren Zugang zum Partner Connect Center direkt auf das Partner Demand Center zugreifen. Für Fragen zur Anmeldung stünden die jeweiligen Partner-Manager und lokalen Distributoren zur Verfügung. Interessierte Unternehmen, die noch keine Partnerschaft mit Red Hat haben, könnten sich an die lokalen Distributoren wenden, um ihren Einstieg in das Partnerprogramm zu starten.
Zusammenarbeit und Rabattangebote
Braun bezeichnete die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Partnern als ein zentrales Ziel des neuen Partnerprogramms – auch wenn das Partner Demand Center selbst dafür keine direkte Funktion umfasse. „Um die Vernetzung zu fördern, organisiert Red Hat regelmäßig gemeinsame Events und bringt gezielt Partner mit sich ergänzenden Kompetenzen zusammen, etwa für gemeinsame Kundenprojekte“, berichtet der Partnerverantwortliche. Zudem werde das Partnerprogramm kontinuierlich weiterentwickelt – inklusive einer überarbeiteten Rabattstrategie.
„Wir verlängern bestehende Rabattangebote und weiten sie gezielt aus – insbesondere im Umfeld von Red Hat Ansible Automation Platform und Red Hat OpenShift“, so Braun. „Mit den neuen Rabattmodellen stärken wir gezielt die Margen unserer Partner im Reselling-Geschäft von Subskriptionen.“
Das wiederum soll die Partner dazu anregen, die Technologien von Red Hat noch aktiver zu vertreiben: „Durch die verbesserten Margen investieren unsere Partner noch intensiver in den Vertrieb und die Expertise rund um die Produkte von Red Hat“ meint Braun. „Und Kunden profitieren dadurch von einer umfassenden, noch zielgerichteteren Beratung und einer stärkeren Betreuung entlang des gesamten Projektzyklus.“