Nutanix ist ein 100-prozentiges Channel-Unternehmen und das soll auch mit Paulo Pereira, dem neuen Vice President, EMEA Presales, so bleiben. Von Hyperkonvergenz will er übrigens nichts mehr wissen. Was sind seine Ziele und wie will er sie erreichen?
Paulo Pereira verantwortet bei Nutanix als neuer „Vice President, EMEA Presales“ u.a. Beratung, Produktpräsentation und Angebotskalkulation.
(Bild: Nutanix)
Seit September ist Paulo Pereira neuer „Vice President, EMEA Presales“ von Nutanix und damit Mitglied der internationalen Führungsriege des Spezialisten für hybrides Multi-Cloud-Computing. Er kam bereits 2016 in der Position eines „Systems Engineering (SE) Manager“ für den Mittleren Osten zu Nutanix und wurde schon nach kurzer Zeit mit der Leitung der Region „EMEA Emerging Markets“ betraut.
Damals stand Nutanix noch ganz klar für „Hyperkonvergenz“ – davon will Pereira In seiner neuen Position aber nichts mehr wissen. Für ihn geht es ausschließlich um das einheitliche Management von Workloads in den unterschiedlichsten Umgebungen: „Das Nutanix-Angebot für die hybride Multi Cloud erlaubt Unternehmen, ihren Bedarf umfassend zu decken. Das gelingt durch die nahtlose Erweiterung einer On-Premises-Umgebung in eine oder mehrere Public Clouds“, so Pereira.
Beim entsprechenden Angebot von Nutanix handle es sich um ein für alle Workloads konsistentes Cloud-Betriebsmodell, unabhängig davon, ob diese on-Premises, am Edge oder in verschiedenen Public-Cloud-Umgebungen gehostet werden. Dies sei auch ein probates Mittel gegen die gefürchtete Herstellerabhängigkeit. „Anwendungen, Workloads und Daten lassen sich dadurch ohne Anpassungsaufwand von einer zur anderen Umgebung migrieren und das Management erfolgt von einer einzigen Cloud-Steuerungszentrale aus.“ Und das ganze natürlich sicher bzw. „nach dem Zero-Trust-Ansatz“.
Engagement und Zuhören
Einen anderen Ansatz verfolgt er in Sachen Presales: Hier seien „Engagement und Zuhören“ gefragt, sie seien der Schlüssel, um den Kunden die bestmögliche Lösung angedeihen zu lassen. „Wir nehmen uns Zeit, um die Herausforderungen und Wünsche unserer Kunden zu verstehen“, berichtet Pereira. „Sobald wir die ideale Lösung gefunden haben, kommunizieren wir sie klar und deutlich. Außerdem überprüfen wir immer wieder unsere eigenen Annahmen und arbeiten eng mit dem Kunden zusammen, um Vertrauen und Übereinstimmung zu erzielen.“
Ein Team von Cloud-Ökonomen bei Nutanix erstelle dem Kunden eine Analyse zu den Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership), dieser könne dadurch den Mehrwert plus die zu erwartenden wirtschaftlichen Vorteile erkennen. „Die anschließende Angebotserstellung wird dadurch eher zu einer bloßen Formalität“, so Pereira. „Letztendlich sollen unsere Kunden nicht nur von unseren Lösungen profitieren, sondern auch zu Fürsprechern von Nutanix werden, wenn sie erkennen, welchen außerordentlichen Mehrwert unsere Lösungen erzeugen können.“
Zusammenarbeit mit dem Channel
Weil Nutanix ein 100-prozentiges Channel-Unternehmen ist, spielt die Zusammenarbeit mit den Partner-Verantwortlichen, zum Beispiel der Anfang des Jahres ins Amt gehobenen Ciara Feeny, Senior Manager Channel Sales Central Europe, eine große Rolle. „Ich muss sagen, dass ich mich wirklich darauf freue, von Ciaras ausgezeichneten Verbindungen zu unserem Partner-Ökosystem zu profitieren und diese weiter zu verbessern. Schon während der ersten vier Wochen in meiner neuen Rolle habe ich Deutschland besucht, wo ich mich an Ciaras Seite mit einer Vielzahl unserer Kunden, Partner und Distributoren treffen durfte“, plaudert der Manager aus dem Nähkästchen. „Ich habe diese Gelegenheit genutzt, um konsequent für transparente und offene Kommunikationskanäle zu werben. Denn dadurch können sich unsere Partner mit ihren Fragen und Anliegen leichter an uns wenden. Und so können wir in einer auf Zusammenarbeit ausgelegten Umgebung und Atmosphäre gemeinsam alle auftretenden Herausforderungen umgehend angehen.“
„Robuste“ Kommunikationskanäle und ständiger Dialog dienten dem Austausch von Erkenntnissen, der Diskussion von Trends im Mark und der generellen Abstimmung der Strategie. So ließen sich effektiv die Chancen auf dem deutschen Markt nutzen. Eine entscheidende Rolle spiele dabei gegenseitiges Vertrauen.
