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Rückgang bei Software- und IT-Investitionen?

| Autor: Sarah Gandorfer

Analysten der Teknowlogy Group rechnen im westeuropäischen Software- und IT-Services-Markt (SITS) mit einem Verlust von bis zu zwölf Prozent.
Analysten der Teknowlogy Group rechnen im westeuropäischen Software- und IT-Services-Markt (SITS) mit einem Verlust von bis zu zwölf Prozent. (Bild: © wutzkoh - stock.adobe.com)

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Die Branchenanalysten der Teknowlogy Group haben ihre Prognose zu Investitionen im westeuropäischen Software- und IT-Services-Markt (SITS) wegen Covid-19 korrigiert. Sie rechnen mit einem Verlust für 2020 von bis zu zwölf Prozent.

Der SITS-Markt in Westeuropa wird dieses Jahr vermutlich um drei bis zwölf Prozent schrumpfen. Dabei geht das optimistischere Szenario davon aus, dass der Höhepunkt der Corona-Pandemie innerhalb von drei Monaten erfolgreich eingedämmt und kontrolliert werden kann. Die Ausgangssperren werden hier noch vor Ende dieses Zeitraums gelockert. Im pessimistischen Szenario braucht es ein halbes Jahr, bis die Pandemie unter Kontrolle ist. In diesem Fall könnten die die meisten Unternehmen wohl eher nicht vor dem letzten Quartal 2020 oder dem ersten Quartal 2021 zum normalen Betrieb zurückkehren.

„Wir stützen unsere Erwartungen auf eine Reihe von Faktoren, darunter die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus in verschiedenen Regionen ausbreitet, Ausmaß und Dauer der Ausgangssperren sowie den Erfolg der von den Regierungen ergriffenen Maßnahmen. Aufgrund der globalen volkswirtschaftlichen Verflechtungen kann sich jedoch kein Land in Europa den Auswirkungen auf internationale Lieferketten und Kundennachfrage entziehen“, erläutert Christophe Châlons, EVP und Chief Analyst.

SaaS und UCC sind gefragt, Einbruch bei Systemintegration

Die neuen Wachstumsszenarien für Software- und IT-Services-Ausgaben in Westeuropa.
Die neuen Wachstumsszenarien für Software- und IT-Services-Ausgaben in Westeuropa. (Bild: Teknowlogy/PAC)

Die Marktforscher vermuten, dass einige Bereiche des SITS-Markts in den nächsten Quartalen stärker betroffen sein werden als andere. Bei den Gesamtausgaben für Software prognostizieren sie einen Rückgang zwischen 0,1 Prozent (optimistisch) und 8,7 Prozent (pessimistisch). Andererseits gehen sie davon aus, dass die Ausgaben für Software-as-a-Service (SaaS)-Lösungen weiterhin hoch bleiben, insbesondere in Bereichen wie Tools für Zusammenarbeit und Kommunikation über Entfernungen hinweg.

Weniger gut sieht die Vorhersage im IT-Dienstleistungssektor für Beratung und Systemintegration aus. Hier wird kurzfristig ein starker Einbruch erwartet, da die Firmen langfristigere strategische Investitionen verschieben und die Teams, die vor Ort neue Plattformen implementieren, durch die Ausgangssperren blockiert werden. Allerdings gibt es in anderen Bereichen Verdienstchancen: So werden möglicherweise die Ausgaben für Outsourcing höher ausfallen, und die erneute Fokussierung auf Kostenkontrolle könnte mittelfristig für die entsprechenden IT-Dienstleister interessant werden.

Zudem kommt es darauf an, auf welche Aspekte sich die SITS-Anbieter spezialisiert haben. Während Telekommunikations- und Versorgungsunternehmen relativ ungestört weiterarbeiten, werden die Transport- und Dienstleistungsbranche heuer die stärksten Rückgänge bei den Ausgaben erleben.

Ein Grund dafür ist unter anderem, dass im Transportsektor die europäischen Fluggesellschaften den Großteil ihrer Flotten am Boden lassen. Der dadurch entstehende Umsatzeinbruch führt zu einer Konzentration auf Kostenkontrolle in allen Geschäftsbereichen, wobei die IT keine Ausnahme bildet. Zudem sind ebenfalls IT-Dienstleister betroffen, welche normalerweise Kunden aus dem Gastgewerbe, dem Tourismus oder der Freizeitindustrie bedienen. In diesem Sektor ist der Anteil der KMU sehr hoch, die besonders anfällig sind für die kurzfristigen Auswirkungen auf den Cashflow. In vielen Teilbereichen wird die Erholung angesichts weiterhin bestehender Beschränkungen bei Reisen und Veranstaltungen lange dauern.

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