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Europäische Datensouveränität und DSGVO-Konformität OVHcloud und T-Systems kooperieren im Rahmen von Gaia-X

Autor: Elke Witmer-Goßner

OVHcloud und T-Systems haben sich auf eine Zusammenarbeit nach den Prinzipien der europäischen Cloud-Initiative Gaia-X geeinigt. Gemeinsam möchte man eine vertrauenswürdige Public Cloud für sensible Daten entwickeln.

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T-Systems und OVHcloud arbeiten an einer gemeinsamen Public Cloud, die Datensouveränität sowie höchsten Datenschutz und -sicherheit in Europa garantieren soll.
T-Systems und OVHcloud arbeiten an einer gemeinsamen Public Cloud, die Datensouveränität sowie höchsten Datenschutz und -sicherheit in Europa garantieren soll.
(Bild: © artjazz - stock.adobe.com)

Ziel dieser Partnerschaft ist es, für den deutschen, den französischen sowie weitere europäische Märkte ein vertrauenswürdiges Public-Cloud-Angebot für alle Branchen zu schaffen, in denen Datensouveränität und DSGVO-Konformität eine bedeutende Rolle spielen.

In diesem Rahmen werden OVHcloud und T-Systems gemeinsam an der Entwicklung einer öffentlichen Openstack-Cloud-Plattform arbeiten. Dieses neue Angebot soll sich an die speziellen Bedürfnisse des öffentlichen Sektors sowie an wichtige Infrastrukturbetreiber und Unternehmen aller Größenordnungen richten, die in strategischen oder sensiblen Bereichen von öffentlichem Interesse tätig sind. Die Plattform unterstützt die europäische Gaia-X-Initiative und hat den Anspruch, größte Offenheit und Transparenz sowie ein Höchstmaß an Datensouveränität, -schutz und -sicherheit in Europa zu garantieren.

Vorteile beider Partner nutzen

Die Zusammenarbeit mit T-Systems beruhe unter anderem auf gemeinsamen Werten rund um Datenreversibilität, Datensicherheit und Transparenz, „die uns als Gründungsmitgliedern der Gaia-X-Initiative wichtig sind“, erklärt Falk Weinreich, General Manager Central Europe bei OVHcloud.

Der französische Cloud-Anbieter wird die eigene Infrastruktur mit wassergekühlten Systemen in das Projekt einbringen, die eine bessere Energieeffizienz ermöglichen soll. Auf technologischer Seite wird die PCI-Plattform von OVHcloud genutzt. T-Systems steuert seine Rechenzentren, sein Service- und Betriebskonzept sowie die Netzinfrastruktur der Deutschen Telekom bei. Das Angebot soll ab Anfang nächsten Jahres zur Verfügung stehen.

Den Gaia-X-Prinzipien Leben einhauchen

Das deutsche-französische Projekt ist ein konkreter gemeinsamer Anstoß, um die Ambitionen von Gaia-X in greifbare Maßnahmen umzusetzen, die dem europäischen Markt zugutekommen sollen. Die Public-Cloud-Plattform soll dazu beitragen, den Use-Case-Katalog der Gaia-X-Initiative zu erweitern. Als Gründungsmitglieder von Gaia-X wollen T-Systems und OVHcloud dieses neue Angebot gemäß der Leitprinzipien der Initiative gestalten: vollständige DSGVO-Konformität und offene Standards, aber auch Reversibilität, Datenschutz und höchste Sicherheitsstandards.

Die Deutsche Telekom sieht sich als starker Befürworter einer souveränen europäischen Cloud, wie Frank Strecker, verantwortlich für das Public-Cloud-Geschäft der Deutschen Telekom, betont. „Um eine souveräne europäische Cloud-Infrastruktur erfolgreich zu gestalten, müssen wir jedoch schnell voranschreiten. Und wir brauchen die Unterstützung des öffentlichen Sektors.“ Weshalb, ergänzt Max Ahrens, CTO bei T-Systems, man gemeinsam mit OVHcloud die Entwicklung dieses vertrauenswürdigen, europäischen Public-Cloud-Angebots entwickle: „Während unser französischer Partner führende Cloud-Technologie auf der Basis selbst entwickelter Servertechnologie und das eigene, auf Open Source basierende Informationssystem zur Verfügung stellt, kümmern wir uns um die Infrastruktur und den Betrieb in unseren deutschen Rechenzentren.“

Michel Paulin, CEO bei OVHcloud, erfülle die Zusammenarbeit mit T-Systems mit Stolz, um sei damit „der erste Anbieter eines wirklich souveränen Public-Cloud-Angebots nach den Gaia-X-Prinzipien“, das den strategisch wichtigsten Geschäftsbereichen höchste Sicherheitsstandards bieten könne. „Unser vollständig vom ‚Cloud Act‘ unabhängiges Angebot, das durch unser effizientes und integriertes Wertschöpfungsmodell möglich ist, ist für uns von höchster Bedeutung.“

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Über den Autor

 Elke Witmer-Goßner

Elke Witmer-Goßner

Redakteurin, CloudComputing-Insider.de