Suchen

Definition Was ist Scrum?

Autor / Redakteur: Mandarina / Heidemarie Schuster

Scrum ist ein Verfahrensmodell für agiles Projektmanagement. Seine Anfänge sind Mitte der 90er Jahre begründet.

Firma zum Thema

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Bei Scrum handelt es sich um einen Managementansatz, der auf nur wenigen Regeln basiert und ursprünglich für Softwareentwicklung konzipiert wurde.

Personen im Projektmanagement: die Rollen von Scrum

Der Ansatz dieses Projektmanagements fußt auf Personen, denen einen bestimmte Rollenverteilung zukommt:

  • Scrum Master
  • Product Owner
  • Entwicklungsteam

Der Product Owner ist derjenige, der das Produkt- beziehungsweise Projektmanagement mit seinem Wunsch nach Erfolg in Gang setzt. Seine Prioritäten sind es, nach denen die Prozesse ausgerichtet werden. Er trifft die Entscheidungen und hat gleichzeitig die Verantwortung. In seinen Entscheidungen nimmt der Product Owner auf die Belange der Stakeholder Rücksicht. Diese generieren sich aus Kreisen von Kunden und Anwendern, aber auch aus dem Management.

Der Scrum Master implementiert die Regeln des Prozesses und überwacht deren Einhaltung. Er gehört explizit nicht zum Entwicklungsteam, sondern übernimmt eine Coachingfunktion, die sich an den Situationen im Prozess orientiert. Er führt das Team an den Scrum-Prozess heran und ist für den Umgang mit Störungen, auch zwischenmenschlicher Art, verantwortlich.

Das Entwicklungsteam soll so klein wie möglich gehalten werden, um die Entscheidungsprozesse effizient zu gestalten. Voraussetzung ist jedoch, dass alle nötigen Kompetenzen vorhanden sind. Das Entwicklungsteam ist im Idealfall interdisziplinär besetzt, tritt aber grundsätzlich immer als Einheit auf, die Erfolg oder Nichterfolg zu verantworten hat. Es ist verantwortlich dafür, dass die Projektschritte in der vom Product Owner vorgegebenen Reihenfolge durchgeführt werden.

Sprint: Arbeitsabschnitte im Scrum-Prozess

Bis zum Ziel sind im Scrum-Prozess die sogenannten Sprints zu absolvieren. Es handelt sich um Teilabschnitte, deren Einhaltung lückenlos kontrolliert wird. Das Sprint Planning setzt fest, was im folgenden Abschnitt erreicht werden soll und wie dies umgesetzt werden soll. Die Sitzung ist in ihrem zeitlichen Umfang begrenzt. Nach dem Teilabschnitt erfolgt der sogenannte Sprint Review, in dem die Zielerreichung bewertet wird.

Die Nachteile von Scrumverfahren

Kritikpunkte, die in Zusammenhang mit Scrum angeführt werden, sind oft mit den festgelegten Rollen verbunden, da diese durchaus Konfliktpotenzial in sich bergen. Der Erfolg des Verfahrens kann wie bei anderen Managementprozessen zudem natürlich ebenfalls nicht sichergestellt werden. Zudem funktioniert der Scrum-Prozess nur dann, wenn auf die in den Sprint Reviews festgestellten Abweichungen adäquat reagiert wird.

Zertifizierungen

Scrum-Projektmanagement kann zertifiziert werden. Hierfür gibt es am Markt mehrere Anbieter. Es gibt unterschiedliche Zertifizierungsmodelle, die nicht selten auch im Ausland anerkannt sind. Von Scrum selbst gibt es ein kostenloses Assessment, das zu einem Einstiegszertifikat führt.

(ID:45837567)