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Sipgate Satellite-App Telefonieren ohne SIM-Karte

Autor: Ann-Marie Struck

Kein Handyvertrag, kein Mobilfunknetz und auch keine SIM-Karte und trotzdem mobil erreichbar sein. Das soll ab sofort über die Telefonie-App „Satellite“ funktionieren. Die einzige Voraussetzung:eine aktive Datenverbindung.

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Mit der Sattelite-App von Sipgate sind Nutzer ohne Vertrag mobil erreichbar.
Mit der Sattelite-App von Sipgate sind Nutzer ohne Vertrag mobil erreichbar.
(Bild: © contrastwerkstatt - stock.adobe.com)

Eine Handynummer besitzen und ganz ohne Mobilfunknetz, Handyvertrag oder SIM-Karte angerufen werden können? Das soll mit der Satellite-App des Internet-Telefonie-Providers Sipgate möglich sein. Die Telefonie-App ist nach iOS nun auch für Android verfügbar. Notwendig für die Erreichbarkeit ist eine aktive Datenverbindung über WLAN oder das Mobilfunknetz. So sollen auch Telefonate möglich sein. Der Nutzer erhält mit der App eine kostenlose deutsche Handynummer (Vorwahl: 015678) sowie monatlich 100 Freiminuten für Gespräche in Fest- und Mobilfunknetze von 55 Ländern.

Eine Grundgebühr gibt es nicht. Jedoch bietet Sipgate eine monatliche Telefonie-Flatrate für iOS (Satellite Plus) für fünf Euro an. Das Angebot für Android soll demnächst folgen. Dem Anbieter zufolge ist die Telefonie-App in die Betriebssysteme integriert, wodurch sich die Nutzung wie bei der Systemtelefonie anfühlen soll.

Da Sipgate plant Satellite zu einer vollwertigen Alternative zur klassischen Telefonie auszubauen, besteht für Kunden die Möglichkeit, eigene Mobilfunknummern mitzunehmen. Angeblich lässt sich der Dienst auch parallel zu einem bestehenden Mobilfunkvertrag nutzen. Zudem ist die Installation der App auf mehreren Geräten möglich. Allerdings gibt es Netze, die nicht von der App erreichbar sind. Diese sind im Hilfebereich des Anbieters aufgeführt.

Der beim Telefonieren genutzte Audiocodec soll je nach Bandbreite nur 30 bis 130 Megabyte Daten pro Stunde verbrauchen. Auch weitere Ergänzungen von der App wie beispielsweise ortsbasierte Weiterleitungsregeln, systemübergreifende Konferenzgespräche oder die parallele Nutzung auf Desktop und mobilen Geräten sind bereits in Planung.

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Redakteurin