Definition Was ist ein Netzwerkspeicher?

Von andi_dd

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Ein Netzwerkspeicher stellt eine kostengünstige Alternative zu einem Server dar. Im Gegensatz zu lokalen Speichern ermöglicht er den netzwerkweiten Zugriff auf Dateien. Auch bei der Datensicherung leistet er wertvolle Dienste.

Grundlagenwissen zum IT-Business
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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com )

Bei einem Netzwerkspeicher handelt es sich um einen Speicherplatz, der unmittelbar mit einem privaten oder firmeninternen Netzwerk verbunden ist. Er speichert die Daten sämtlicher im Netzwerk integrierten Geräte, dazu zählen PCs, Notebooks und Smartphones. Zugleich können Nutzer mit allen registrierten Geräten auf die synchronisierten Daten zugreifen, sofern sie über eine Zugriffsberechtigung verfügen. Die Datenübertragung erfolgt über LAN oder WLAN. Netzwerkspeicher sind auch unter dem englischen Begriff Network Attached Storage (NAS) bekannt.

NAS-Systeme als eigenständige Lösung

Netzwerkgebundene Speicher sind spezialisierte Geräte, die unabhängig von anderen Komponenten funktionieren. Das unterscheidet diese Technik von Festplattenspeichern, die in PCs verbaut sind oder einen direkten Anschluss an einen Rechner erfordern. Netzwerkspeicher dienen als zentrale Sammelstelle und können mehrere Festplatten umfassen. Eine wichtige Voraussetzung ist, dass sie auf entsprechenden Netzwerkprotokolle basieren. Hierfür kommen folgende Varianten infrage:

  • dateibasierte Netzwerkprotokolle wie SMB und NFS
  • blockbasierte Netzwerkprotokolle wie iSCSI und FCoE

Hersteller von Netzwerkspeichern liefern die Modelle inklusive Betriebssystem und Softwareprogramme aus. Das ermöglicht eine einfache Installation. Aus diesem Grund sind NAS-Systeme in kleineren Betrieben und Privathaushalten beliebt.

Netzwerkspeicher im Vergleich mit lokalen Speichern

NAS-Lösungen synchronisieren die Daten aller Geräte, sie fungieren als firmeninterne oder private Cloud. Diese Netzwerkfähigkeit ist ein entscheidender Vorteil gegenüber lokalen Speicherplätzen. Zudem machen sich Nutzer nicht von externen Cloud-Angeboten abhängig: Die Speicherung erfolgt vor Ort im zentralen Netzwerkspeicher. Bei einem Vergleich zwischen NAS-Systemen und lokalen Festplatten verdienen auch die Aspekte Energieeffizienz, Performance und Speicherkapazität Erwähnung. In allen diesen Punkten schneiden netzwerkgebundene Speicher besser ab. Die eigenständigen Geräte benötigen weniger Strom als Festplatten, sie verarbeiten problemlos umfangreiche Datenmengen und erlauben einen schnellen Dateizugriff. Zusätzlich gibt es Modelle mit mehreren Festplatten, welche eine große Speicherkapazität aufweisen.

Das sind die Vor- und Nachteile von NAS sowie Datenservern

Viele Unternehmen entscheiden sich bei der Inhouse-Speicherung zwischen Netzwerkspeichern und einem Server. Die geringen Kosten und der minimale Konfigurations- sowie Wartungsaufwand sprechen für einen Netzwerkspeicher. NAS-Systeme sind die preiswerte und benutzerfreundliche Lösung, Firmen benötigen kein geschultes IT-Personal. Netzwerkgebundene Speicher bieten alle wichtigen Grundfunktionen wie die Verteilung von Zugriffsrechten und die Back-up-Funktion. Allerdings sind die Möglichkeiten bei der Konfiguration und der individuellen Anpassung beschränkt, bei NAS-Systemen müssen Käufer das Betriebssystem und die Software des Herstellers verwenden. Wünschen Unternehmen maßgeschneiderte Speicherlösungen, sollten sie in einen eigenen Datenserver investieren. Netzwerkspeicher eignen sich insbesondere für Soloselbstständige und Betriebe mit wenigen Mitarbeitern, denen Standardfunktionen genügen.

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