Eine Vision, wie ein KI-Notebook für Kreative aussehen kann, ist die Thinkbook-Studie mit transparentem Display auf dem MWC. Eine bessere Reparierbarkeit und neue Intel- und AMD-CPUs bietet die nächste Generation der Thinkpad- und Thinkbook-Serienmodelle.
Neben neuen Thinkpad-Serienmodellen mit Intel-Core-Ultra-CPUs und vPro zeigt Lenovo auf dem Mobile World Congress auch eine Thinkbook-Studie mit transparentem Display.
(Bild: Lenovo)
Als „futuristischen Proof of Concept“ bezeichnet Lenovo die Thinkbook-Studie mit transparentem 17,3-Zoll-Micro-LED-Display, die der Hersteller auf dem Mobile World Congress in Barcelona zeigt. Das Display mit 720p-Auflösung liefert einen sehr hohen Kontrast und eine Helligkeit von 1.000 Nits. So ist die Darstellung auf dem Bildschirm auch vor dahinterliegenden Objekten sichtbar. Denn darin liegt laut Lenovo der Sinn des transparenten Panels: Kreative können beim digitalen Zeichnen und Malen den durch das Display sichtbaren Hintergrund einbeziehen und sogar durch eine Kamera auf der Rückseite des Thinkbook aufnehmen und direkt integrieren. Dabei soll auch die KI helfen: Lenovo bezeichnet das als Artificial Intelligence Generated Content (AIGC). Statt eines herkömmlichen Keyboards verfügt die Studie über ein 17,3-Zoll-Touchpad mit Glasoberfläche und Stifterkennung, auf dem ein Tastenfeld eingeblendet wird.
Praxistauglichkeit und eine höhere Leistung stehen bei der neuen Generation von Thinkpads und dem Thinkbook 14 2-in-1 Gen 4 im Vordergrund. Das Gros der neuen Thinkpads basiert auf Intels neuster vPro-Plattform mit Core-Ultra-Prozessoren, die der Chiphersteller ebenfalls zum MWC gestartet hat. Das ThinkPad T14 Gen 5 wird zusätzlich mit AMD-Ryzen-CPUs der der 8040er Serie mit integrierter Ryzen AI angeboten. Neben dem T14 kommen auch das T14S in der fünften und das T16 in der dritten Generation auf den Markt. Laut Lenovo gehören die Thinkpad-T-Modelle zu den erfolgreichsten Business-Notebooks im Portfolio.
Die neuen Intel-Core-Ultra-CPUs mit integrierter NPU und der AMD-Prozessor mit Ryzen AI sollen nicht nur generell eine höhere Leistung liefern, sondern zusätzlich noch die Nutzung von KI-Funktionen in Software wie Microsofts Copilot oder auch Videokonferenz-, Security- oder Anwendungsprogrammen aus dem Grafiksektor beschleunigen beziehungsweise den Energieverbrauch vermindern. Am Design der Geräte hat Lenovo ebenfalls Verbesserungen vorgenommen. So ermöglicht die Bündelung der 5-MP-Kamera und der Mikrofone mit Geräuschunterdrückung in einer etwas nach oben ragenden Communication Bar schmalere Ränder um die Displays der 14-Zöller. Beim Thinkpad T16 gibt es die Communication Bar bereits bei der Vorgeneration.
Bei den optionalen WUXGA-Displays der Modelle T14 und T14s kommt als Teil des Panels ein Optical Film von 3M zum Einsatz, der die Helligkeit von 300 auf 400 Nits erhöht und gleichzeitig den Energieverbrauch des Panels um 16 Prozent reduziert. Zudem stehen OLED-Panels mit 2,8K-Auflösung bei den 14-Zöllern und 4K-Auflösung beim T16 zur Wahl.
Beim Keyboard sitzt die Strg-Taste nun links neben der Fn-Taste, wie es bei praktisch allen Keyboards üblich ist. Eine Besonderheit bleibt der Trackpoint, der nun eine zweite Funktion erhält: Ein doppeltes Tippen auf ihn öffnet das TrackPoint Quick Menu, mit dem Nutzer allgemeine Funktionen wie Mikrofon- oder Kameraeinstellungen anpassen können. Praktisch sind zudem kleine LEDs als Positionsanzeiger für die USB-C-Ports mit Thunderbold 4.
Im Interesse der Nachhaltigkeit und der Nutzerfreundlichkeit lassen sie die T-Modelle nun einfacher reparieren und aufrüsten. Die Schrauben im Gehäuseboden sind markiert, um zu zeigen, welche Funktion sie erfüllen. Zudem ist der Arbeitsspeicher gesockelt und die Schnittstellen sitzen teilweise auf einer eigenen Platine, die sich leicht austauschen lässt. Der Akku mit kabellosem Anschluss ist in ein robustes Gehäuse gehüllt, so dass er auch von Endanwendern leicht getauscht werden kann. Für die Verbesserungen hat Lenovo Anregungen des iFixit-Solutions-Teams aufgenommen und mit deren Unterstützung zudem neue Reparaturanleitungen erstellt. Zudem betont der Hersteller, dass für die Herstellung der Notebooks recycelte Materialien genutzt werden.
