Ein Jahr in Deutschland RingCentral hat sich eingelebt

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Der Kommunikationsspezialist RingCentral hat sich hierzulande eingelebt. In den ­vergangenen Monaten wurden mehrere Kooperationen auf verschiedenen Ebenen ­geschlossen und das Partnerprogramm bietet granulare Wertschöpfungsmöglichkeiten.

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RingCentral hat sich IP-basierte Kommunikation auf die Fahnen geschrieben.
RingCentral hat sich IP-basierte Kommunikation auf die Fahnen geschrieben.
(Bild: © Yanik Chauvin-stock.adobe.com)

Einen Sommer ist es gerade mal her, da startete RingCentral in Deutschland. Seit Juli 2020 hat sich einiges getan. Inzwischen ist das Unternehmen hierzulande 50 Mitarbeiter stark, es wurden strategische Partnerschaften mit den Herstellern Atos, ­Avaya und Alcatel-Lucent sowie den Netzbetreibern Deutschen Telekom, Vodafone und Ecotel geschlossen. In den seltensten Fällen wird eine Kommunikationslösung „auf der grünen Wiese“ aufgebaut. Die „Cloud-Kommunikations- und Contact-Center-Lösungen“ des Unternehmens, die auf einer Software, um genau zu sein, auf einer Message-Video-Phone-Plattform basieren, laufen auch auf bestehender Hardware unter Verwendung der Apps von RingCentral.

Videolösung und Chatbot

Neben der Kommunikationslösung vertreibt das Unternehmen mit „RingCentral Video“, eine Videolösung mit Team-Messaging für kleine und große Teams. Außerdem werden Contact-Center- inklusive ­einer AI-Chat-Lösung angeboten.

„Cloud-Kommunikations- und Contact-Center-Lösung“

Besagte Plattform wird „RingCentral MVP“ genannt und umfasst Team-Messaging, ­Video- und Phone-Funktionen.

Wenn Kunden es wünschen, kann die benötigte Hardware inklusive der Vorkonfiguration des Systems auch über das Partnernetzwerk beziehungsweise RingCentral bezogen werden. In diesem Fall wird vor allem hardwareseitig Desktop-, Konferenz- und kabellose Telefone von Cisco, Poly und Yealink vertrieben.

Partnerschaften und Kooperationen

Michaela Mars-Matzke, Regional Vice President Channels Central Europe bei RingCentral
Michaela Mars-Matzke, Regional Vice President Channels Central Europe bei RingCentral
(Bild: RingCentral)

Kooperationen mit großen Systemhäusern wie Bechtle oder Dekom sind ebenso bereits in Sack und Tüten. Nicht zuletzt war die Eröffnung eines eigenen Rechenzentrums in Frankfurt am Main im September 2020 ein wichtiger Meilenstein. Das Rechenzentrum sorge für Datensicherheit und helfe dabei, europäische Richtlinien und Gesetze einzuhalten, indem man den Kunden die lokale Speicherung der Daten in Deutschland bieten könne. „Durch unser Frankfurter Rechenzentrum erfüllen wir außerdem den Kriterienkatalog C5 der Europäischen Union für ein sicheres Cloud-Computing“, erläutert Michaela Mars-Matzke, Regional Vice President Channels Central Europe bei RingCentral.

Zusammenarbeit mit dem Channel

Das Partnerprogramm bildet eine organisatorische Klammer für verschiedene Partnertypen, nämlich Agent-, ISV-, Service Provider-, Channel-, Alliance- oder Technologiepartner. „Unsere Partner können außerdem immer wählen, ob sie nur einen Lead weitergeben wollen, den gesamten Verkaufsprozess abwickeln oder irgendwo dazwischen eingebunden sein möchten“, so Mars-Matzke. Die beiden Partnerprogramme „Channel Harmony“ und „Ignite“ bieten hierfür den nötigen Spielraum, so die Managerin.

Support, Marketing und Schulungen

Das Provisionsmodell kommt mit laufenden Sonderaktionen und Prämien daher. Auf Wunsch wird auch Support beim Verkaufsprozess geleistet. „Darüber hinaus unterstützen wir unsere Partner bei ihren ­Marketingaktivitäten, wir veranstalten gemeinsame Events und Webinare und geben ihnen Zugang zu allen Ressourcen unseres Partnerportals. Dazu gehören auch Schulungen, Trainings- und Zertifizierungsmöglichkeiten“, so Mars-Matzke.

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