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IT-Zeitmaschine Von der IT zur Gastronomie

Autor: Wilfried Platten

Manfred Lackner, Chef der Profi AG in Darmstadt, hat eine ganz eigene, sehr spannende Sicht auf die Zukunft der IT. Lesen sie selbst, wie sie ihr Gesicht komplett verändert und viele IT-Begriffe in zehn Jahren kalter Kaffee sind.

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Manfred Lackner, Chef der Profi AG
Manfred Lackner, Chef der Profi AG
(Bild: Benjamin Schenk, Fotostudio Hirch)

Was kommt Ihnen spontan in den Sinn, wenn Sie an die IT in den letzten 25 Jahren denken?

Lackner: Die letzten 25 Jahre waren die Reise von einer Mainframe-Centric IT in eine Cloud-Centric IT, vom SNA Netzwerkprotokoll zu IPV6, von monolithische Anwendungssystemen, die in Assembler für begrenzte Hauptspeicher optimiert wurden, zu In-Memory-Datenbanken und Microservices auf Kubernetes. Vor 25 Jahren wurde die IT von Profis für Profis gemacht, heute orientiert sie sich an der Customer Journey. Die Innovationen fließen nicht mehr von Data Center Technologien in die Unternehmen – Consumer Technologien überschwemmen die Cooperate-IT. Vor 25 Jahren wurde kein professionelles IT-Projekt ohne vollständige Spezifikationen und Business Case begonnen. Heute entstehen innovative Lösungen aus MVPs, die in Scrum-Teams mit DevOps entwickelt werden.

Welche Zukunftsvision schwebt Ihnen für die IT in 10 Jahren vor?

Lackner: In 10 Jahren wird IT nicht mehr als eigene Disziplin erkennbar sein. Sie wird in die Geschäftsprozesse und Produkte über KI eingewebt sein. Anwendungen werden als Microservices implementiert. Rechenleistung, Netzbandbreite (auch in Deutschland) und Speicherkapazitäten, auf die Microservices über Container selbstständig zugreifen können, werden nahezu unbegrenzt, orts- und zeitunabhängig zur Verfügung stehen. Quantencomputer sind ausgereift. Den Begriff Client/Server wird man in der Gastronomie verorten.

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Über den Autor

 Wilfried Platten

Wilfried Platten

Chefredakteur, IT-BUSINESS