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G-Technology Armorlock NVMe SSD Robuste SSD mit Open-Source-Verschlüsselung

Autor: Klaus Länger

Das Produkt auf Basis der Armorlock-Sicherheitsplattform von Western Digital ist die Armorlock NVMe SSD vom Tochterunternehmen G-Technology. Die Verschlüsselung der 2-TB-SSD nutzt einen Algorithmus, den Western Digital als Open Source offengelegt hat.

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Die Armorlock-NVMe-SSD von G-Technology fasst zwei TB an verschlüsselten Daten. Die robuste SSD mit USB-C-Anschluss ist gegen Staub und Wasser geschützt, sie erfüllt die IP67-Spezifikation.
Die Armorlock-NVMe-SSD von G-Technology fasst zwei TB an verschlüsselten Daten. Die robuste SSD mit USB-C-Anschluss ist gegen Staub und Wasser geschützt, sie erfüllt die IP67-Spezifikation.
(Bild: Western Digital)

In jeder Hinsicht sicher sollen die Daten sein, die auf der Armorlock NVMe SSD von G-Technology gespeichert werden. Ein solides Aluminiumgehäuse soll die externe SSD mit USB-Anschluss vor Beschädigungen durch Stürze aus bis zu zwei Metern Höhe und einem direkten Druck von bis zu 450 kg schützen. Zudem ist der Datenträger wasser- und staubdicht gemäß IP67. Den Schutz vor unberechtigten Zugriffen auf die gespeicherten Daten erfolgt durch eine 256-Bit-AES-XTS-Hardware-Verschlüsselung. Zudem wird jede SSD während der Produktion über eine gesicherte Appliance ohne Internetzugang mit einem Private Key versehen. Für die Key-Management-Funktion nutzt Western Digital den ECC-Algorithmus Sweet-B, eine eigene Implementierung der Elliptic Curve Cryptography (ECC) unter Nutzung der NIST P-256-Kurve. Die Sweet-B-Bibliothek hat Western Digital unabhängig auditieren lassen und unter einer BSD-Lizenz offengelegt. Details gibt Western Digital in einem Whitepaper.

Zugriff via App und Biometrie

Für den Zugriff auf die verschlüsselten Daten wird in der Regel ein Smartphone oder ein anderer Rechner mit biometrischem Sensor verwendet. Dort ermöglicht dann eine von Western Digital bereitgestellte App den Zugriff auf die über USB angeschlossene SSD. Alternativ kann der PIN-Code des Smartphones verwendet werden. Derzeit bietet der Hersteller eine passende App nur für iPhone oder Mac an, Android und Windows sollen folgen. Damit die Daten auch noch zugänglich sind, falls das als Schlüssel dienende Mobilgerät verloren geht, gestohlen wird oder zerstört ist, wird bei der Ersteinrichtung ein Recoverycode generiert, den man sicher aufbewahren sollte. Für den Zugriff weiterer Personen kann der Nutzer einer Armorlock-SSD in der App einen QR-Code generieren und teilen oder versenden. So kann die SSD auch für den Transport sensibler Daten per Post oder Kurier verwendet werden.

Für das Entsperren der Armorlock-NVMe-SSD nutzt die zugehörige App die biometrische Authentifizierungsfunktion des Smartphones.
Für das Entsperren der Armorlock-NVMe-SSD nutzt die zugehörige App die biometrische Authentifizierungsfunktion des Smartphones.
(Bild: Western Digital)

Innen NVMe, extern USB-C

In dem Aluminiumgehäuse sitzt als Datenträger eine NVMe-SSD mit einer Kapazität von zwei Terabyte. Als externe Schnittstelle dient USB-C mit USB 3.2 Gen 2. Die Datenübertragung soll so mit bis zu einem GB/s möglich sein, ein passender USB-Anschluss am Rechner vorausgesetzt. Ein von Western Digital entwickelter Controller mit integrierter Entschlüsselungs-Engine soll diese Performance trotz verschlüsselter Daten möglich machen.

Die Armorlock NVMe SSD von G-Technology ist ab sofort für 600 Euro (UVP) erhältlich. Zum Lieferumfang gehört neben dem CSB-C-Kabel auch ein USB-C-auf-USB-A-Kabel.

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