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Identität in wolkigen Zeiten Okta mit Partnern auf Erfolgskurs

| Autor: Sylvia Lösel

Digitale Identität ist wichtiger denn je, wenn remote auf Daten und Applikationen zugegriffen wird. IAM-Anbieter Okta reagiert auf die hohe Nachfrage seiner Lösungen und kündigt nicht nur Erweiterungen für seine Plattform an, sondern erweitert Partnerprogramm und Technologiepartnerschaften.

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Identitätslösungen erleben im Zuge der Digitalisierung einen Boom.
Identitätslösungen erleben im Zuge der Digitalisierung einen Boom.
(Bild: 1STunningART - stock.adobe.com)

Nie waren Identitäts- und Zugangslösungen wichtiger als in diesem Jahr voller Veränderungen. Entwicklungen, die bereits im Gange waren, wurden massiv beschleunigt und haben so vor allem auch Lösungsanbietern in die Karten gespielt. Sie konnten schnell skalierbare Services bereitstellen, die remote an Kunden geliefert wurden. Gerade der Security-Markt erlebt durch den enormen Anstieg an Heimarbeitsplätzen und Datenzugriffen über diverse Cloud-Anbieter einen immensen Zulauf. Ein Anbieter, dessen Lösungen genau den Nerv der Zeit treffen, ist Okta. 2009 von zwei ehemaligen Salesforce-Mitarbeitern gegründet, befindet sich der IAM-Anbieter bereits seit längerem auf der Überholspur.

Was können die neuen Partnerspezialisierungen?

Der Vertriebsansatz ist ein klassisches Two-Tier-Modell, das die Partner zu 100 Prozent ins Boot holt. Anfang des Jahres wurde das dreistufige Partnerprogramm bereits einmal an die neuen Entwicklungen angepasst – nun erfolgt ein weiterer Schritt, wie das Unternehmen auf seinem virtuellen Showcase-Event bekannt gab.

Die neuen Spezialisierungen sind Erweiterungen im Partnerangebot. Bisher gab es nur eine Spezialisierung für Workforce Identity. Alle Spezialisierungen sind Service-Spezialisierungen und ermöglichen es Partnern, ihre Kompetenzen auszubauen und Kunden ganzheitliche End-to-End Identity-und-Access-Management-Lösungen anbieten zu können.

Mit den neuen Service-Spezialisierungen reagiert Okta auf die sich 2020 rasant wandelnden Marktgegebenheiten sowie auf Rückmeldungen aus dem Partnernetzwerk, dass Kunden verstärkt ganzheitliche End-to-End-Lösungen nachfragen und Partner ihr Serviceangebot für Okta erweitern möchten. Aufgrund der Corona-Pandemie hat Okta die Veröffentlichung der neuen Spezialisierungen beschleunigt, um Partnern in der aktuellen Situation und angesichts der gestiegenen Anforderungen an digitale Kundenerlebnisse zu unterstützen.

Customer-Identity Spezialisierung

Covid-19 wirkt wie ein Katalysator und noch mehr Unternehmen treiben ihre digitale Transformation voran. Viele Partner, insbesondere die Global System Integrators, arbeiten mit Kunden an diesen groß angelegten Projekten zusammen. Die neue Spezialisierung bietet ihnen Schulungen und Ressourcen, die sie benötigen, um Kunden das Deployment der Customer-Identity-Lösungen zu bieten.

Okta Access-Gateway-Spezialisierung

Viele Partner sind bei Projekten verstärkt mit hybriden Umgebungen konfrontiert. Ursprünglich lag der Hauptfokus bei der Implementierung von Workforce-Identity-Lösungen; diese Implementierungen können schnell und einfach umgesetzt werden und integrieren Cloud-Anwendungen. Die Okta Access-Gateway-Spezialisierung schult Partner für die deutlich komplexere Implementierung in hybriden Umgebungen, die insbesondere auch On-Premises-Legacy-Lösungen umfassen. Diese Projekte sind zudem meist größer und umfangreicher. Okta möchte seine Partner in die Lage versetzen, diese Projekte zu leiten und so das Okta-Sales-Team zu unterstützen. Wie für die CIAM-Spezialisierung bietet Okta Trainings und Ressourcen an, um Partner dabei zu unterstützen, auch in diesem Feld erfolgreich zu sein.

