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Gefahr von Dating-Apps und Tipps, diese zu vermeiden

Valentinstagsspezial: vom Konsum, über die Liebe bis zum Verdruss

| Autor: Sarah Gandorfer

Die erste Beschreibung des 14. Februar als jährliches Fest der Liebe erscheint in der „Charter of the Court of Love“ aus dem Jahre 1400.
Die erste Beschreibung des 14. Februar als jährliches Fest der Liebe erscheint in der „Charter of the Court of Love“ aus dem Jahre 1400. (Bild: sdecoret - stock.adobe.com)

Vom Valentinstag profitieren Blumen- und Online-Händler. Wer Single ist, versucht derweil sein Glück über eine Dating-App. Doch hier kann nicht nur die Liebe einen Mausklick entfernt sein, sondern auch der Betrug. Und nicht zuletzt kommt das digitale Beenden einer Beziehung immer mehr in Mode.

Ob sich der heilige Valentinus jemals vorgestellt hat, dass sein Ehrentag so kommerzialisiert wird? 58 Millionen Euro gaben die Verbraucher laut GfK 2018 in der Valentinstagswoche allein für Schnittblumen aus. Und manches spricht dafür, dass das Geschäft zum Valentinstag am 14. Februar heuer noch besser wird: 54,9 Prozent aller in einer Partnerschaft Lebenden wollen ihrem Partner dieses Jahr etwas schenken. Vom Umsatzplus profitieren vor allem Blumenhändler und Online-Shops, auch wenn sich das Geschäft weitgehend analog gestaltet.

Es wird mehr ausgegeben

Händler, die ihren Kunden passende Valentinstagsangebote bieten, können sich freuen. Denn 2019 planen nicht wenige der Verliebten tiefer in die Tasche zu greifen als noch im Vorjahr. Insgesamt wollen 23,8 Prozent der Verbraucher mehr auszugeben als noch 2018, 3,5 Prozent sogar deutlich mehr. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der Shopping-Community „Pepper.com“ unter 2.000 Verbrauchern. Sechs von zehn Konsumenten (64,7 %) möchten genauso viel ausgeben. Und nur jeder Zehnte (11,5 %) plant, weniger auszugeben.

Vor allem Frauen sind dieses Jahr etwas spendabler: Jede vierte Frau (25,9 %), aber nur jeder fünfte Mann (21,7 %) möchte ein teureres Geschenk kaufen. Der Anteil der Frauen, die weniger als 2018 ausgeben möchten ist mit 12,7 Prozent allerdings auch etwas größer als der Anteil der Männer (10,4 %).

Allerdings ist der Valentinstag eher ein Tag der kleinen Gesten. Nur knapp jeder fünfte Verbraucher (18,7 %) plant, für sein Geschenk mehr als fünfzig Euro auszugeben. Mehr als 100 Euro möchten nur 6,1 Prozent der Befragten ausgeben, mehr als 200 Euro sogar nur 2,3 Prozent. Jeweils vier von zehn Verbrauchern planen hingegen, weniger als 25 Euro (41,2 %) oder zwischen 25 und fünfzig Euro (40,1 %) auszugeben.

Online-Shops oder Blumen von der Tanke

Wer denkt, dass nur Blumenhändler vom Valentinstag profitieren, täuscht sich: Online-Shops wurden bei der Umfrage am häufigsten genannt, nämlich von 27,8 Prozent der Verbraucher. 36,5 Prozent der Frauen und 19,2 Prozent der Männer möchten ihr Geschenk hier kaufen. Blumenhändler rangieren erst auf dem zweiten Rang. Hier kaufen zwar 34 Prozent der Männer, aber nur 3,1 Prozent der Frauen, im Mittel also „nur“ 18,6 Prozent der Verbraucher ihr Valentinstagsgeschenk.

