Access-Point mit Controller-Funktion Ruckus macht die Leinen los

Autor Klaus Länger

Viele kleinere Unternehmen oder Hotspot-Betreiber scheuen die Investition in einen WLAN-Controller. Für diese Zielgruppe hat Ruckus die Unleashed-Access-Points entworfen, die gleichzeitig als Controller agieren können. So ist ein zentral administrierbares WLAN ohne Zusatzkosten möglich.

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Bei der Unleashed-Architektur steht ein zweiter Unleashed-Access-Point als Standby-Master bereit, um die Controller-Funktion bei Ausfall des Masters automatisch zu übernehmen.
Bei der Unleashed-Architektur steht ein zweiter Unleashed-Access-Point als Standby-Master bereit, um die Controller-Funktion bei Ausfall des Masters automatisch zu übernehmen.
(Bild: Ruckus)

Laut Gartner wird der mobile Datentransfer bis 2018 um 650 Prozent steigen. Und ein nicht unerheblicher Teil des Verkehrs wird über WLAN laufen, etwa über Hotspots in der Gastronomie, in Hotels oder auch im Einzelhandel. Aber auch in Firmen wird immer öfter mit Mobilgeräten über WLAN gearbeitet. In allen Fällen muss die WLAN-Infrastruktur für die immer höhere Zahl von Clients gerüstet sein. Ein Mittel dafür sind WLAN-Controller, die das Netz der Access-Points zentral steuern und den Traffic intelligent verteilen. Allerdings sind diese Geräte gerade für kleinere Firmen oder auch Hotspot-Betreiber zu teuer – nicht zuletzt wegen der oft noch anfallenden Lizenzkosten.

Ruckus bringt für diesen Kundenkreis mit den Unleashed-Varianten der Access Points R500 und R600 zwei Geräte auf den Markt, die gleichzeitig die Rolle eines WLAN-Controllers für bis zu 25 Access Points übernehmen können. Jeder Access Point kann dabei bis zu 512 Clients bedienen. Laut Ruckus ist die Konfiguration über ein Web-Interface für Nicht-IT-Fachpersonal schnell erledigt.

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Auch der Ausfall des als Master agierenden Unleashed-Access-Points bringt das WLAN-Netz nicht aus dem Tritt. Ein zweiter Unleashed-Access-Point wird bei der Einrichtung automatisch als Standby-Master gewählt und übernimmt im Notfall die Controller-Rolle. Ein Ausbau auf mehr als 25 Access Points, etwa durch eine Lizenzzahlung, ist nicht möglich. Hier muss dann doch ein dedizierter Controller, ein Managed-Service oder eine Cloud-Lösung von Ruckus eingesetzt werden.

Die Access Points R500 und R600

Technisch entsprechen die Unleached-Versionen der R500 und R600 den herkömmlichen Versionen der Access Points. Der R500 ist mit MIMO 2x2:2 für einen Datendurchsatz von bis zu 867 MBit/s über 802.11ac im 5-GHz-Band ausgelegt, der R600 mit MIMO 3x3:3 für 1.300 GBit/s. Über das 2,4-GHz-Band (802.11b/g/n) sind 300 beziehungsweise 450 MBit/s möglich. Beide Geräte sind mit der Smart-WiFi-Technologie von Ruckus ausgerüstet. Sie bündelt unter anderem adaptive Antennentechnologie BeamFlex+, ein intelligentes Kanal-Management, die automatische Konfiguration von Anwendergeräten und einen sicheren Hotspot-Zugang mittels Dynamic PSK (Pre-shared Key). Das Aufrüsten eines herkömmlichen R500 oder R600 zu einer Unleashed-Version durch den Endkunden ist nicht möglich. Software-Updates beiben bei Ruckus-Geräten grundsätzlich dem Fachhändler vorbehalten.

Der Ruckus Unleashed R500 ist ab sofort für 645 US-Dollar erhältlich, der R600 kostet 800 US Dollar. Euro-Preise gibt Ruckus nicht an. Die Geräte werden ausschließlich über Partner vertrieben.

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