Der Weg zur europäischen Plattform SEPPmail übernimmt CyberPilot für Human Risk Prevention

Von Natalie Forell 3 min Lesedauer

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SEPPmail übernimmt CyberPilot aus Dänemark und baut damit das europäische E-Mail-Security-Angebot aus. Die Awareness-Trainings und Phishing-Simulationen von CyberPilot sollen ab Ende 2026 im deutschsprachigen Channel verfügbar sein.

SEPPmail übernimmt CyberPilot; (v. l.) Anders Winther, Fredrik Nielsen und Rasmus  Vinge (alle CyberPilot)(Bild:  SEPPmail)
SEPPmail übernimmt CyberPilot; (v. l.) Anders Winther, Fredrik Nielsen und Rasmus Vinge (alle CyberPilot)
(Bild: SEPPmail)

SEPPmail hat den dänischen Anbieter CyberPilot übernommen. Mit dieser Übernahme adressiert SEPPmail erstmals selbst den Human-Risk-Bereich und erweitert das Portfolio damit über reine technische Absicherung hinaus. Die Vertragsunterzeichnung und die Übernahme sind bereits abgeschlossen, über den Kaufpreis haben die Unternehmen nach eigenen Angaben Stillschweigen vereinbart.

Für die Bestandskunden beider Unternehmen soll sich zunächst nichts ändern, sowohl die Verträge als auch Ansprechpartner und Support bleiben bestehen. Außerdem wird CyberPilot als eigenständige Organisation innerhalb der SEPPmail-Gruppe bestehen bleiben und die Geschäftsführung wird Teil des Management Boards. Auch am Channel-Vertrieb wird sich nichts ändern. SEPPmail wird weiterhin ausschließlich über den Channel verkaufen, das gilt auch für die Lösungen von CyberPilot.

Was hat SEPPmail bisher angeboten?

Marcus Zeidler, CEO bei SEPPmail(Bild:  SEPPmail)
Marcus Zeidler, CEO bei SEPPmail
(Bild: SEPPmail)

Bisher sorgten die Lösungen von SEPPmail für eine sichere und automatisierte E-Mail-Kommunikation. Verschlüsselung und digitale Signatur belegen dabei nicht nur die Echtheit einer Nachricht, sondern schützen ihren Inhalt auch auf dem gesamten Transportweg, selbst dann, wenn der Empfänger keine eigene Verschlüsselungslösung im Einsatz hat. Auch große Dateianhänge lassen sich auf diesem Weg sicher verschicken, ohne dass Mitarbeitende auf unkontrollierte Cloud-Speicher ausweichen müssen. „Technisch sichern wir die E-Mail-Kommunikation unserer Kunden seit Jahren zuverlässig ab. Ein Faktor, der dennoch bleibt, ist der Mensch“, erklärt Marcus Zeidler, Chief Executive Officer (CEO) bei SEPPmail.

Trainings statt Technik

Mit Security-Awareness-Trainings und Phishing-Simulationen konzentriert sich CyberPilot auf den menschlichen Teil von IT-Sicherheit. Die Lösungen verfolgen einen didaktischen statt rein technischen Ansatz, um messbaren Lernerfolg bei Mitarbeitern zu erreichen. Dabei legt CyberPilot besonderen Wert auf einen geringen Betriebsaufwand, die Lösung lässt sich mit wenig Aufwand administrieren. Deshalb sei sie auch auf die Anforderungen des Mittelstands zugeschnitten.

Data Sovereignty ist zur Anforderung geworden

Die Übernahme ist Teil einer gezielten Plattformstrategie, bei welcher CyberPilot nur der erste Schritt sein soll. Das bestehende Portfolio von SEPPmail soll zu einer durchgängig europäischen Plattform für E-Mail-Sicherheit zusammengeführt werden. Neue Übernahmen fügen dieser Plattform dann weitere Disziplinen hinzu. „Dass wir für die Absicherung dieses Human Risks bewusst einen europäischen Anbieter gewählt haben, ist kein Zufall. Wir erleben im Markt eine wachsende Unsicherheit gegenüber internationalen Anbietern außerhalb Europas, und zwar quer durch alle Branchen“, betont Zeidler. Er führt weiter aus, dass besonders Data Sovereignty zu einer Anforderung an die Lieferkette geworden sei. Auch Rasmus Vinge, CEO und Mitgründer von CyberPilot begrüßt den europäischen Ansatz: „Überzeugt hat uns die Perspektive: eine europäische Plattform für E-Mail-Security, in der unser Training ein tragender Baustein wird, in Kombination mit zwei starken Partnern – SEPPmail und LEA Partners.“

Was für den Channel als nächstes kommt

Der Rollout der CyberPilot-Lösungen für Partner und Distribution ist für Ende 2026 geplant. Bis dahin wollen die Unternehmen noch gemeinsam Lokalisierung, Packaging und Funktionsumfang auf den DACH-Markt anpassen. Auch weitere Vertriebs- und Supportkompetenzen sollen noch ausgebaut werden. Technisch ist als nächster Schritt eine zentrale Administrationskonsole geplant, die alle Bestandteile der Plattform vereint. „Wer in den kommenden Jahren auf uns schaut, wird ein Unternehmen sehen, das seinen Kunden nicht nur Technologie liefert, sondern Verlässlichkeit in einer Frage, die für Europa strategisch geworden ist“, verspricht Zeidler.

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