Datenschutz als Umsatzgarant

Sattes Zubrot für Systemhäuser dank DSGVO

| Autor: Sarah Gandorfer

Die DSGVO kann für IT-Dienstleister eine langfristige Einnahmequelle sein.
Die DSGVO kann für IT-Dienstleister eine langfristige Einnahmequelle sein. (Bild: Sir_Oliver - stock.adobe.com)

Eigentlich ist Datenschutz kein direktes Systemhaus-Thema sondern eher bei der Beratung angesiedelt. Der Vorteil eines IT-Dienstleisters ist jedoch, dass er seinen Kunden gleich bezüglich der technischen Infrastruktur helfen kann. Wie Johanns Systemhaus das Thema nutzt, um Umsatz generieren, erklärt der Geschäftsführer Edmund Johanns.

Die europäische Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO, naht mit Riesenschritten. Dennoch hat eine Großzahl der deutschen Unternehmen kaum oder gar nichts für die Umsetzung bis zum 25. Mai getan. Das belegen eine Vielzahl an Studien. Dass das Thema den Unternehmen auf den Nägeln brennt, zeigen die bis zu 50 Leads täglich, die seit Start der Google-Adword-Kampagne in Rheinland -Pfalz bei Johanns Systemhaus eingehen. Der IT-Dienstleister mit seinen 14 Mitarbeitern hat sich auf Datenschutz und Managed Services spezialisiert.

Edmund Johanns, Geschäftsführer bei Johanns Systemhaus
Edmund Johanns, Geschäftsführer bei Johanns Systemhaus (Bild: Johanns Systemhaus)

„Diesen Leads gilt es jetzt hinterher zu telefonieren“, erklärt Geschäftsführer Edmund Johanns. „Wobei solche Aufträge jetzt nicht mehr bis Mai vollständig umzusetzen sind. Der Nachfrage-Boom wird auch die nächsten Monate – vermutlich eher Jahre - weitergehen.“ Mit dieser Aussicht auf Einnahmen hat Johanns in zwei seiner Mitarbeiter investiert und diese rund um das Thema ausbilden sowie entsprechend zertifizieren lassen.

Sattes Zubrot

Denn gemäß der Datenschutzverordnung braucht es für Unternehmen ab zehn Mitarbeitern einen Datenschutzbeauftragten. Dieser kann intern ansässig sein. Das bedeutet, dass er für viel Geld ausgebildet werden muss und aufgrund des Sonderkündigungsschutzes fast unkündbar ist. Er kann auch über einen externen Dienstleister gegen eine monatliche Gebühr gebucht werden. „Letzteres bieten wir an und es ist für uns ein dauerhaftes, sattes Zubrot“, freut sich Johanns. „Zumal es derzeit gar nicht so viele Datenschutzexperten auf dem Markt gibt, wie es bräuchte.“

Auch wenn bei Unternehmen, die nun erst mit der Umsetzung des DSGVO beginnen, der Prozess nicht rechtzeitig abgeschlossen werden kann, sei es wichtig anzufangen, damit im Zweifelsfall etwas vorliegt, um zu zeigen, dass man auf dem Weg ist. Johanns empfiehlt dazu eine erste Verfahrensbeschreibung beispielsweise, wie mit Daten im Unternehmen umgegangen wird und wie diese gelöscht werden. „Hundertprozentig kann die DSGVO sowieso nicht umgesetzt werden, da derzeit 15 bis 20 Prozent der Auflagen technisch gar nicht umsetzbar sind“, kritisiert der Geschäftsführer.

Doch auch wenn die Firma einen internen Datenschutzbeauftragten hat, muss das Unternehmen erst einmal technisch fit für die Umsetzung des DSGVO gemacht werden. Denn es müssen Prozesse analysiert werden, wie mit personenbezogenen Daten umgegangen wird, dann werden Verfahrensverzeichnisse geschrieben und so weiter, bevor der interne Datenschutzbeauftragte das Ganze übernehmen und weiterführen kann. In solch einem Fall ist es für das Systemhaus ein IT-Projekt, welches Einnahmen beschert.

Zumal das Datenschutzthema, anders als beispielsweise Infrastruktur, eher eine Beratungsleistung ist und hier Tages- anstatt von Stundensätzen angesetzt werden. Erstere seien dem Kunden weitaus besser zu vermitteln, als über den Sinn einer jeden abgerechnete Stunde diskutieren zu müssen.

Kein Datenschutz beim eigenen Kunden

Da es das Johanns Systemhaus bereits einige Jahre gibt, hat der IT-Dienstleister natürlich rein technische Bestandskunden. Bei diesen darf er nicht als Datenschutzbeauftragter fungieren, da hier ein Interessenskonflikt vorliegt. Schließlich würde sich der beauftragte Dienstleister hier selbst prüfen und somit möglicherweise den Bock zum Gärtner machen.

Als Kooperationsmitglied bei iTeam hat Johanns hierfür eine Lösung gefunden: Er arbeitet mit mehreren ebenfalls als Datenschutzbeauftragte zertifizierte iTeam-Mitgliedern zusammen. Von diesen lässt Johanns seine Bestandskunden überprüfen, während er im Gegenzug deren Kunden datenschutztechnisch unter die Lupe nimmt.

Wobei auch hier die große Arbeit, sprich das Erstellen der Verfahrensverzeichnisse vom Systemhaus gemacht und mit dem Kunden abgerechnet wird. Die abschließende wiederkehrende Überprüfung und die rechtliche Haftung, übernimmt dabei der iTeam-Kollege beziehungsweise umgekehrt.

Über Johann Systemhaus

Johanns Systemhaus betreut einen Kundenstamm mit Unternehmen verschiedenster Branchen und Firmengrößen. Dabei hat sich der Bitburger IT-Dienstleister mit seinen 14 Mitarbeitern besonders auf Video-Lösungen, Datenschutz und Managed Services spezialisiert.

Video-Überwachung macht Johanns Systemhaus stark

Schulungen und Check-Listen für andere IT-Dienstleister

Video-Überwachung macht Johanns Systemhaus stark

05.05.14 - Video-Überwachung hat sich Johanns Systemhaus zum Spezial-Gebiet auserkoren. Sich zu spezialisieren, wird IT-Dienstleistern bereits seit Jahren empfohlen. Johanns Systemhaus hat sich deshalb auf Lösungen zur Video-Überwachung fokussiert. Als Mitglieder der Systemhauskooperation iTeam gibt er sein Know-how an Kollegen weiter. lesen

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