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IT-Zeitmaschine Offshore-Modelle verlieren an Bedeutung

Autor: Sarah Gandorfer

„Internet ist nur ein Hype“, glaubte Bill Gates im Jahr 1995. Das war rund 12 Jahre nach der Entwicklung des TCP/IP-Protokolls, das verschiedene lokale Netzwerke miteinander verbinden konnte – daher der Name „Inter-Net“. Auf die Entwicklung des Internets geht auch Mario Zillmann, Partner bei Lünendonk & Hossenfelder, ein.

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Was bringt die Zukunft?
Was bringt die Zukunft?
(Bild: Thomas Reimer - stock.adobe.com)

Was kommt Ihnen spontan in den Sinn, wenn Sie an die IT in den letzten 25 Jahren denken?

Mario Zillmann, Partner bei Lünendonk & Hossenfelder
Mario Zillmann, Partner bei Lünendonk & Hossenfelder
(Bild: Lünendonk & Hossenfelder)

Besonders hervorzuheben ist als erste wichtige Innovation der grafikbasierte Webbrowser, der ab 1993 von Firmen wie AOL und Microsoft so erfolgreich vermarktet wurde, dass Ende der 90er Jahre nahezu jeder PC/Laptop mit dem Internet verbunden war. Den richtigen Schub hat die Kommerzialisierung des Internets ab 1993 durch Suchmaschinen wie Google und Yahoo erhalten.

Die zweite zentrale Innovation des letzten Vierteljahrhunderts ist das iPhone, wodurch die Internetnutzung und die Informationsbeschaffung vollkommen ortsunabhängig geworden ist. Beide Innovationen haben überhaupt erst dazu geführt, dass sich Konsumentenwünsche verändert haben und digitale Geschäftsmodelle entstanden sind. In der Unternehmens-IT war die Cloud die zentrale Innovation, weil sie es ermöglicht, dass sich IT-basierte Geschäftsmodelle und Effizienzprogramme wirksam umsetzen lassen.

Welche Zukunftsvision schwebt Ihnen für die IT in 10 Jahren vor?

Die Cloud wird zwar weiter an Bedeutung gewinnen, jedoch verbleiben auch künftig IT-Anwendungen im lokalen Betrieb. IT-Landschaften werden im neuen Jahrzehnt deutlich komplexer sein und daher auch schwieriger zu managen. Weil immer mehr Geschäftsprozesse IT-gestützt ablaufen und miteinander verzahnt sind, erfordert der IT-Betrieb künftig neue Kompetenzen. IT-Abteilungen und externe Dienstleister benötigen ein enorm hohes Prozess-Know-how, um die IT-Landschaften der Zukunft orchestrieren und weiterentwickeln zu können.

Mit Hilfe von Bots und KI-Technologien wie Machine Learning wird ein hoher Automatisierungsgrad erreicht. Klassische Offshore-Modelle verlieren dagegen an Bedeutung. Diese Entwicklung war in den letzten Monaten bereits abzusehen und wird sich aufgrund der technologischen Entwicklung weiter fortsetzen.

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Über den Autor

 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS