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Umfrage vom Robert Half

Unzufrieden im Job, aber nicht bereit für Veränderungen

| Autor: Heidemarie Schuster

Jeder Dritte ist unglücklich im Job, doch nur die Hälfte möchte etwas ändern.
Jeder Dritte ist unglücklich im Job, doch nur die Hälfte möchte etwas ändern. (Bild: © franzidraws - stock.adobe.com)

Fast jeder kennt ihn: den Kollegen, der immer mäkelt, seinen Job nicht mag, und dennoch macht er ihn seit Jahren und ändert nichts. Laut einer Studie des Personaldienstleisters Robert Half ist sogar ein Drittel der Befragten unzufrieden im Job.

Im Leben und damit auch im Beruf sind nicht alle Tage voller Sonnenschein. Negative Stimmung bei der täglichen Arbeit darf aber nicht zum Dauerzustand werden – ein gewisses Maß an Zufriedenheit sollte das Ziel sein. Die Realität sieht aber häufig anders aus, wie eine aktuelle Umfrage von Robert Half zeigt: Ein Drittel der Befragten ist im Job unzufrieden. Besonders dramatisch: Die Hälfte der Betroffenen bemüht sich trotzdem nicht aktiv um einen Jobwechsel.

Die Gründe, am Arbeitgeber festzuhalten, sind unterschiedlich: So nennen 52 Prozent die Vorzüge des aktuellen Arbeitgebers wie flexible Arbeitsmodelle oder ein gutes Gehalt als ausschlaggebend für keinen Jobwechsel. Rund ein Drittel der Unzufriedenen (31 %) glaubt nicht, dass sich ihre Situation bei einem anderen Arbeitgeber bessern würde. Weitere 21 Prozent von ihnen beklagen den Mangel attraktiver Arbeitgeber als Alternative in der Region.

Weitere Gründe sind ein zu hoher Aufwand bei Bewerbungen und Bewerbungsverfahren (20 %), nette Kollegen (20 %), keine Zeit für Bewerbungen (17 %), sich der Konkurrenzsituation, die Bewerbungsprozesse bedeuten, nicht aussetzen zu wollen (14 %) und fehlende Qualifikationen für einen Jobwechsel (10 %).

Burnout oder Boreout drohen

„Die Unzufriedenheit der Arbeitnehmer wirkt sich negativ auf die Arbeitsmoral und die Motivation aus und sorgt für schlechte Stimmung im gesamten Team“, so Sladjan Petkovic, Managing Director bei Robert Half. Unzufriedenheit im Job darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da sie schnell in einem Burnout oder Boreout enden kann.

Die Suche nach der tatsächlich passenden Stelle ist jedoch keine leichte Aufgabe. „Wir beobachten, dass Arbeitnehmer sich häufig von zu langen Bewerbungsprozessen oder möglichen Verschlechterungen der Rahmenbedingungen im neuen Job abschrecken lassen“, erklärt Petkovic. Für ihn ein fataler Fehler, denn es gibt zahlreiche Angebote, die Arbeitnehmern helfen, den ersten Schritt in Richtung Jobwechsel zu machen: „Berufsnetzwerke eignen sich hervorragend, um sich über aktuelle Jobangebote zu informieren und professionelle Personalvermittler erhöhen durch gezielte Jobinterviews die Chance, Stellen zu finden, die wirklich zum Bewerber passen.“

Die Umfrage im Auftrag von Robert Half wurde vom Marktforschungsinstitut YouGov im März 2019 unter 1.001 Arbeitnehmern durchgeführt.

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