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CeBIT und WIN stellen Frauen-Kongress auf die Beine

Von Frau zu Frau

| Autor: Sylvia Lösel

Maggie Fox, Senior Vice President Digital Marketing bei SAP hielt die Eröffnungs-Keynote.
Maggie Fox, Senior Vice President Digital Marketing bei SAP hielt die Eröffnungs-Keynote. (Bild: VIT)

Sagen Sie „Ja“. Das war eine der zentralen Botschaften des Kongresses „Women in Digital Business“, der dieses Jahr auf der CeBIT Premiere feierte. Die beiden Veranstalter WIN und CeBIT freuten sich über mehr als 100 Frauen, die sich für die Teilnahme angemeldet hatten und die Plattform für einen regen Gedankenaustausch nutzten.

„Es war eine sehr gute Entscheidung, mich hier anzumelden“, dieses begeisterte Statement einer Teilnehmerin spiegelte die Stimmung während des gesamten Kongresses wider. Und zu guter Stimmung gab es guten Grund. Denn das Veranstaltungsprogramm bot viel Abwechslung. Auf der einen Seite gab es drei Keynotes, die unterschiedliche Aspekte des digitalen Lebens sowie von Führungsqualitäten beleuchteten. In verschiedenen Gruppen waren dagegen die Teilnehmerinnen aufgefordert, selbst zu diskutieren. Warum werden nur wenige Frauen als Gründerinnen aktiv? war beispielsweise die Fragestellung eines so genannten Worldcafés. Wie managt man ein Team im digitalen Zeitalter?, eine weitere. Ein spezieller Nebeneffekt der Diskussionsform im Worldcafé war das Kennenlernen der Teilnehmerinnen untereinander. Vertieft werden konnte dies in den Pausen. Denn dank einer Matchmaking-App konnten sich die Teilnehmerinnen untereinander „verabreden“ . Wer sich zum Beispiel für das Aufgabengebiet einer Teilnehmerin interessierte, oder für deren Unternehmen, der traf sich mit ihr in der Pause. Dem Ziel des Kongresses, ein Frauen-Netzwerk zu schaffen, kam man damit einen großen Schritt näher, denn diese Kennenlern-Variante wurde intensiv genutzt.

So wird man ein erfolgreicher Chef

Ein Highlight war die Keynote von Maggie Fox, Senior Vice President Digital Marketing bei SAP. Was macht einen erfolgreichen Chef aus? Wert legte sie auf die Unterscheidung zwischen Management und Leadership. Man könne sehr wohl ein ausgezeichneter Manger sein, aber trotzdem ein miserabler Chef. Chefs sollten weniger auf Kontrolle setzen und viel mehr auf Motivation, Empathie und Visionen. Vertrauen in die eigene Mannschaft ist ein weiterer wichtiger Baustein. Ebenso gelte es, eine Umgebung zu schaffen, in der Fehler erlaubt sind. Sobald Mitarbeiter anfiengen, Fehler zu vertuschen, läuft etwas schief.

In eine ganz andere Richtung ging die zweite Keynote von Dr. Joseph Reger, CTO bei Fujitsu Technology Solutions. Die Digitalisierung der deutschen Industrielandschaft berge viele Möglichkeiten für die IT-Branche. Es gelte, die End-to-End Wertschöpfung durch Daten in der Industrie zu implementieren und so neue Produkte zu schaffen. Gerade für Deutschland, das „gesegnet sei mit altbackenen Industrie“, sei dies ein wichtiges Zukunftsthema und ein möglicher Exportschlager.

Konsequenzen der Digitalisierung

Ebenfalls die Digitalisierung adressierte Boris Bärmichl, Vorstand der KoSIB eG in seiner Abschluss-Keynote. Allerdings fokussierte er sich auf die Sicherheitsaspekte. „Jede Datenspur hat Konsequenzen“. Im Jahr 2008 waren das erste Mal mehr Gegenstände mit dem Internet verbunden als Menschen. Die Apple Watch läute allerdings noch einmal ein neues Zeitalter ein. Denn sobald ich diese aktiviere, stimmt man als Nutzer der Drittverwertung seiner Daten zu. Dann könne es sein, dass man, wenn Puls und Blutdruck nicht optimal sind, in 15 Jahren keine Krankenversicherung mehr bekomme. Oder dass die implantierte App-gesteuerte Insulinpumpe von Hackern manipuliert wird. In dieser Beziehung gelte das Eingangs-Statement dann nicht. Man müsse, wenn es um die Digitalisierung des Lebens geht, nicht zu allem „Ja“ sagen.

Hilfe annehmen

Frauen, die gerne Karriere machen möchten, sollten das Jawort üben. Denn werden an Frauen neue Aufgaben im Job herangetragen, tendieren diese dazu, zu zögern und an ihren Fähigkeiten zu zweifeln. Deshalb gilt als Frau mit Ambitionen zur Karriere: „Ja“ sagen und sich danach gerne auch professionelle Hilfe für die Bewältigung der Aufgaben holen. Mentoring-Programme, Coaching-Seminare und private Trainer sind nur einige der Möglichkeiten. Ganz abgesehen von einem funktionierenden Netzwerk, das mit der Plattform WIN allen offensteht.

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