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Viele Marktteilnehmer
Jells Branchenkollege Thomas von Baross, Managing Director bei D-Link, erläutert die Preisspirale im zeitlichen Verlauf: „Grundsätzlich sinken die Preise und damit auch die Handelsspannen einer Produktkategorie im Laufe des Produktlebenszyklus ständig, wenn die Produkte nicht permanent durch neue Features attraktiver gestaltet werden.“ Hinzu komme, dass speziell bei den Produkten im Low-End-Bereich die Eintrittsbarrieren für neue Anbieter, die ihr Heil meistens über den Preis suchen, besonders niedrig sind. Insbesondere durch die fortschreitende Integration der Intelligenz auf den Chips sei das im Netzwerkbereich möglich.
Doch selbst dem Hersteller D-Link wird von Branchenkennern innerhalb der Netzwerk-Branche mitunter aggressives Pricing vorgeworfen.
Volumen-Fähigkeit
Neben den Netzwerkkomponenten für Consumer sind naturgemäß insbesondere diejenigen Produktsegmente vom Preis- und Margenverfall betroffen, die stark Volumen-getrieben sind, also beispielsweise Notebooks, Desktop-PCs und Drucker. In den Segmenten, in denen mehr beraten, geschult und mit Wartungsverträgen gearbeitet wird, ist die IT-Welt margenmäßig noch mehr in Ordnung – beispielsweise im Geschäft rund um Unternehmens-Software. Das bestätigt Mirza Hayit, der seit Anfang des Jahres Geschäftsführer der Haufe-Lexware Services ist: „Tendenziell ist auch bei Software der gleiche Trend zu verzeichnen, wenn auch auf moderaterem Niveau. Fachhändler beklagen immer öfter die aggressive Preispolitik von Online-Händlern.“
Es mag eine Binsenweisheit sein, dass im IT-Handel nicht beim Boxenschieben sondern beim Service der Rubel rollt. Aber sie stimmt.
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