Den Anfang der neuen Generation macht das Thinkpad T14s Gen 5, das ab April für einen Preis ab 1.449 Euro (UVP) verfügbar ist. Einen Monat später folgen T14 Gen 5 und T16 Gen 5 mit Startpreisen von 1.349 und 1.369 Euro (UVP).
Thinkpad X12 Detachable Gen 2
Weiterhin mit verlötetem Dual-Channel-LPDDR5x-Speicher ist das flache und leichte 12-Zoll-Detachable Thinkpad X12 Gen 2 bestückt. Das von einem Intel-Core-Ultra-U-Prozessor angetriebene Windows-11-Tablet mit beleuchteter Folio-Tastatur kann mit bis zu 32 GB RAM geordert werden. Zudem bietet es 4G, eine 5-MP-Webcam mit IR-Sensor sowie eine rückseitige 8-MP-Kamera. Optional ist der aktive Stift für den 12,3-Zoll-Touchscreen mit 3:2-Seitenverhältnis und WUXGA-Auflösung erhältlich. Ein Low-Power-IPS-Panel erhöht die Akkulaufzeit des 760 Gramm leichten Geräts. Das Keyboard bringt zusätzlich 340 Gramm auf die Waage. Der Convertible kommt im Mai auf den Markt und kostet ab 1.399 Euro (UVP).
Stand: 08.12.2025
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Thinkbook 14 2-in-1 Gen 4
Einen Startpreis von 1.099 Euro gibt Lenovo für das ebenfalls ab Mai lieferbare Convertible-Notebook Thinkbook 14 2-in-1 Gen 4 an. Das 14-Zoll-Gerät mit Core-Ultra-Prozessoren und 16:10-Display ist schlanker und mit 1,64 kg etwas leichter geworden. Zudem bietet es laut Hersteller ein Keyboard mit höherem Hub sowie ein größeres Touchpad aus einem glasähnlichem Mylar-Material. Der Touchscreen erkennt auch Eingaben mit dem ebenfalls neuen Magnetic Slim Pen. Erhöht wurde zudem die Verwendung von Recycling-Material bei der Produktion des Geräts. Konkret nennt Lenovo einen Anteil von 50 Prozent recyceltem Aluminium beim Gehäuseboden sowie die stärkere Verwendung von Post-Consumer-Content-Kunststoffen.
Als mobiler Zweitmonitor für Notebooks, Tablets und Smartphones soll eine weitere MWC-Neuheit dienen: Der Thinkvision M14t Gen 2 Mobile Monitor mit 14-Zoll-16:10-Touchscreen. Sein IPS-Panel liefert eine Auflösung von 2.240 x 1.400 Pixel und eine Helligkeit von bis zu 300 Nits. Der flache Monitor mit klappbarem Standfuß wiegt 700 Gramm und lässt sich vielfältig horizontal oder vertikal aufstellen. Ein Rotationssensor registriert die Ausrichtung. Die Verbindung zu einem Mobilgerät wird über USB-C hergestellt und im Fall von Notebooks auch mit Strom versorgt. Über eine zweite USB-Buchse ist Power-Pass-Through zu einem Mobilgerät oder der Anschluss des optionalen USB-C-Netzteils möglich. Der Monitor soll 399 Euro (UVP) kosten und ist ab Mai lieferbar.
Eine nachhaltige Docking-Station für unterwegs oder den Schreibtisch ist das Lenovo USB-C Slim Travel Dock für 89 Euro (UVP). Das Gehäuse des flachen Geräts besteht hier zu 66 Prozent aus recyceltem Post-Consumer-Kunststoff. Als Schnittstellen verteilen sich ein HDMI-Port für 4K-Auflösung, zwei USB-A und zwei USB-C-Ports über das Travel Dock. Kombiniert mit einem passenden Netzteil bietet es via USB-C bis zu 65 W Power Delivery für entsprechende Notebooks.
Smart Connect mit Motorola
Mit Ready For hatten Lenovo und Motorola bereits eine Lösung für die Verbindung zwischen Notebook und Smartphone. Das neue Smart Connect geht noch darüber hinaus: Die Nutzer können nun ihr Motorola-Smartphone nicht nur als Webcam nutzen und Android-Apps auf das Notebook spiegeln, sondern auch mit der Share-Hub-Funktion Notizen austauschen, Dokumente bearbeiten und sogar hochauflösende Filme auf verknüpften Geräten abspielen. Zusätzlich lassen sich nun mehrere Motorola-Mobilgeräte, beispielsweise ein Tablet und ein Smartphone, gleichzeitig koppeln und durch die Tastatur und das Touchpad des Windows-Rechners bedienen. Die Software soll in einigen Monaten im Google Play Store und Microsoft Store erhältlich sein.