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Riskante Praktiken Schatten-IT: Herausforderung für IT-Leiter

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Ein Phänomen in vielen Unternehmen: Anwender nutzen trotz bereits zur Verfügung gestellter Dienste vermehrt Lösungen von Dritten. Cybersecurity-Hersteller Stormshield verweist auf die Gefahren einer solchen Schatten-IT und nennt Möglichkeiten, wie IT-Leiter dagegen vorgehen können.

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Schatten-IT ist ein Phänomen, das große Gefahren birgt.
Schatten-IT ist ein Phänomen, das große Gefahren birgt.
(Bild: © – frankie’s – Shutterstock)

In der Regel überprüfen und messen IT-Leiter jegliche Veränderung der Arbeitsprozesse und deren Auswirkungen auf die Unternehmensinfrastruktur. Trotz konstanter Überwachung haben sich in den letzten Jahren jedoch riskante Praktiken etabliert. Dazu gehört die Schatten-IT: Gemeint ist die parallele Nutzung von fremden – meistens in der Cloud angesiedelten – Anwendungen und Diensten und solchen, die durch die IT-Abteilung über SaaS-Plattformen bereitgestellt werden.

Den Cybersecurity-Experten zufolge ist es schwer, die Bedrohung, die von Schatten-IT ausgeht, genau zu ermitteln, da das Phänomen extrem verbreitet und oft genug das Ergebnis von dringend zu erfüllenden Bedürfnissen sei. Es führe aber dazu, dass ein Teil des IT-Bestandes des Unternehmens außerhalb der Kontrolle der IT-Abteilung liegt. Ob es sich nun um Datenverlust, Sicherheitslücken oder Anfälligkeit für Schadsoftware handelt, der teilweise Verlust der Kontrolle berge erhebliche Risiken: Die im Nachhinein als Bedrohung betrachteten IT-Unfälle seien im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent gestiegen. Der Austausch sensibler Daten über öffentliche Weblinks habe in zwei Jahren um 23 Prozent zugenommen. „Wenn Mitarbeiter die IT-Abteilung umgehen und unautorisierte Tools einsetzen, werden sie zu einem privilegierten und schutzlosen Ziel“, erklärt Franck Nielacny, CIO bei Stormshield, welcher zudem betont, dass das Phänomen besonders in der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle fruchtbaren Boden finde.