„Wir haben durch unsere jahrelange Zusammenarbeit in unseren Vertriebspartnerschaften eine starke Vertrauensbasis geschaffen. Mein oberstes Ziel ist es, dieses Vertrauen noch weiter zu stärken und zu pflegen“, erläutert Pereira. „Ich bin fest entschlossen, alle dafür notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. Denn ich weiß, dass dieses Vertrauen dabei spielt, unseren Kunden substantiellen Mehrwert zu bieten.“
Stand: 08.12.2025
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KI und Security als Baustellen
Selbstredend spielt die künstliche Intelligenz (KI) auch für Nutanix eine zunehmend wichtige Rolle. Insbesondere für Unternehmen in regulierten Branchen stelle sie aber eine Herausforderung dar – einerseits wollten diese von der Leistungsfähigkeit generativer KI profitieren, andererseits müssten sie unbedingt die Kontrolle über die Daten behalten. Er rät daher – wie könnte es anders sein – zum Einsatz einer Nutanix-Lösung „einschließlich unserer Expertise im Bereich skalierbarer Infrastrukturen für Anwendungsfälle in öffentlichen Clouds, Rechenzentren und am Edge.“
Nutanix zeichne sich durch ein reges Engagement in der Open-Source-KI-Community aus, „einschließlich Beiträgen zu KI-Standards und -Benchmarks“, und habe erst kürzlich die Lösung GPT-in-a-Box vorgestellt. Die softwarebasierte Full-Stack-Lösung könne Large Language Models (LLMs) und Generative Pre-trained Transformers (GPTs) auf der Nutanix Cloud Platform bereitstellen. „Als umfassender und unmittelbar einsatzbereiter Stack für KI-Modelle umfasst GPT-in-a-Box die Cloud-Infrastrukturplattform von Nutanix, Services für die Dimensionierung von Clustern und kuratierte LLMs.“
KI hin, ML her, zentrale Baustelle in Unternehmen ist und bleibt die Security. Hier habe Nutanix erst kürzlich neue Funktionalitäten für die Nutanix Cloud Platform freigeschaltet, die die Resilienz gegenüber Ransomware-Angriffen auf unstrukturierte Daten erhöhten. „Die neuen Funktionalitäten in Nutanix Data Lens und Nutanix Unified Storage versetzen Unternehmen in die Lage, eine Bedrohung zu entdecken, die Ausbreitung des Schadens zu unterbinden und den Wiederherstellungsprozess auf Knopfdruck innerhalb von zwanzig Minuten nach Entdeckung des Angriffs zu starten.“
Im sei klar, dass die Abwehr von Ransomware ganz oben auf der Prioritätenliste von CIOs und CISOs weltweit stehe. Dennoch weise der Großteil aller Firmen Sicherheitslücken auf, die selbst bei größtem Engagement nicht immer geschlossen werden können. „Denn die Angreifer werden effizienter darin, mit ihrer Schadsoftware in Netzwerke einzudringen, sie dort auszuführen und die kompromittierten Daten von dort abzuziehen.“ Dementsprechend sei es essenziell, die Daten so schnell wie möglich wiederherzustellen, gerade weil der dafür nötige Zeitaufwand typischerweise Tage oder sogar Wochen betrage. Mithilfe der neuen Funktionalitäten könnten Unternehmen jedoch innerhalb von zwanzig Minuten aktive Ransomware erkennen und blockieren.
„Außerdem können sie die Wiederherstellung auf Knopfdruck starten. Nutanix Data Lens und Nutanix Unified Storage identifizieren den letzten bekannten intakten Snapshot und nutzen diesen als Basis für die Wiederherstellung. Kunden können zwischen den Optionen automatische und manuelle Wiederherstellung wählen, um zügig zu einem normalen Betrieb zurückzukehren.“