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Was ist Bokeh?

| Autor / Redakteur: Laimingas / Sarah Böttcher

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Begriff Bokeh stammt aus dem Japanischen und bedeutet „zerstreut, verschwommen, unscharf“. Er wird in der Fotografie benutzt, um die Qualität von künstlich erzeugten Unschärfebereichen zu beschreiben, die als Stilmittel dienen.

Das menschliche Auge kann die Umwelt dreidimensional wahrnehmen, im Gegensatz zu einer Kamera, die lediglich in der Lage ist, zweidimensionale Abbilder von Motiven zu schaffen. Um auf Fotos Räumlichkeit und Tiefe zu erzeugen beziehungsweise wichtige Teile eines Bildes hervorzuheben, stehen diverse Techniken zur Verfügung. Neben Unterschieden in Helligkeit und Kontrast sind dies vor allem Differenzen in der Schärfe. So kann der Fotograf etwa eine Person im Vordergrund scharf darstellen und den Hintergrund durch Unschärfe zurücktreten lassen. Für diesen Effekt hat sich der Begriff Bokeh eingebürgert.

Früher konnten herkömmliche Kameras beispielsweise stimmungsvolle Porträts mit einem besonders ausgeprägtem Bokeh nur mit großen Bildsensoren sowie Objektiven mit einer großen Brennweite festhalten. Moderne Smartphones verfügen mittlerweile über eine entsprechende Software, um die Hintergrundunschärfe zu erzeugen. Der Bokeh-Effekt lässt sich aber auch nach dem Fotografieren bei der Bildbearbeitung am PC erzielen.

Faustregeln für gutes Bokeh

Die einzelnen Lichtpunkte, die auf ein Objektiv fallen, wachsen in den unscharfen Bereichen zu mehr oder weniger großen scheibenförmigen Flächen heran, die für Bokeh verantwortlich sind. Das scharf gestellte Motiv im Vordergrund zeichnet sich deutlich vor dem angenehm verschwommenen Hintergrund ab.

Um diese Unschärfe direkt bei der Aufnahme zu erzeugen, gibt es drei Faustregeln:

  • 1. Große Sensoren bewirken ein stärkeres Bokeh als kleine Sensoren. So hat eine Spiegelreflexkamera im Vollformat mehr Potenzial als ein Gerät mit APS-C-Sensor oder eine Kompaktkamera.
  • 2. Teleobjektive eignen sich besser für Bokeh als Weitwinkelobjektive. Um ein Motiv vom Hintergrund abzuheben, sollte mindestens eine normale Brennweite, besser jedoch eine leichte bis starke Teleeinstellung gewählt werden.
  • 3. Der Hintergrund wird umso unschärfer, je offener die Blende eingestellt ist. Gutes Bokeh liefern beispielsweise die Blenden 1,4 und 2,8. Bei Blende 8 oder sogar 16 wird der Hintergrund deutlich schärfer dargestellt.

Diese Regeln lassen sich selbstverständlich kombinieren. Somit ergibt sich der stärkste Bokeh-Effekt mit einer Vollformatkamera im Zusammenspiel mit einem Teleobjektiv und einer weit offenen Blende.

Bokeh ist ein subjektiv wahrgenommener Effekt

Grundsätzlich lässt sich aber festhalten, dass Bokeh sehr subjektiv wahrgenommen wird. Der Effekt ist nur schwer zu messen und wird in Fachkreisen seit vielen Jahren kontrovers diskutiert. Viele Fotografen, die über reichlich Erfahrung verfügen, greifen intuitiv zu passenden Objektiven, ohne eine genaue Erklärung dafür liefern zu können.

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