Lünendonk-Listen 2016 Ranking der Top-IT-Berater und -Service-Dienstleister

Autor Katrin Hofmann

Die Umsätze der IT-Dienstleister, die vorrangig von Beratung und Services leben, steigen. Getrieben werden die Projekte und Service-Kooperationen von der zunehmenden Digitalisierung.

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Mit etlichen Themen können Vertriebler bei den potenziellen Kunden einen Treffer landen.
Mit etlichen Themen können Vertriebler bei den potenziellen Kunden einen Treffer landen.
(Bild: Pixabay)

Um 7,5 Prozent gestiegen sind die Umsätze der 95 IT-Dienstleister, die die Marktforscher von Lünendonk dieses Jahr unter die Lupe genommen haben. Dabei kletterten die Erlöse der IT-Berater und Systemintegratoren, die überwiegend im Projektgeschäft tätig sind, im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2014 um beachtliche 9,1 Prozent. Das Segment IT-Services – der Betrieb von Rechenzentren und Applikationen inklusive Cloud-Angebote – habe sich „nach einer Phase der Stagnation“ wieder erholt. Hier legten die Umsätze um durchschnittlich 2,7 Prozent zu. Für das laufende Jahr rechnen die Anbieter zudem mit weiteren ­Zuwächsen. Die IT-Service-Unternehmen erwarten etwa fünf Prozent, die Berater ­sogar zwölf Prozent Steigerung.

Trends bei der Nachfrage

Im Fokus der Investitionen steht für die Kunden den IT-Dienstleistern zufolge die Ausrichtung ihrer IT auf die digitale Transformation. Damit verbunden sei „ein enorm hoher Bedarf an externen IT-Beratern, insbesondere zu Fachthemen wie Cloud, End-to-End-Integration, Mobile, Security oder Big Data Analytics“, erklärt Mario Zillmann, Partner bei Lünendonk. Daneben würden die Geschäftsmodelle „von nahezu allen großen Firmen“ am digitalen Wandel ausgerichtet, weshalb die IT-Strategieberatung – immer häufiger in Verbindung mit Management- und Prozessberatung – an Gewicht gewinne.

Service-Dienstleister spürten jedoch „wachsenden Marktdruck“, verursacht durch Standardisierung, Virtualisierung, Automatisierung, Near- und Offshoring. Vor allem im klassischen Datacenter- und Anwendungsbetrieb drücke dies die Marktpreise. Immer häufiger setzten sie deshalb auf das Thema Cloud, zumal die in der Studie Befragten glauben, dass 2020 die meisten Anwendungen aus dieser Ecke kommen könnten.

Nach Modernisierungsprojekten zur Integration digitaler Lösungen in bestehende IT erleben 92 Prozent aller Studienteilnehmer eine sehr hohe bis hohe Nachfrage. Über Integrationsprojekte sagen das 79 Prozent. 71 Prozent verspüren von Kundenseite Interesse daran, dass sie gemeinsam mit den Fachbereichen digitale Innovationen entwickeln. Die befragten IT-Anbieter selbst planen überdurchschnittlich oft Investitionen jedweder Art in den Segmenten Security, Business Analytics, Integration digitaler Lösungen in bestehende IT-Systeme, Automatisierung von Prozessen, Big Data, End-to-End-Fähigkeit von IT-Prozessen und Cloud-Services.

Das Anbieter-Ranking

Die Marktforscher von Lünendonk haben drei Rankings von IT-Dienstleistern erstellt: die „Top 25 der IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen in Deutschland 2015“, eine Liste mit den 20 umsatzstärksten IT-Service-Unternehmen und ein Ranking der zehn führenden mittelständischen IT-Berater und Systemintegratoren. Voraussetzung, um gelistet zu werden, war laut Lünendonk, dass die Mehrheit des Umsatzes mit IT-Services und Beratung generiert wird. Mancher klassische IT-Reseller, der auch Services und Beratung anbietet, ist deshalb im Lünendonk-Ranking nicht vertreten.

Die kompletten Rankings finden Sie in der Bildergalerie.

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