Seit der Einführung des Partnerprogramms 2018 ist das globale Channel-Ökosystem um mehr als 400 Prozent gewachsen – dies schließt Systemintegratoren, Lösungsanbieter, Distributoren und Managed Service Provider ein. Das Programm geht in sein drittes Jahr, und die globale Expansion soll durch neue strategische Partner und Distributoren weiter Fahrt aufnehmen.

Integration in Salesforce-Lösung

Zu diesen strategischen Partnern gehört nun auch Salesforce. Eine Partnerschaft, die ebenfalls auf dem Showcase-Event publik gemacht wurde. Im Rahmen dieser wird Okta seine Identity Cloud in Salesforce Work.com integrieren. Work.com umfasst Lösungen wie Schichtverwaltung, manuelle Kontaktverfolgung sowie Notfallmanagement. Die Identity Cloud unterstützt hier Personal-, Workplace- und IT-Verantwortliche bei der schnellen und sicheren Bereitstellung von Work.com und bietet Sicherheit und standortunabhängigen Schutz für diese Lösungen:

  • Salesforce-Kunden können ihre vorhandenen Identitätsanbieter oder Unternehmensverzeichnisse wie Active Directory nutzen, um ihren Mitarbeitern die Anmeldung bei Work.com mit einem einzigen Klick zu ermöglichen. In einer Zeit, in der Unternehmen zunehmend mit Dienstleistern und Partnern zusammenarbeiten, können Kunden diese nahtlose Erfahrung durch die Integration mit Partnerverzeichnissen oder die Speicherung von Identitätsinformationen im Okta Universal Directory auch Dritten bereitstellen.
  • Mit Okta Lifecycle Management können IT-Administratoren Daten aus HR-Systemen, wie Workday, mit Work.com synchronisieren, um Anwender automatisch in Work.com anzulegen. Dadurch können Unternehmen Work.com schnell und sicher bereitstellen und IT-Teams entlasten. IT-Administratoren haben durch die Nutzung von Okta Workflows die Möglichkeit, diese automatisierte Bereitstellung zu erweitern, indem sie Anwender mit bestimmten Rollen Salesforce Permission Set Groups zuweisen und detaillierte Richtlinien einführen, die festlegen, auf welche Informationen Anwender innerhalb von Work.com zugreifen können.
  • Durch die Integration von Identity Cloud und Work.com können IT-Verantwortliche Anwendern einfach Benutzerrechte bereitstellen oder entziehen sowie detaillierte Regelungen für Zugriffsrechte und Multifaktor-Authentifizierungen (MFA) für bestimmte Nutzer oder Nutzergruppen definieren.

Erweiterungen für die Plattform

Und auch die Lösung selbst erhält einige Updates. Dazu gehören:

  • Advanced Server Access Upgrades vereinfachen und beschleunigen die Skalierbarkeit und Einhaltung von Compliance-Richtlinien von Cloud-Infrastrukturen. Sie sollen DevOps-Teams einen sicheren und schnellen Zugriff auf Cloud-Infrastrukturen ermöglichen und Unternehmen eine sichere Reaktionsmöglichkeit auf Nachfragespitzen bieten, Zero-Trust-Prinzipien über dynamische Serverflotten hinweg durchsetzen und wichtige Compliance-Anforderungen erfüllen.
  • Neues Devices SDK: Entwickler mobiler Anwendungen können nun biometrische Daten einschließlich FaceID zur kennwortlosen Authentifizierung der Endnutzer über alle Geräte hinweg einsetzen sowie gebrandete Push-Benachrichtigungen versenden. Ferner können Kundengeräte im Universal Directory registriert werden, was Endnutzern im Falle des Verlusts oder Diebstahls eines Gerätes Self-Service-Optionen zur Verfügung stellt.
  • Customer Identity Workflows: eine Lösung, die auf dem Workflow Platform Service aufbaut; sie ermöglicht die Automatisierung von Identitätsprozessen.

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Über den Autor

 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin