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Erfreut über das Wachstum in der IT-Security zeigt sich Ralf Wüstling, Senior Presales Consultant bei Symantec. Es tummeln sich viele neue Themen auf dem Markt, wie beispielsweise das Signaturen-Problem. Bis Ende 2007 waren 1,1 Millionen Signaturen bekannt. Zwei Drittel davon sind alleine 2007 entstanden. »Wenn das so weiter geht, ist das Signatur-Scanning bald am Ende. Deshalb müssen wir auf Behaviour-Control hinarbeiten«, so Wüstling.
Mobilität als Herausforderung
Eine weitere Herausforderung ist die Mobilität der Arbeitsplätze. UMTS-Karten sind fast schon Usus. Statt wie früher einen zentralen, internen Perimeter einzusetzen, ist heute die Firewall der Endpunkt. Mit diesen ständigen Veränderungen muss der Fachhandel Schritt halten. »Der Channel gibt selten eine umfassende Beratung, meist entstehen nur Insel-Lösungen«, meint Wölpert. Mittlerweile ginge es darum, die Unternehmen mit einem kompletten Security-Management auszustatten.
Netzwerkstruktur – das A & O
Karpinski stimmt seinem Kollegen zu: »Oft kennen sich die Reseller nicht ausreichend mit der Netzwerkstruktur ihrer Kunden aus. Wir empfehlen deshalb, zuerst Monitoring-Tools einzusetzen.« Existiert ein Bild der Infrastruktur, können strategische Entscheidungen getroffen werden.
Nicola Scheibe weist zudem auf die Bedeutung der unternehmensinternen Policies hin: »Wenn die Regelungen allerdings nicht auch in der Unternehmenskultur gelebt werden, dann funktioniert die beste Sicherheitslösung nicht.« Es sei ein weites Feld, bei dem die Händler die Chance hätten, ihre Kunden ganzheitlich zu beraten. »Vielmals bleibt es jedoch dabei, dass der Händler Aktionsware verkauft«, kritisiert Scheibe die Praktiken. Oft würde auch nicht der Wert gesehen, den Kunden langfristig zu betreuen. Bei 50 Euro für eine Lizenz-Erneuerung greife kaum ein Händler zum Telefon.
Angebot zu groß
»Ich frage mich, wie der Fachhandel die gesamte Produktpalette überhaupt stemmen soll«, wirft Isabell Unseld, PR-Manager CEWE bei McAfee ein. »Wir haben quasi für alles eine eigene Sicherheitslösung.«
Stefan Rabben schlägt deshalb vor, erst einmal eine Information-Risk-Analyse des Kundennetzwerks zu machen: »Ist der Bedarf identifiziert, gehen wir mit unseren Partnern vor Ort. Natürlich hoffen wir, dass er irgendwann keine Unterstützung in dieser Hinsicht mehr braucht.«
»Kleineren Systemhäusern, die ihre Kunden vom Drucker bis zum Netzwerk ganzheitlich bedienen, kann man die Abdeckung des kompletten Sicherheitsangebots nicht auch noch zumuten«, meint Schillings. »Hier sind Hersteller und Distributor gefordert, um unterstützend tätig zu sein und den Händler in die Lage zu versetzen, ganzheitliche Security-Anforderung zu erfüllen.« Gleichzeitig müsse man klar stellen, dass der Händler mehr leistet, als nur Kisten zu schieben, fordert Rabben. »Trotz der zunehmenden Automatisierung wie Update-Leistungen des Herstellers, bringt der Fachhändler den Value-Add.«
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