Mit seinen Erneuerungen rund um die Servicepalette geht Pure Storage einen neuen Weg: Der Speicher-Spezialist zahlt für Platz und Energie der eingebrachten Geräte. Außerdem kommen Services für die Disaster Recovery hinzu.
Pure Storage prophezeit das Ende drehender Festplatten und bietet bestehenden und potenziellen Kunden neue Services als Anreiz zur Umstellung.
Auf der Kundentagung Pure Accelerate in Taufkirchen bei München verkündete Pure Storage Produkt- und Service-News. Außerdem ließ John Colgrove, Gründer und Chief Visionary Officer, die Presse an seinen Visionen für die Flash-Zukunft teilhaben. Flash, so Colgrove, werde in nicht allzu ferner Zukunft jegliche Festplatten ersetzen. Denn die Vorteile der festplattenlosen Speicherung, insbesondere der Pure-Variante, die Flash-Speicher nicht wie simulierte Festplatten behandele, seien unschlagbar.
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Die Flash-Module seien leichter, hielten länger, hätten noch eine steile Kapazitätssteigerungskurve vor sich und würden außerdem erheblich weniger Energie verbrauchen. Gleichzeitig fielen die Preise. So betrage der Preisverfall bei Flash langjährig etwa 30 Prozent pro Jahr. Bei Festplatten sei er auf zehn Prozent pro Jahr zusammengeschrumpft.
Faktor 150 in zehn Jahren
Flash-Module von Pure fassen derzeit 75 Terabyte. Ihre Kapazität hat sich in den vergangenen Jahren um den Faktor 150 erhöht, ohne dass sie mehr Energie verbrauchen. Im kommenden Jahr stehe eine weitere Verdoppelung auf 150 TB an. „Würden wir die Daten reduzieren wie die Festplattenanbieter, wären wir schon längst auch preislich konkurrenzfähig“, ist sich Colgrove sicher.
Einzig für Tape sieht Colgrove auch zumindest für die überschaubare Zukunft ein sicheres Marktsegment. „Staatliche Akteure halten ihre Archive oft auf Tape“, sagt er.
Weil diese Vorteile auch Anwendern immer öfter einzuleuchten scheinen, hat sich Pure mittlerweile einen Anteil von soliden 17 Prozent am Storage-Markt erkämpft und liegt gleich hinter DellEMC.
Pure zahlt für Platz und Energie
Nun stellte General Manager Prakash Darji, General Manager des Geschäftsbereichs Digital Experience, neue Erweiterungen des Pure-Angebots vor. Für die Evergreen//One, einen SLA-gesteuerten Storage-Service für hybride Umgebungen und Evergreen//Flex, On-Premises-Storage mit nutzungsbasierter Abrechnung, zahlt Pure jetzt neuen Kunden und solchen, die ihre Lizenz erneuern, die Kosten für den Energie- und Platzverbrauch ihrer Pure-Hardware.
Die Garantie gilt für ein Mindestspeichervolumen von 300 TB Block-, 500 TB Block/File und 1.500 TB File/Object-Store. Sie ist erhältlich, wo auch Evergreen//One vertrieben wird. Ausgeglichen werden Platz- und Energieverbrauch bei Evergreen//One durch eine Einmalzahlung oder Servicegutschrift, bei Evergreen//Flex als Servicegutschrift. Dabei werden länderspezifische Konditionen zugrunde gelegt, die auf durchschnittlichen Preisen pro kWh im jeweiligen Land basieren.
Weiter garantiert Pure in Zukunft für die Varianten One, Flex und Forever, dass Migrationen nicht mehr notwendig sind und der Geschäftsbetrieb bei Upgrades weiterlaufen kann. Zudem gewährt Pure auch den vollständigen Schutz vor Datenverlusten (Zero-Data-Loss-Garantie). Das ermögliche kostenlose Datenwiederherstellungsservices für alle produktbezogenen Vorfälle.
Controller nimmt Pure zu einem 20 Prozent niedrigeren Preis in Zahlung, als neue Controller kosten würden. Für jede Kapazitäts-Inzahlungsnahme werden bis zu 50 Prozent gutgeschrieben.
DRaaS-Service
Neues gibt es auch im Bereich Datenresilienz. Hier erweitert Pure sein Angebot um Pure Protect //DRaaS und arbeitet dafür beispielsweise mit Commvault zusammen. Pure Protect nutzt ein Datenbewertungssystem für die Datenresilienz. Dafür wird die KI-gestützte Managementplattform Pure1 zusammen mit Updates der Evergreen-Abos mit „Paid Power and Rack“ eingesetzt. Das heißt, das Angebot gilt für ab jetzt für erneuerte oder neu erworbene Pure-Lizenzen und -Produkte.
Bei dem Service arbeitet Pure mit AWS zusammen. Die lokalen vSphere-Daten werden auf nativem AWS EC2 wiederhergestellt, egal, welche Speicherinfrastruktur zugrunde liegt. Derweil bleibt das Rechenzentrum isoliert, um Störungsursachen festzustellen. Später ist geplant, Daten auch von vCenter zu vCenter sicher zu übertragen.
Farbcodierte Resilienzanalyse
Außerdem ermöglicht der Data Resiliency Score eine Resilienzbewertung der gesamten Storage-Flotte mit einer farbcodierten Skala von 0 bis 5, die schnell deutlich macht, wo Abhilfe nötig ist. Dabei liefert das System nicht nur eine Beurteilung des Resilienzzustands, sondern auch Hinweise für mögliche Verbesserungen.
Stand: 08.12.2025
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Weitere Verbesserungen zielen auf Verringerung der Arbeitslast und mehr Überblick über die bezogenen Services und Leistungen, beispielsweise mittels einer übersichtlichen grafischen Darstellung aller je von Pure bezogenen Services, Updates et cetera. Auch Erweiterungs- oder Erneuerungsplanungen werden so dargestellt, was insgesamt die Beschaffung vereinfacht.
Außerdem bietet Pure eine Nachhaltigkeitsbewertung und vergleicht den jeweiligen Kunden mit dem Durchschnitt der Pure-Anwender. Bis zu 85 Prozent Kohlendioxid-Einsparungen sollen sich durch die Einhaltung der Empfehlungen, die das System gibt, erzielen lassen.
Wenig Neues gab es dagegen im Bereich KI. „Wir befassen uns mit dem Thema schließlich schon seit 2017“, sagte Amy Fowler, General Manager Flash Blade. Über hundert Firmen nutzten inzwischen Pure-Infrastruktur für ihre Storage-Anwendungen. So habe man jüngst Meta als Kunden gewonnen. Der Facebook-Dachkonzern nutzt die Technologie in seinem AI-Supercluster.