CES 2023: Acer Notebooks Swift mit OLED und Gaming mit RTX 4000 und Micro-LED.

Von Klaus Länger 5 min Lesedauer

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Bei den leichten Swift-Go- und Swift-X-Notebooks setzt Acer nun hochauflösende OLED-Panels mit 120 Hz ein. Für Gamer kommen neue Nitro- und Helios-Modelle, letztere optional mit Mini-LED-Backlight. Bei den Prozessoren kommen Intel und AMD zum Zug.

Für das Jahr 2023 stellt Acer die Swift-Reihe neu auf. Eine der CES-Neuheiten ist das 1,3 kg leichte Swift Go 14 mit OLED-Display und Intel-Raptor-Lake-H- oder AMD-Ryzen-7000-Prozessor.(Bild:  Acer)
Für das Jahr 2023 stellt Acer die Swift-Reihe neu auf. Eine der CES-Neuheiten ist das 1,3 kg leichte Swift Go 14 mit OLED-Display und Intel-Raptor-Lake-H- oder AMD-Ryzen-7000-Prozessor.
(Bild: Acer)

Acer nutzt die CES in Las Vegas als Bühne für die Vorstellung einer ganzen Reihe neuer Notebooks. Den Schwerpunkt bilden dabei die dünnen und leichten Premium-Notebooks der Swift-Familie und die Gaming-Geräte der Nitro- und Predator-Helios-Serie. Zudem stellt der Hersteller eine neue Generation des Allrounders Aspire 5 vor.

Acer Swift Go, X und 14

Mit den auf der CES präsentierten Swift-Modellen führt Acer nicht nur ein neues Design ein, sondern auch eine veränderte Nomenklatur und zeigt weitere Geräte mit OLED-Display. Als Nachfolger für die bisherige Swift-3-Serie kommt das Swift Go in zwei Größen mit 14- und 16-Zoll-OLED-Display, beide mit 16:10-Seitenverhältnis. Zudem schaffen die Displays eine maximale Helligkeit von bis zu 400 Nits und erfüllen damit die Anforderungen der VESA DisplayHDR True Black 500-Zertifizierung. Für eine naturgetreue Bilddarstellung soll eine DCI-P3-Farbabdeckung von 100 Prozent sorgen. Im 1,3 kg leichten Swift Go 14 verwendet der Hersteller ein 14-Zoll-Panel mit einer Auflösung von 2.880 x 1.800 Pixel, das Display im größeren, und mit 1,6 kg etwas schwereren, Go 16 stellt sogar 3.200 x 2.000 Bildpunkte dar. Beim Prozessor für das Go 14 lässt Acer die Wahl zwischen Intel Core-H-Prozessoren der 13. Generation (Raptor Lake) und AMDs Ryzen-7040-CPUs (Phoenix), das Go 16 kommt nur mit Intel-Prozessor. Für die Grafik sorgt in den Intel-Notebooks die im Prozessor integrierte Xe-GPU, bei den AMD-Modellen die ebenfalls in der CPU eingebaute RDNA3-Grafik. Die Intel-Modelle sind Evo-zertifiziert und mit einer zusätzlichen Intel-Movidius-VPU ausgerüstet, die mit KI-Hilfe die Qualität von Videokonferenzen verbessert, ohne dabei die CPU zu belasten. In den AMD-Varianten ist für diese Aufgabe mit Ryzen AI ein eigener Co-Prozessor zuständig, der bereits in der Phoenix-CPU integriert ist. Einen Unterschied gibt es bei der maximalen Bildwiederholfrequenz der OLED-Panels mit bis zu 120 Hz bei Intel- und maximal 90 Hz bei AMD-Geräten. Zudem ist die Intel-Variante mit zwei Thunderbolt-4-Ports ausgerüstet.

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Etwas dicker als das 14,9 mm dünne Swift Go 14 ist das ausschließlich mit Raptor-Lake-H bestückte Swift X. Die Bauhöhe von 17,9 mm ist hier notwendig, um eine zusätzliche Nvidia-GPU und einen größeren Akku unterzubringen. Maximal ist dabei die schnelle Geforce RTX 4050 verfügbar. Das Notebook ist Nvidia-Studio-validiert und kommt mit entsprechenden Treibern für professionelle Anwendungen. Ansonsten entspricht die Ausstattung des 1,6 kg schweren Swift X dem Go-Modell mit Intel-CPU.

Das Leichtgewicht unter den neuen Swift-Modellen ist das Swift 14 mit 1,2 kg Gewicht. Die Hardware sitzt hier in einem CNC-gefrästen Unibody-Aluminium-Gehäuse mit diamantgeschliffenen Kanten. Als CPU dient ebenfalls Intels Raptor Lake H. Für das 14-Zoll-Display verwendet Acer hier IPS-Panels mit Toucherkennung, die durch antimikrobielles Corning-Gorilla-Glas geschützt werden. Zur Wahl stehen die WUXGA-Auflösung mit 1.920 x 1.200 Pixel oder die WQXGA-Auflösung mit 2.560 x 1.600 Bildpunkten. In der ebenso wie bei den anderen Swift-Modellen hintergrundbeleuchteten Tastatur dient der Power-Button gleichzeitig als Fingerprint-Leser für eine schnelle Windows-Hello-Anmeldung. Alle Swift Modelle verfügen über eine 1440p-QHD-Kamera für Videokonferenzen und ein Touchpad aus Ocean Glass. Die Oberfläche besteht aus einem Kunststoff mit glasähnlicher Haptik, der aus Plastikabfällen hergestellt wird, die aus dem Meer gefischt werden.

