Cyberangriffe auf Browser Cybersecurity: Wenn die Gefahr im Browser lauert

Von Agnes Panjas 2 min Lesedauer

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Ein Klick – und schon sind sie drin. Das Browser-Einfallstor steht sperrangelweit offen und Cyberkriminelle nutzen es weidlich aus. Das zeigt eine neue Studie von Omdia. Kein Wunder, dass Browser-Sicherheit jetzt ganz oben auf der Investitionsliste steht.

Browserbasierte Angriffe entwickeln sich zur wachsenden Bedrohung: Laut einer aktuellen Omdia-Studie verzeichnen zwei Drittel der Unternehmen einen Anstieg dieser Angriffe.(Bild:  Canva / KI-generiert)
Browserbasierte Angriffe entwickeln sich zur wachsenden Bedrohung: Laut einer aktuellen Omdia-Studie verzeichnen zwei Drittel der Unternehmen einen Anstieg dieser Angriffe.
(Bild: Canva / KI-generiert)

Elena Koryakina, Chief Product and Technology Officer bei Parallels(Bild:  Parallels International GmbH)
Elena Koryakina, Chief Product and Technology Officer bei Parallels
(Bild: Parallels International GmbH)

„Der Browser ist praktisch zum Eingangstor für Unternehmensanwendungen und -daten geworden“, warnt Elena Koryakina, Chief Product and Technology Officer bei Parallels. Dass diese Gefahr real ist, belegt eine aktuelle Omdia-Studie, die in Zusammenarbeit mit Parallels erstellt wurde. Das Ergebnis: Browser-Sicherheit avanciert bei vielen befragten Unternehmen zur Top-Investitionspriorität – getrieben durch die steigende Zahl browserbasierter Angriffe.

Zur Methodik der Studie

Die Omdia-Studie wurde im Dezember 2025 und Januar 2026 durchgeführt. Dabei wurden 400 IT- und Cybersicherheitsexperten in nordamerikanischen Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern befragt. Hier geht es zur Studie.

Mehr Angriffe, größere Angriffsfläche

Mehr als zwei von drei (68 %) Unternehmen berichten von einer Zunahme browserbasierter Angriffe in den letzten zwei Jahren. Außerdem gibt mehr als die Hälfte (55 %) an, in den letzten 12 Monaten einen browserbezogenen Angriff oder Sicherheitsvorfall erlebt zu haben. Gleichzeitig ist der Browser zur primären Schnittstelle für viele Unternehmensanwendungen geworden, wobei 32 Prozent der Nutzer von nicht verwalteten Geräten aus auf Unternehmensanwendungen zugreifen. Dies vergrößert die potenzielle Angriffsfläche für Unternehmen.

Browsersicherheit als Sicherheitspriorität

In der Studie geben 85 Prozent der befragten Unternehmen an, ihre Investitionen in Browser-Sicherheitslösungen zu erhöhen, wobei mehr als ein Drittel (36 %) von einem deutlichen Anstieg berichtet. Fast zwei von drei (62 %) Befragten stufen Browser-Sicherheit somit als eine der fünf wichtigsten Sicherheitsprioritäten ein, selbst angesichts konkurrierender Herausforderungen durch KI, Cloud-Expansion, Risiken in der Lieferkette und Insider-Bedrohungen.

Unternehmen erkennen, dass herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen allein nicht mehr ausreichen, und investieren in Lösungen, die Web-Aktivitäten sichern, sensible Informationen schützen und sich nahtlos in ihre bestehende Sicherheitsarchitektur integrieren lassen.

Elena Koryakina, Chief Product and Technology Officer bei Parallels

Markus Lang, Channel Director DACH bei Parallels(Bild:  Parallels International GmbH)
Markus Lang, Channel Director DACH bei Parallels
(Bild: Parallels International GmbH)

Markus Lang, Channel Director DACH bei Parallels, bemerkt, „dass der Browser zunehmend klassische Arbeitsplätze ersetzt und damit zum sicherheitskritischen Dreh- und Angelpunkt wird.“ Lang sieht für Unternehmen daher den Bedarf für „Lösungen, die Gefahren nicht erst erkennen, sondern sie konsequent verhindern – direkt am Zugangspunkt.“

Browser Isolation als Antwort auf Browser-Bedrohungen

Sogenannte „Sandbox-Browser-Container“ können direkt in die Sicherheitsinfrastruktur integriert werden. Die Isolierung der Web-Sitzungen soll Bedrohungen durch Phishing und Malware minimieren, ohne den Benutzerzugriff zu beeinträchtigen.(Bild:  Canva / KI-generiert)
Sogenannte „Sandbox-Browser-Container“ können direkt in die Sicherheitsinfrastruktur integriert werden. Die Isolierung der Web-Sitzungen soll Bedrohungen durch Phishing und Malware minimieren, ohne den Benutzerzugriff zu beeinträchtigen.
(Bild: Canva / KI-generiert)

Als passender Schutz wird Browser Isolation angesehen. Das ist eine Vorgehensweise, die Unternehmen dabei helfen soll, den Zugriff auf SaaS-Anwendungen zu sichern, indem Browser-Sitzungen in isolierten Umgebungen ausgeführt werden. Mit der Einführung einer entsprechenden Lösung können Nutzer dann sogenannte „Sandbox-Browser-Container“ einführen. Bei dieser Sicherheitstechnologie werden Webbrowser in isolierten, virtuellen Containern ausgeführt – ähnlich wie in einem abgeschotteten „Sandkasten“. Durch die Isolierung von Web-Sitzungen und die Anwendung zentralisierter Richtlinienkontrollen können Unternehmen das Risiko von Phishing, Malware und anderen webbasierten Bedrohungen verringern und gleichzeitig einen nahtlosen Benutzerzugriff gewährleisten.

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