Unternehmen wagen sich vermehrt ins Metaverse, um dort zu wachsen, ignorieren jedoch häufig die Sicherheit. Das zeigt eine globale Cyber-Studie vom Exposure-Management-Unternehmen Tenable. Welche bekannten und unbekannten Risiken spielen eine Rolle?
Unternehmen haben damit begonnen, das Metaverse zu erforschen. Tenable hat untersucht, wie sie Chancen und Herausforderungen angehen und bietet Einblicke in Risiken und Vorteile.
(Bild: puwanai8039 - stock.adobe.com)
Cyber-Security ist die wichtigste Überlegung, wenn Unternehmen ins Metaverse investieren wollen. Das geht aus den Studienergebnissen von Tenable hervor. Demnach stehen Sicherheitsbedenken sogar vor makroökonomischen Bedenken. Die Relevanz von Cybersicherheit in der digitalen Wirtschaft ist angekommen, Unternehmen sind bereit, zu investieren.
Metaverse bietet Unternehmen neue Möglichkeiten, auch wenn es noch in den Kinderschuhen steckt. Tatsächlich haben sich 23 Prozent schon in die außergewöhnliche Sphäre vorgewagt. 58 Prozent planen, im nächsten Jahr dort Geschäfte zu tätigen. Dabei ist aber weniger als die Hälfte sehr zuversichtlich, Bedrohungen in der neuen Umgebung eindämmen zu können.
„Wie bei jeder neuen Geschäftsmöglichkeit sind die Anbieter zugleich mit Vorteilen und Risiken konfrontiert“, berichtet Bob Huber, Chief Security Officer und Head of Research bei Tenable. Neue und alte Risiken birgt das Metaverse für die Cyber-Security. Für die Befragten sind folgende Bedrohungen entweder „etwas“ oder „sehr“ wahrscheinlich:
Herkömmliche Phishing-, Malware- und Ransomware-Angriffe (81 Prozent)
kompromittierte Maschinenidentitäten und API-Transaktionen (84 Prozent)
Klonen von Stimmen- und Gesichtsmerkmalen und Hijacking von Videoaufnahmen mit Hilfe von Avataren (79 Prozent)
Abhören durch unsichtbare Avatare oder „Man-in-the-room“-Attacken (78 Prozent)
„Das Fundament des Programms für Cyber-Security muss deshalb solide sein, bevor man einen großen Sprung in weitgehend unbekanntes Terrain macht und die Angriffsflächen drastisch erweitert. Vorausschauende Unternehmen, die sich die Zeit nehmen und in das Sicherheitspersonal sowie in die Sicherheit und Integrität der Infrastruktur investieren, werden mit größerer Wahrscheinlichkeit im Metaverse oder bei jeder anderen Technologieinvestition erfolgreich sein“, erklärt Huber.
Weitere Ergebnisse der Cyber-Studie
Des Weiteren nennen die befragten Unternehmen bei den Bedrohungen mögliche Sicherheitseinbrüche und Identitätsdiebstahl (34 %), fehlende, klare Prozesses für den privaten Datenschutz (33 %) und den Mangel an erfahrenen Sicherheitsexperten für das Metaversum (32 %).
Weitere wichtige Ergebnisse des Berichts sind:
87 Prozent der Befragten sind für eine Regulierung des Metaverse.
Neun von zehn Befragten stimmen zu, dass Unternehmen einen angemessenen Rahmen für die Cyber-Security entwickeln müssen, bevor sie Dienstleistungen in einer solchen virtuellen Umgebung anbieten.
Mehr als die Hälfte gibt an, dass das Unternehmen in Cyber-Security-Schulungen für Mitarbeiter investieren sollten UI/UX-Design, 3D-Modellierung, Blockchain- und Spiele-Entwicklung, Cyber-Security und Software-Entwicklung werden als wichtige Entwicklungsbereiche und erforderliche Fähigkeiten für das Metaverse genannt.
Zur Studie
Für die Studie „Measure Twice, Cut Once: Meta-curious Organizations Relay Security Concerns Even as They Plunge Into Virtual Worlds“ wurden 1.500 IT-, Cyber-Security- und DevOps-Experten befragt. Die Umfrage analysiert, wie Unternehmen die Chancen und Herausforderungen angehen, die mit dem Aufbau, der Sicherung und der Teilnahme innerhalb des Metaverse verbunden sind. Außerdem bietet sie Einblicke in die Risiken und Vorteile von Investitionen in diese neue Technologie.
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