Das Swift Go 14 mit Intel-CPU soll im Februar auf den Markt kommen und ab 1.099 Euro (UVP) kosten, die AMD-Version folgt im Juni mit einem Startpreis von 999 Euro (UVP). Einen Preis für das ab März verfügbare Swift Go 16 nennt Acer nicht. Das ab April lieferbare Swift X 14 mit Nvidia-Grafik soll ab 1.499 Euro kosten. Für das besonders leichte Swift 14 nennt der Hersteller bislang weder Preis noch Verfügbarkeit.

Acer Aspire 5 mit neuem Design

Die Aspire-Notebooks sind als Allrounder mit einer Fülle an Ausstattungsvarianten die Volumenmodelle in Acers Notebook-Portfolio. Mit der 2023er-Generation führt der Hersteller eine kantigere Formensprache ein und aktualisiert natürlich auch die Hardware. Zu den neuen Geräten zählt das mit 14- 15,6- oder 17,3-Zoll-Display ausgestattete Aspire 5 mit Intel-Core-Prozessor der 13. Generation. Bei der CPU reicht die Spannbreite von Core i3 bis hin zu Core i7, die Displays werden mit Full-HD- oder QHD-Auflösung angeboten. Ist eine höhere Grafikleistung als die der integrierten Intel-GPU gefragt, können zusätzliche GPUs bis hin zur Nvidia Geforce RTX 2050 mit 4 GB Grafikspeicher ergänzt werden. Im Laufe des Jahres sollen noch Geräte mit AMD-Ryzen-7000-Prozessor folgen. Das Aspire 5 soll ab 899 Euro kosten und soll in den kommenden Monaten verfügbar sein

Für Gamer: Nitro und Predator Helios

Gaming-Rechner sind ein wichtiges Standbein für Acer. Daher hebt der Hersteller auf der Messe in Las Vegas den Vorhang für die neue Generation der Gaming-Notebook-Serien Nitro und Predator Helios. Beim Nitro löst ein 16-Zoll-Gerät das bisherige 15,6-Zoll-Modell ab. Es bietet eine 5 Prozent größere Bildschirmfläche als sein Vorgänger und verfügt über ein 16-Zoll-WUXGA- oder WQXGA-Display im 16:10-Format mit einer Bildwiederholfrequenz von bis zu 165 Hz. Dabei ist das Gerät durch einen dünneren Displayrahmen nicht breiter, sondern nur etwas tiefer als der Vorläufer. Das Nitro 17 bleibt mit einem 17,3-Zoll-Panel mit Full-HD- oder QHD-Auflösung beim gewohnten 16:9-Format. Die maximale Bildwiederholfrequenz beträgt hier 144 oder 165 Hz. Beide Notebooks nutzen entweder einen Intel Raptor Lake HX oder einen nicht näher bezeichneten AMD Ryzen 7000 als Prozessor. Die GPU stammt bei beiden CPU-Varianten von Nvidia: Auf dem Mainboard sitzt ein RTX-4000-Chip. Für eine gute Kühlung sorgen zwei Lüfter und eine Flüssigmetall-Wärmepaste. Die Notebooks können mit bis zu 32 GB DDR5-SDRAM und einer bis zu zwei TB großen PCIe-Gen4-SSD bestückt werden. Das Keyboard verfügt über eine 4-Zonen-RGB-Hintergrundbeleuchtung. Zudem bieten die Notebooks eine Fülle an Anschlüssen mit an der Rückseite positionierten Display-Ausgängen sowie aktuellen Killer-LAN und WLAN-Chips.

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Über den Nitro-Modellen sind die Predator-Helios-Notebooks 16 und 18 angesiedelt. Bei ihnen sitzen auf dem Mainboard Intel-Core-i9- oder Core-i7-Prozessoren aus der Raptor-Lake-HX-Familie, kombiniert mit Nvidias Geforce-GPUs bis hinauf zur RTX 4080. Für die Kühlung sorgen hier Vektor-Heatpipes in Form von Rechtecken sowie speziell entwickelte AeroBlade-3D-Lüfter mit extrem dünnen Metallblättern und ebenfalls Flüssigmetall-Wärmeleitpaste zur besseren Wärmeübertragung.

Zu den Display-Optionen zählen neben herkömmlichen 165-Hz- oder 240-Hz-IPS-Panels mit WQXGA-Auflösung beim Helios 16 und WUXGA- oder WQXGA-Auflösung beim Helios 18 auch IPS-Panels mit Mini-LED-Backlight. Die von AUO hergestellten Displays schaffen eine Spitzenhelligkeit von 1.000 Nits und 1.000 Dimm-Zonen. Die Bildwiederholrate beträgt sogar 250 Hz.

Das Keyboard mit 1,8 mm Tastenhub und Anti-Ghosting N-Key Rollover nutzt ebenfalls Mini-LEDs für die RGB-Beleuchtung. Für die Netzwerkanbindung sind ein Killer E2600 Ethernet Controller und Wi-Fi-6E-Chip AX1675 von Intel zuständig.

Die Nitro-Notebooks 16 und 17 sollen im Mai auf den Markt kommen und ab 1.499 Euro (UVP) beziehungsweise 1.599 Euro (UVP) kosten. Das Predator Helios 16 soll bereits im Februar mit einem Preis ab 2.399 Euro (UVP) starten, das Predator 18 folgt einen Monat später und soll ab 2.499 Euro (UVP) kosten.

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