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Datenanalyse und Sensorik Systemhaus Carus setzt auf IoT

Autor: Sarah Gandorfer

Das Systemhaus Carus hat sich an die industrielle Vernetzung herangewagt. Die Hannoveraner liefern nicht nur die Software zur Analyse der Kundendaten, sondern verbauen auch die Sensorik.

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Carus kümmert sich nicht nur um die Software, sondern auch um die Sensorik.
Carus kümmert sich nicht nur um die Software, sondern auch um die Sensorik.
(Bild: © zapp2photo -stock.adobe.com)

Über den Zustand seiner Produktionsmaschinen Bescheid zu wissen und bei Bedarf schnell eingreifen zu können, ist in der heutigen Zeit ein Wettbewerbsvorteil. Hier ist IoT gefragt. Noch beschäftigen sich nicht allzu viele IT-Dienstleister mit Projekten in diesem Bereich, doch Carus ist einer davon.

Alexander Hennewig, Consultant bei Carus
Alexander Hennewig, Consultant bei Carus
(Bild: Alexander Hennewig)

Das Systemhaus bietet seinen Kunden statistische Analyse ihrer Daten im laufenden Betrieb. So erkennen diese noch während des Produktionsprozesses, ob ein Produkt den vereinbarten Qualitätskriterien entspricht. Dabei kümmert sich Carus nicht nur um die Software, sondern auch um das Nachrüsten der Produktionseinheiten mit Sensorik. „Vor zwei Jahren haben wir mit ersten Analytics-Projekten begonnen“, erzählt Alexander Hennewig, Consultant bei Carus. „Dabei stellten wir fest, dass wir auch die Sensorik mitbringen mussten, um verlässliche Daten zu sammeln. Wenn Kunden mit eigenen Datensätzen zu uns kommen, müssen wir erst einmal nachvollziehen, woher diese kommen und welche Aggregationen dahinter stecken.“

Compliance ist mit ein Grund

Derzeit betreuen die Hannoveraner fünf Kunden mit jeweils mehreren hundert Arbeitsplätzen beim Thema IoT. Doch das Interesse an IoT wächst sichtlich im produzierenden Gewerbe. Nachgefragt wird nicht nur aufgrund von Optimierungswünschen, um beispielsweise Verschleißteile schneller austauschen zu können, sondern auch aus Compliancegründen.

„Bei Interessenten schauen wir uns erst einmal einen kleinen Teilbereich an und bieten einen zwei- bis dreitägigen Workshop, um zu sehen, ob der Invest sich für den Kunden überhaupt lohnen wird“, erläutert Hennewig. „Das nimmt etwas von der Hemmnis der hohen Investitionen weg und senkt das Risiko eines Misserfolgs.“ Die Software bezieht das Systemhaus bei den Distributoren Arrow und Tech Data. Bei den Sensoren greift Carus auf den Elektrogroßhändler Sonepar zu.

IoT im Mittelstand

Was die IT-Umgebung der Kunden betrifft, so bietet Carus Erfahrung mit IT-Infrastrukturen verschiedener Größe und Komplexität, darunter auch Cloud-Angebote. Die kleinen und mittleren Unternehmen, die Carus bei IoT betreut, bevorzugten es bisher, ihre Produktionsdaten in einem nach außen abgeschotteten Netzwerk zu bearbeiten. „Wir arbeiten zwar mit verschlüsselten Daten, doch sind bei der Cloud die Schnittstellen kritisch, sodass die Kunden lieber darauf verzichten“, erklärt der Consultant die Sicherheitsbedenken.

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Über den Autor

 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS