Studie: IT Priorities 2021 Risikomanagement muss 2021 Priorität für IT-Leiter haben

Autor: Elke Witmer-Goßner

Unternehmen, die ihre technologischen Ressourcen kennen und diese auch umfassend verwalten können, sind besser in der Lage, auf Herausforderungen wie Corona zu reagieren und ihre gesteckten Ziele zu erreichen.

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Unternehmen mit umfassender Visibilität und Governance ihres eigenen Technologie-Ökosystems haben das bessere Krisenmanagment.
Unternehmen mit umfassender Visibilität und Governance ihres eigenen Technologie-Ökosystems haben das bessere Krisenmanagment.
(Bild: gemeinfrei© chenspec / Pixabay )

Eine gute Kenntnis der Ressourcen und ein gutes Ressourcen-Management sind gute Voraussetzungen, um Krisen erfolgreich zu bewältigen – zu diesem Ergebnis kommt die StudieIT Priorities 2021“, die Snow Software veröffentlicht hat. Hierfür wurden 1.000 CIOs und 3.000 IT-Fachkräfte in den USA, Großbritannien, Australien und Deutschland befragt.

„Die Komplexitäten, Risiken und Budgetprobleme, mit denen IT-Abteilungen traditionell konfrontiert sind, haben sich verschärft, und die rasche Beschleunigung der digitalen Transformation sowie der Cloud-Nutzung hat neue Probleme geschaffen“, sagt Alastair Pooley, Chief Information Officer bei Snow Software. Umso wichtiger sei es, dass Führungskräfte sich schnell auf Makrotrends einstellen und ihre Technologieprioritäten für 2021 festlegen.

Hierbei hilft „Technology Intelligence“ – die Fähigkeit, alle technologischen Ressourcen zu kennen und diese auch verwalten zu können. 79 Prozent der IT-Leiter, die über eine ausgereifte Technology Intelligence verfügen, zeigten sich in der Umfrage zuversichtlich, dass ihre Organisation die aktuellen Herausforderungen werde meistern können. Und ausnahmslos alle Befragten sehen Innovation als strategischen Schwerpunkt ihrer Organisation.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

Technologiemanagement wird zunehmend schwieriger: Die Ausgaben für Technologie sind in allen Bereichen – Software, Hardware, SaaS und Cloud – in den letzten zwölf Monaten gestiegen. Angesichts komplexerer Ökosysteme überrascht es nicht, dass für die meisten Befragten das Technologiemanagement schwieriger geworden ist. Angesichts zu erwartender Budgetrestriktionen im Jahr 2021 müssen aber Führungskräfte den Mehrwert ihrer Investitionen belegen können und eine ordnungsgemäße Verwaltung ihres IT-Stacks sicherzustellen.

Unterschiedliche Einschätzungen: Die Wahrnehmung der IT durch die Mitarbeiter hat sich verbessert. Aber es existieren deutliche Unterschiede in puncto Technologiemanagement und Beschaffung. Einerseits glauben viele Arbeitnehmer (41 %), dass sie leichteren Zugang zu Technologie haben. Allerdings gehen die Einschätzungen zwischen IT-Führungskräften und Mitarbeitern deutlich auseinander (um 22 Prozentpunkte), was die Einfachheit der Beschaffung von Software oder Cloud-Diensten betrifft. Auch in anderen Bereichen sind Führungskräfte und Mitarbeiter unterschiedlicher Ansicht. So glauben 16 Prozent der Arbeitnehmer, dass schlecht oder überhaupt nicht verwaltete Technologie keinen Einfluss auf das Geschäft habe. Lediglich beim Thema Sicherheit herrscht Einigkeit.

Lieferantenaudits werden unterschätzt: Viele Unternehmen (87 %) wurden in den letzten 12 Monaten von mindestens einem Softwareanbieter geprüft – am häufigsten von Microsoft, IBM, Oracle, Adobe und SAP. Doch nur etwa die Hälfte der Befragten hat vor einem kommenden Audit Angst – jedoch geographisch sehr unterschiedlich: 81 Prozent der US-Führungskräfte zeigten sich besorgt, verglichen mit nur 30 Prozent in Deutschland und 42 Prozent in Großbritannien. Ausgehend von der letztjährigen Umfrage und dem Verhalten der Softwareanbieter nach der Finanzkrise 2008 ist davon auszugehen, dass die europäischen IT-Führungskräfte die Risiken eines Lieferantenaudits deutlich unterschätzen.

Widerspruch bei den Top-IT-Prioritäten: Zu den höchsten Prioritäten der vergangenen 12 Monate zählten laut Umfrage die Einführung neuer Technologien, die Verringerung von Sicherheitsrisiken und die Senkung der IT-Ausgaben (jeweils 38 %). Die größten Herausforderungen für IT-Führungskräfte waren hingegen Cybersicherheitsbedrohungen (43 %), die Einführung neuer Technologien (40 %) sowie die Unterstützung der Fernarbeit (39 %).

Ausgereifte Technology Intelligence: Nur 14 Prozent der befragten IT-Führungskräfte erfüllen die Anforderungen an eine ausgereifte Technology Intelligence. Diese elitäre Gruppe kann daher die digitale Transformation besonders gut unterstützen, Risiken reduzieren, Mitarbeiter befähigen und Ausgaben im Blick behalten.

CIOs und IT-Führungskräfte müssten 2021 das richtige Gleichgewicht zwischen dem Management von Risiken und Agilität finden, kommentiert Pooley. Eine umfassende Visibilität der Technologieressourcen gepaart mit der Fähigkeit, diese zu verwalten, sei wichtiger denn je.

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Über den Autor

 Elke Witmer-Goßner

Elke Witmer-Goßner

Redakteurin, CloudComputing-Insider.de