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IFA 2016: Innovative Desktop-PCs von HP PC in Scheiben und als Würfel

Autor: Klaus Länger

Für HP hat sich das Thema Desktop-PC nicht erledigt. Innovative Konzepte wie der Business-Mini-PC Elite Slice oder der Gaming-Würfel Omen X sollen frischen Wind in die Rechner-Kategorie bringen.

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HP zeigt auf der IFA zwei sehr gegensätzliche PCs: Den modularen Business-Mini-PC Slice, hier im Detail, und den Gaming-Würfel Omen X.
HP zeigt auf der IFA zwei sehr gegensätzliche PCs: Den modularen Business-Mini-PC Slice, hier im Detail, und den Gaming-Würfel Omen X.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Mit dem Business-PC Elite Slice und dem kompakten Pavilion Wave bringt HP zwei interessante Mini-PCs als IFA-Neuheiten. Daneben zeigte der auf der Gamescom präsentierte Desktop-PC Omen X, dass Gaming auch für Hersteller wie HP ein immer wichtigeres Thema wird.

Aufgeschnitten: HP Slice im Detail

Mit dem Slice zeigt HP in Berlin den ersten modular aufgebauten Business-Mini-PC. Der erste modulare Mini-PC überhaupt war aber der Acer Revo Build, der vor einem Jahr auf der IFA vorgestellt wurde. Allerdings hat HP das Konzept nicht nur für den Business-Einsatz weiterentwickelt, etwa durch Module speziell für Videokonferenzen, sondern hat beim Elite Slice auch eine deutlich stärkere CPU auf kleinstem Raum untergebracht. Denn in der Slice-Zentraleinheit arbeitet ein Intel-Core-Prozessor der sechsten Generation, im Build ein Intel Celeron oder Pentium auf Atom-Basis.

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HP setzt im Elite Slice keine mobile-CPUs ein, sondern stromsparende Desktop-Prozessoren mit 35 Watt TDP. Mit dem Core i7-6700T sind dabei vier Cores, acht Threads und bis zu 3,6 GHz im Turbo-Boost möglich. Gekühlt wird die CPU durch eine nur wenige Millimeter hohe Heatpipe-Einheit ähnlich der in flachen Notebooks.

Die Verbindung zwischen der Slice-Zentraleinheit und weiteren Modulen, etwa mit einem optischen Laufwerk oder einer Audioeinheit, wird wie beim Revo Build über USB hergestellt. Beim HP aber nicht über einzelne Pins für Daten und Strom, sondern über USB-Typ-C-Stecker und Buchsen. Der HP Elite Slice unterstützt dabei USB 3.1 Gen1 mit fünf GBit/s. Für den schnelleren Gen2-Standard wäre ein zusätzlicher USB-3.1-Controller nötig, den der Elite Slice nicht besitzt.

Würfelspiele: HP Omen X

Mit dem Desktop-PC Omen X brint HP nicht nur seine erste High-End-Gaming-Maschine auf den Markt, sondern feiert auch noch Premiere als Komponenten-Anbieter. Denn das auf der Kante stehende Würfel-Gehäuse soll auch separat für 599 Euro (UVP) verkauft werden. Das Gehäuse ist in drei Kammern aufgeteilt: Eine nimmt das Mainboard mit CPU und Grafikkarte oder Grafikkarten auf, eine weitere die Laufwerke und eine dritte für das Netzteil und die Steuereinheit der per Software steuerbaren LED-Beleuchtung. Das auf der Kante stehende Gehäuse soll durch diese Art der Aufstellung die Kühlung optimieren, für eine Wasserkühlung kann sogar ein Radiator mit drei 120-mm-Lüftern eingesetzt werden.

Als Komplettsystem mit wassergekühltem Intel Core i7-6700K, 16 GB DDR4, Nvidia Geforce GTX 1080 und einer 256-GB-SSD sowie einer 2-TB-HDD als Massenspeicher soll der Omen X 2.499 Euro (UVP) kosten.

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