Mit Windows Virtual Desktop Deployment können Windows-Desktops auch in Microsoft Azure bereitgestellt werden. Anwender können anschließend mit dem RDP-Client auf den Desktop zugreifen und mit dem System arbeiten. Eigene Server im Netzwerk sind in diesem Fall nicht notwendig.
Über „Windows Virtual Desktop“ können Windows-Desktops auch in Microsoft Azure bereitgestellt werden. Wir zeigen, wie das geht.
Um Windows 10-Desktops in MicrosoftAzure bereitzustellen, wird der Dienst Windows Virtual Desktop genutzt. Über diesen Dienst können Unternehmen Windows 10 inklusive Anwendungen als Dienst in Azure buchen. Windows Virtual Desktop kann auch in einer Testversion eingerichtet werden.
Was ist Windows Virtual Desktop überhaupt?
Einfach ausgedrückt handelt es sich bei Windows Virtual Desktop um die nächste Generation der Terminaldienste/Remotedesktopdienste, die in der Cloud zur Verfügung gestellt werden. Im Netzwerk sind keinerlei Server, Gateways oder sonstige Installationen notwendig.
Windows Virtual Desktop ermöglicht es, virtualisierte Windows-Desktops und Anwendungen auf Azure zu verteilen und zu skalieren. Die Bereitstellung ist in wenigen Minuten abgeschlossen. Über Windows Virtual Desktop lassen sich auch Anwendungen zur Verfügung stellen. Unternehmen, die noch auf Windows 7 setzen, können ebenfalls eigene Images einbinden. Denn der erweiterte Support für Windows 7, über den Windows 7 noch bis zu drei Jahre mit Updates versorgt wird, ist ebenfalls Bestandteil von Windows Virtual Desktop ist.
Windows Virtual Desktop unterstützt Azure Active Directory zur Authentifizierung. Es lassen sich aber auch selbstbetriebene Domänencontroller oder im lokalen Rechenzentrum und per VPN angebundene Domänencontroller in Azure nutzen. Natürlich arbeitet Windows Virtual Desktop auch mit der Synchronisierung von Benutzerkonten aus Active Directory zu Azure Active Directory.
Daher lässt sich in diesem Zusammenhang auch Multifaktor-Authentifizierung (MFA) nutzen. Zusammen mit den Directory Federation Services (ADFS) lassen sich zudem Single-Sign-On-Szenarien (SSO) aufbauen und Pool-VMs lassen sich mit System Center oder Intune verwalten.
Mit Windows Virtual Desktop lassen sich aber auch andere Cloud-Dienste von Microsoft anbinden und gemeinsame lizenzieren, zum Beispiel Microsoft 365 E3. Die Einrichtung erfolgt im Azure-Portal, natürlich mit Administratorrechten.
Windows Virtual Desktop einrichten
Die Einrichtung von Windows Virtual Desktop erfolgt direkt im Azure-Portal oder mit der PowerShell. Hier steht für den Dienst ein eigener Bereich zur Verfügung. Mit „Create a host pool“ lassen sich neue VMs für Windows Virtual Desktop erstellen. Die weiteren Schritte lassen sich über das Dashboard im Portal vornehmen.
Um die Einrichtung mit der PowerShell vorzunehmen, muss die Ausführungsrichtlinie auf dem Server auf „Unrestricted“ gesetzt werden. Danach wird das Modul für Windows Virtual Desktop benötigt. Die Installation und Einrichtung erfolgt mit den folgenden Cmdlets:
Set-executionpolicy -executionpolicy unrestricted Install-Module -Name Microsoft.RDInfra.RDPowerShell -Force Import-Module -Name Microsoft.RDInfra.RDPowerShell Install-Module -Name Az -AllowClobber -Force Import-Module -Name Az -AllowClobber
Mit „New-RdsTenant“ kann eine neue Umgebung erstellt werden. Dazu wird der Name der Umgebung eingegeben, zusammen mit der Azure AD-ID und der Abonnement-ID:
Die vollständige Einrichtung findet nach der primären Konfiguration im Azure-Portal statt. Die notwendigen Informationen zur Einrichtung sind auf der Seite „Dokumentation zu Windows Virtual Desktop“ https://docs.microsoft.com/de-de/azure/virtual-desktop/ zu finden. Microsoft stellt darüber hinaus zwei Online-Videos zur Verfügung, die bei der Einrichtung helfen:
Windows Virtual Desktop how-to | Step 1: Prepare https://www.youtube.com/watch?v=yAKmuZpwVyg Windows Virtual Desktop how-to | Step 2: Deploy https://www.youtube.com/watch?v=Xhu7CltjS8w
Windows Virtual Desktop mit Azure Active Directory verbinden
Damit Windows Virtual Desktop zusammen mit Azure Active Directory eingerichtet werden kann, müssen die beiden Dienste miteinander verbunden werden. Zunächst werden dazu die Eigenschaften von Azure Active Directory über das entsprechende Abonnement aufgerufen. Hier spielt die Verzeichnis-ID eine wichtige Rolle, die über das Fenster auch in die Zwischenablage kopiert werden kann.
Danach wird die Windows Virtual Desktop Consent Page für die Verbindung von Windows Virtual Desktop mit Azure Active Directory aufgerufen. Die URL für die Seite lautet https.//rdweb.wvd.microsoft.com. Hier tragen Sie die ID bei „Consent Option“ für „Server App“ ein und klicken auf „Submit“.
Stand: 08.12.2025
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Bei „Unternehmensanwendungen“ sind in Azure Active Directory die Anwendungen zu sehen, die Zugriff auf den Verzeichnisdienst nehmen dürfen. Hier taucht auch Windows Virtual Desktop auf. Durch einen Klick auf „Windows Virtual Desktop“ werden die Einstellungen für den Zugriff angezeigt. Hier lassen sich auch Anpassungen vornehmen. Auch die Subscription-ID (Abonnement-ID) des Azure-Abonnements wird später noch benötigt. Die ID finden Sie am schnellsten, in dem Sie nach „Abonnement“ im Suchfeld des Azure-Portals suchen.