Partnerverse Splunk bringt Partner in die Cloud

Von Dr. Stefan Riedl

Das Entropie-Prinzip gilt auch für IT-Umgebungen. Das heißt, tendenziell steigt die ­Unordnung, wenn immer weiter daran ­gewerkelt wird. Splunk räumt in diesem ­Umfeld auf und hat auch wegen der wachsenden Bedeutung der Cloud mit „Partnerverse“ ein neues Partner-Universum in der Mache.

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Splunk hat sich auf die Fahnen geschrieben, Ordnung in die Daten zu bekommen.
Splunk hat sich auf die Fahnen geschrieben, Ordnung in die Daten zu bekommen.
(Bild: Maxim_Kazmin - stock.adobe.com)

Splunk bietet eine Plattform, die Daten aus beliebigen Quellen für die User zugänglich macht, indem Log-Dateien, Metriken und weitere Daten von Applikationen, Servern und Netzwerkgeräten durchsucht werden. Diese werden dann in einem durchsuchbaren Repository zusammengefasst. Auch in der Splunk-Welt spielt die Cloud als Teil hybrider IT-Umgebungen eine wachsende Rolle. Dieser Tatsache trägt das Unternehmen mit einem neuen Partnerprogramm Rechnung, das unter anderem Weiterbildungsprogramme und Zertifizierungen ­beinhaltet. Blanca Galletero ist „Group ­Vice President, Head of EMEA GTM, Alliances, Ecosystems and Channels“ bei Splunk und kennt die Details des neuen Programms „Partnerverse“.

Einfluss der Cloud steigt weiter

Blanca Galletero, Group Vice President, Head of EMEA GTM, Alliances, Ecosystems and Channels, Splunk
Blanca Galletero, Group Vice President, Head of EMEA GTM, Alliances, Ecosystems and Channels, Splunk
(Bild: Splunk)

Eine wichtige Rolle spielen dabei Zusatzangebote von Cloud-Anbietern wie Amazon Web Services (AWS) und Google Cloud sowie die Zusammenarbeit mit Partnern wie SAP und Intel. Wenngleich viele Details erst Anfang kommenden Jahres veröffentlicht werden, wie beispielsweise Angaben zur den Partner-Vergütungen im Cloud-Umfeld, verrät Galletero: „Was wir aber jetzt schon sagen können, ist, dass es ein neues Badging-System geben wird, das die Fähigkeiten der Partner und ihre bisherigen Erfolge in mehreren Kategorien anzeigt. Dadurch wird es für unsere Kunden einfacher, den besten Partner für ihre individuellen Bedürfnisse zu finden. Aktive Partner können bereits jetzt an Schulungen teilnehmen und sich erste Qualifikationen für die Badges Authorized Learning Partner, Cloud Migration und Zero Trust verdienen.“ Ab Februar 2022 soll das Programm allgemein verfügbar sein und für Vertriebspartner, Systemintegratoren, Serviceanbieter, Erstausrüster, Technologiepartner und Vertragshändler einen neuen Rahmen bilden.

Knowhow für Partner

Darüber hinaus arbeite man bei Splunk an einigen Grundlagen-Badges zum Beispiel Observability, Security, Managed Service und System Integration. Ab dem nächsten Jahr wird einen Katalog aufgesetzt, der sich auf Partnerlösungen für neue und bestehende Kunden konzentriert. Neben Marketingunterstützung in Hinblick auf die Partnerlösungen, will Splunk erweiterte Marketing-Tools, Ressourcen und Werbekostenzuschüsse, sowie eine integrierte Self-Service-Partnerumgebung aufsetzen. Zudem wird es ein neues Partner-Kommunikationstool geben. Darüber hinaus wird eine organisatorische Klammer für Schulungsprogramme inklusive ein „Train the Trainer“-Programm aufgesetzt.

Schulungsinitiative

Bereits gelauncht wurde ein „Authorised-Learning-Partners-Programm“, das kurz „ALPs“ genannt wird und im Rahmen dessen Schulungen für Anwender und Partner angeboten werden. Über ALPs werden ­Splunk-Schulungen angeboten. Dieses „ALPs“-Programm ist nur auf Einladung zugänglich und die Trainer durchlaufen daraufhin ein Splunk-Trainer-Zertifizierungsprogramm. Inhaltlich umfasst es ­Adoption Services, Managed Services, Splunk-Projektentwicklung sowie Themen aus dem Bereich der Security und IT&Ops.

Die Dynamik der Digitalisierung

Die vergangenen 18 Monaten seien mit einer ganz besonderen Dynamik einher gegangen, blickt die Splunk-Managerin zurück. „Im Falle der Remote-Arbeit wurden Lösungen, deren Implementierung früher Jahre gedauert hätte, in nur wenigen Tagen eingeführt. Allein innerhalb der Fortune-500-Unternehmen gäbe es einen geschätzten Wert von einer Milliarde US-Dollar, den Kunden durch die Nutzung der Cloud realisieren können – und Partner können Kunden dabei helfen, diesen Wert zu nutzen“, sagt Galletero.

Hilfe über die Splunk-Community

Weltweit arbeiten rund 2.000 Partner mit Splunk-Technologien und bieten Dienstleistungen auf dieser Basis an. Zunehmend von Bedeutung werde dabei die Online Community von Splunk, die 230.000 Mitglieder umfasst. Die Community-Seiten im Netz verzeichnen laut der Splunk-Managerin inzwischen mehr als zwei Millionen monatliche Seitenaufrufe. Auch über diese Gemeinschaft werden Kunden in allen Phasen ihrer Splunk-Projekte unterstützt.

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