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#AWSChannelNews Opentext und AWS ­arbeiten eng zusammen

Autor: Dr. Stefan Riedl

Amazon Web Services (AWS) und Opentext treffen eine Cloud-Vereinbarung. Der Anbieter von ECM-Lösungen erhofft sich damit Kosten zu senken und mit Verkaufsargumenten in Richtung Security und Skalierbarkeit beim AWS-Angebot punkten zu können.

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Opentext und Amazon Web Services haben eine Kooperation beschlossen.
Opentext und Amazon Web Services haben eine Kooperation beschlossen.
(Bild: deepagopi2011 - stock.adobe.com)

Das Portfolio der Information-Management-, beziehungsweise ECM-Lösungen (Enterprise Content Management) von Opentext ist jetzt auch als Managed Service über die Plattform von Amazon Web Services (AWS) verfügbar. Durch diese Vereinbarung erhalten Opentext-Kunden weitere Optionen für den Cloud-Betrieb ihrer Information-Management-Lösungen.

Neben Cloud-nativen Opentext-Lösungen wie beispielsweise Hightail, Covisint, ­Axcelerate, CatalystSecure, Carbonite und Webroot Cyber Resilience werden auch traditionelle On-Premises-Lösungen aus dem Hause Opentext wie beispielsweise Archivierungs- oder Enterprise-Content-Management-Lösungen in das AWS-Universum überführt.

AWS-Infrastruktur nutzen

„Mit dieser Kooperation werden wir die ­Migration unserer Kunden in die Cloud vereinfachen und beschleunigen“, sagt Mark Barrenechea, CEO und CTO in Personalunion bei Opentext. „Darüber hinaus erfüllen wir unser Versprechen, Opentext überall bereitzustellen, unabhängig von der Infrastruktur unserer Kunden.“ Die Skalierbarkeit und Reichweite von AWS biete zusammen mit den Applikationen und Managed Services von Opentext „eine sichere, robuste und Compliance-konforme Lösung für eine wachsende Zahl neuer und gemeinsamer Kunden“, führt der ­Manager aus.

Gemeinsame Go-to-Market-Aktivitäten

Die Zusammenarbeit mit AWS umfasst das gesamte Opentext-Portfolio, wobei der ­Fokus zunächst auf Bereichen wie Medien und Entertainment, Finanzdienstleistungen und Fertigung liege. Opentext wird aber nicht nur AWS-Datacenter auf einer technischen Ebene nutzen. Vielmehr sind gemeinsame Go-to-Market-Aktivitäten zwischen den beiden Kooperationspartnern geplant, „um den gemeinsamen Kundenstamm der beiden Unternehmen zu unterstützen und auszubauen“, heißt es aus den Unternehmen. Doug Yeum, Head of Worldwide Channel and Alliances bei Amazon Web Services, kommentiert: „Opentext arbeitet mit Hunderttausenden von Kunden auf der ganzen Welt zusammen und viele von ihnen nutzen bereits AWS.“ Mit der neuen Vereinbarung könne man gemeinsamen Kunden helfen, „Kosten zu senken, die Leistung zu steigern und die Skalierbarkeit und Sicherheit von AWS zu nutzen.“

Security-Plattform auf AWS

Mit der Webroot-Plattform, die auch auf AWS-Plattform läuft, bringt Opentext die Themen Cloud, Künstliche Intelligenz und IT-Security zusammen, als Lösung für Endpoint-Schutz, Netzwerkschutz und Schulungsplattform für das Sicherheitsbewusstsein. Die Lösung adressiert speziell Manged Service Provider und kleine Unternehmen. Der Hersteller betonte im vor kurzem veröffentlichen „Webroot Threat Report 2020“, dass die Angriffsmethoden von ­Cyber-Kriminellen immer ausgefeilter und ausdauernder werden. So nahm versuchtes Phishing demnach gegenüber dem letzten Jahr um 640 Prozent zu und gegen Windows 7 gerichtete Malware um 125 Prozent. Die Auswertung basiert auf Metriken einer Machine-Learning-Architektur.

Die Zahl der IP-Adressen, die mit Windows Exploits in Verbindung gebracht werden können, nahm um 360 Prozent zu. Die Mehrzahl der Exploits zielte dabei auf veraltete Betriebssysteme ab. Allein bei gegen Windows 7 gerichteter Malware zeigte sich eine 125-prozentige Zunahme. 94 Prozent der für den Webroot Report untersuchten Malware wurde nur auf einem PC gefunden. Das stellt den höchsten jemals festgestellten Wert dar. Die Malware versteckt sich zum größten Teil in nur vier Bereichen: 85 Prozent der Schad-Software befinden sich in den Ordnern „temp“, „appdata“, „cache“ oder „windir“.

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Dr. Stefan Riedl

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Leitender Redakteur