Und dennoch ist das Valentinstagsgeschäft vor allem analog: 56,1 Prozent der Verbraucher – 46,9 Prozent der Frauen und 65,3 Prozent der Männer – möchten ihr Geschenk im klassischen Handel kaufen. Neben Blumenhändlern entfalten klassische Einzelhändler (14,6 bzw. 18,7 %) hier die größte Sogkraft, gefolgt von Supermärkten (5,0 bzw. 8,3 %), Parfümerien (9,4 bzw. 1,0 %) und Kaufhäusern, in denen 6,3 Prozent der Frauen und 3,6 Prozent der Männer ihr Valentinstagsgeschenk kaufen möchten.

Juweliere (1,0 bzw. 2,4 %) folgen auf Rang acht, Tankstellen liegen auf Platz neun der im Valentinstagsgeschäft meist frequentierten Läden. Keine der befragten Frauen möchte hier zwar ihr Geschenk kaufen. 0,7 Prozent der Männer halten „Blumen von der Tanke“ aber scheinbar für ein ideales Valentinstagsgeschenk.

Stalkern ausweichen

In Zeitalter von Social Media und Dating-Apps sind große Mengen an personenbezogenen Daten im Internet leicht für alle zugänglich. Das öffnet Kriminellen möglicherweise sprichwörtlich Haus und Tür: beispielsweise wenn aus dem Facebookprofil für alle ersichtlich ist, dass der Bewohner eines mit Adresse angegebenen Hauses für mehrere Tage nicht daheim ist, ist das geradezu eine Einladung für Einbrecher.

Gemäß Bitkom geht jeder dritte Deutsche im Internet auf Partnersuche und nutzt digitales Dating, um eine neue Liebe zu finden. In den Dating-Portalen werden die User aufgefordert, persönliche Geschichten zu teilen, Fragen zu beantworten und Fotos von sich selbst zu posten. Der Sinn dieser Apps ist zwar das Kennenlernen der anderen Person, aber die Menge an persönlichen Daten kann zu Sicherheitsrisiken führen. So kann ein verschmähter Interessent vdurch all die Informationen auch schnell zum Stalker werden.

Deshalb rät Security-Hersteller McAfee:

  • Immer Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen festlegen – sind diese „öffentlich“ kann jeder Internetnutzer auf die Inhalte der sozialen Medien zugreifen. Außerdem ist es ratsam in den App-Einstellungen festzulegen, für welche Apps der Standort freigegeben wird und für welche nicht.
  • Wer nicht möchten, dass eine einfache Suche nach seinem Namen bei Google zu allen dazugehörigen Social-Media-Konten führt, sollten eine andere Variante des echten Namens angeben.
  • Bewusst posten: Bevor Freunde oder Standort veröffentlicht werden, sollte darüber nachgedacht werden, wie diese privaten Informationen von einem Dritten verwendet werden könnten.
  • Für den Fall, dass Daten offengelegt oder das Gerät gestohlen wird, kann ein starkes Passwort davor schützen, gehackt zu werden.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen, um dem Gerät eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzuzufügen.
  • Die Cloud mit Vorsicht nutzen. Es gilt sicherzustellen, dass niemand auf die Fülle der in der Cloud gespeicherten Informationen zugreifen kann. Wenn beispielsweise das Smartphone verloren geht oder gestohlen wird, sollte auf ein passwortgeschütztes Cloud-Konto zugegriffen werden können, um Dritte von dem Gerät und vor allem den persönlichen Daten auszuschließen.

Kriminelles Dating mittels Love Scam

Eine weitere gefährliche Masche in den Dating-Portalen ist „Love Scam“. Über gefälschte Nutzerprofile – oft mit Bildern, die eine sehr gut aussehende Frau oder einen Mann zeigen – nehmen die Täter Kontakt auf. Wird der Kontakt enger, bitten die Täter um Geldbeträge, beispielsweise um ein Flugticket für das angebliche Treffen oder eine vorgeblich nötige ärztliche Behandlung bezahlen zu können. Zahlen die Verliebten das Geld, ist der Betrag unwiederbringlich verloren.

