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IT-Zeitmaschine Von den WLAN-Anfängen zur umfassenden Vernetzung

Autor: Klaus Länger

Als „Netzwerker” denkt Stefan Herrlich von Lancom natürlich an das WLAN als IT-Innovation der letzten 25 Jahre. Für die Zukunft sieht er Cyber-Security als große Herausforderung.

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Stefan Herrlich, Geschäftsführer Lancom Systems
Stefan Herrlich, Geschäftsführer Lancom Systems
(Bild: Lancom)

Was kommt Ihnen spontan in den Sinn, wenn Sie an die IT in den letzten 25 Jahren denken?

Herrlich: Da fällt mir als Netzwerker natürlich sofort das Wireless LAN ein. Mussten wir zu Beginn oftmals noch mühsam erklären, was der Nutzen eines Drahtlosnetzes ist, ist unser heutiges, vollständig vernetztes Leben ohne WLAN schlicht nicht denkbar. Die Milliarden von Wi-Fi Devices auf der ganzen Welt sprechen Bände. Beeindruckend sind auch die gewaltigen Leistungssprünge, die WLAN in seiner gerade 20-jährigen Geschichte gemacht hat. Von einer Nischentechnologie mit spärlichen 2 MBit/s Datenrate zur universal verfügbaren Breitbandtechnologie, die mit Wi-Fi 6 heute fast den 5.000-fachen Datendurchsatz der ersten WLANs erreicht.

Welche Zukunftsvision schwebt Ihnen für die IT in 10 Jahren vor?

Herrlich: Digitalisierung und Vernetzung werden sich in den nächsten Jahren rasant weiterentwickeln. Während Forschung und Entwicklung früher sehr auf mehr Performanz ausgerichtet waren, wird die Stärkung der Resilienz eine immer bedeutendere Rolle einnehmen. Ein Beispiel: der erste dokumentierte DDOS-Angriff geschah vor gut 20 Jahren – was in unserer Branche eine Ewigkeit ist. Dennoch hat man es bis heute nicht geschafft, diese Gefahr gänzlich zu bannen. Ganz im Gegenteil: quasi sekündlich kommen neue Angriffsvektoren hinzu und bedrohen Wirtschaft und Gesellschaft – mitunter gar ganze Demokratien und Wertesysteme. Die einzige Chance: Netzwerke und modernster Cyber-Security-Technologien müssen immer stärker verschmelzen, „Resilience by Design“ zur Normalität werden: Nicht zuletzt durch KI-basierte Ansätze und Machine Learning.

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 Klaus Länger

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