Zudem haben es die Kriminellen oft ebenfalls auf amtliche Dokumente, wie Pässe oder Ausweise, abgesehen und bitten um eine Kopie, um diese für Fälschungen zu nutzen.

Damit Singles auf der Suche nach der großen Liebe nicht auf Love Scammer hereinfallen, sollten sie ein paar Ratschläge beherzigen. Entsprechende Tipps stammen von dem IT-Security-Hersteller G Data:

  • Keine Zahlungen an Unbekannte tätigen: Bittet der Flirtpartner um Geld, beispielsweise für ein Flugticket, ein Visum oder eine medizinische Behandlung, sollte keine Zahlung geleistet werden.
  • Keine Kopien von amtlichen Dokumenten senden, denn der Versender hat dann keine Kontrolle mehr darüber, was mit den Dokumenten passiert.
  • Werden Flirter schon beim ersten Kontakt mit ausschweifenden Liebeserklärungen überhäuft, ist Vorsicht geboten.
  • Namen im Internet gegenchecken: Nutzer können den Namen ihrer neuen Bekanntschaft online überprüfen und schauen, ob dieser als Scamming-Profil bekannt ist. Bei Bildern lohnt sich außerdem eine umgekehrte Bildersuche, eventuell bekommt man hier noch mehr Informationen.
  • Strafanzeige stellen: Die Opfer von Love Scams sollten bei der Polizei umgehend eine Strafanzeige stellen. Das ist gerade dann wichtig, falls rechtliche Schritte gegen das Opfer wegen Zahlungen oder Missbrauch der Identität eingeleitet werden sollen.
  • Gut geschützt ins Internet: Eine umfassende Sicherheitslösung mit einem leistungsfähigen Echtzeitschutz gehört zur Grundausstattung jedes Computers, Smartphones und Tablets und schützt vor Schadcode.
  • Auf dem aktuellsten Stand sein: Die auf dem PC und dem Mobilgerät installierte Software, Apps und das Betriebssystem sollten immer auf dem aktuellsten Stand sein und alle verfügbaren Updates umgehend installiert werden. Anwender schließen so Sicherheitslücken, die Kriminelle für Angriffe ausnutzen könnten

Schluss machen leicht gemacht

Ist der Liebesrausch schließlich vorbei, wird vermehrt per SMS, WhatApp und Co. Schluss gemacht. Bereits jeder Vierte erfuhr vom Beziehungs-Aus via digitale Medien. Das Ergab eine Umfrage des Bitkom. Bei den 16- bis 29-Jährigen haben 36 Prozent schon so eine Nachricht vom Partner erhalten. Dennoch ist die Mehrheit der Bundesbürger der Meinung, dass es nicht fair ist, eine Beziehung digital zu beenden. Deshalb werden die meisten Beziehungen weiterhin in einem persönlichen Gespräch beendet. Zwei Drittel der Befragten (64 %) geben an, so schon einmal Schluss gemacht zu haben.

Auch hier unterscheiden sich die Einstellungen abhängig vom Alter: Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es 57 Prozent, in der Generation 65 Plus 68 Prozent. Die zweithäufigste Methode Schluss zu machen, ist per Anruf. Vier von zehn Befragten (41 %) haben dies schon einmal gemacht. Es folgt das Schlussmachen per SMS oder Messenger, was jeder Fünfte (21 %) schon genutzt hat. Bei den 16- bis 29-Jährigen haben 36 Prozent schon so eine Nachricht an den (Ex-)Partner gesendet. Auf den hinteren Plätzen rangiert das Beziehungs-Aus per Mail. Das haben neun Prozent schon einmal gemacht. Über eine andere Person (9 %), in einem Brief (8 %) und durch Kontaktabbruch (5 %) hat nur eine Minderheit schon einmal Schluss gemacht.

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