„Nuvias Digital“ und „Nuvias Frontier“ Neue und schnellere Wege mit den Partnern

Redakteur: Andreas Bergler

Mit einem neuen digitalen Toolkit schlägt der VAD Nuvias neue Wege für die Partner ein. „Nuvias Digital“ soll ab August die Vertriebsabläufe von Resellern effizienter und effektiver machen. Dazu werden technische Partner mit „Nuvias Frontier“ nun systematisch gefördert.

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Auf die Beschleunigung der digitalen Prozesse bei den Partnern zielt das Programm „Nuvias Digital“.
Auf die Beschleunigung der digitalen Prozesse bei den Partnern zielt das Programm „Nuvias Digital“.
(Bild: knssr - stock.adobe.com)

Der Bedarf an effizienten Security-Lösungen wächst und wächst. Und das nicht erst seitdem im Zuge der Pandemie die Zahl der Homeoffices sprunghaft angestiegen ist. Obwohl das Virus derzeit eine kurze Pause eingelegt zu haben scheint, steigt die Nachfrage bei Nuvias ungebrochen weiter. Der Security-VAD aus Hamburg meldet ein Umsatzwachstum vom 26 Prozent für das im März zu Ende gegangene Fiskaljahr. Der Umsatz von Nuvias in Europa betrug dabei rund 475 Millionen Euro, mit rund 450 Mitarbeitern. Allein in Deutschland will der VAD noch dieses Jahr die Anzahl der Beschäftigten um 20 Prozent steigern. Für das laufende Geschäftsjahr werden 600 Millionen Euro Umsatz erwartet, bis 2024 will man die Milliarde geknackt haben.

Nuvias Digital

Für die rapiden Zuwächse spielen die Partner eine wesentliche Rolle. Deshalb pusht Nuvias nun den Channel mit zwei neuen Programmen: „Nuvias Digital“ und „Nuvias Frontier“. Ersteres besteht aus einem ­Toolkit, das die digitalen Geschäftspro­zesse bei den Partnern unterstützt. Es erstreckt sich vom Aufbau von Vertriebskampagnen über das Order-Management bis hin zu technischen Schulungen und ­Marketingunterstützung. „Sämtliche digitale Vertriebsprozesse, von der Auftragserteilung und -verfolgung, bis hin zu technischen Schulungen sowie Markteinblicke und Marketing aus Expertenhand, sollen den Partnern damit leichter gemacht und effizienter werden“, verspricht Simon England, CEO der Nuvias Group. „Nuvias ­Digital“ steht mit vier Komponenten ab ­August zur Verfügung: „SkillUp“ (Weiterbildung), „PowerUp“ (Marketing), „Sub­scription Services“ (XaaS-Abonnements inklusive WatchGuard und Kaspersky ­sowie Finanzierungslösungen von Nuvias Capital) und ein „Supply Chain Portal“.

Das neue Portal ist als eine Bereitstellung von On-Demand-Services gedacht. Welche Services sie also davon nutzen, steht den Partnern frei. Ziel ist es, die Prozesse bei den Resellern weitgehend so zu automatisieren, dass wieder mehr Zeit für persön­lichen Kontakt, etwa für strategische Gespräche mit Partnern und Kunden herausspringt.

Nuvias Frontier

Das Programm „Nuvias Frontier“, das schon Mitte Juli gelauncht wird, flankiert das Wachstum des VADs auf der anderen Seite des Channels: Anbieter und innovative Startups will Nuvias damit besser unterstützen als zuvor. Sie sollen vor allem in der ersten Phase ihres Markteintritts speziell gefördert werden. „Die Reseller-Partner wollen heute keine Einzelprodukte von Herstellern mehr, die sie dann kombinieren, sondern wünschen sich ein komplettes Portfolio, aus dem sie dann abgestimmte, ausgewählte Lösungen für den Bedarf ihrer Kunden auswählen können“, erklärt England den Gedanken dahinter. Und gerade junge Unternehmen mit neuen Ansätzen sind hier prädestiniert, das Portfolio zu ergänzen. Die Zahl der Anbieter im Programm hält Nuvias zunächst klein: Laut England sind sechs Anbieter geplant. Es wird zurzeit in der DACH-Region, UK und in Benelux ausgerollt.

Kooperation mit Deep Instinct

Ein Partner der ersten Stunde ist Deep Instinct. Der amerikanische Security-Spezialist verfolgt einen „Multi-Layer-Ansatz“ ­gegen Ransomware, der sich gezielt bei Deep-Learning-Technologien bedient. Helge Scherff, Regional Vice President Central bei Nuvias, bemerkt dazu: „Der Deep Learning Ansatz von Deep Instinct garantiert die mit Abstand geringste False Positive Rate, die mir bekannt ist.“ Die Analysten von Forrester Research bestätigen diese mit einem Wert von unter 0,1 Prozent. Deep Instinct ist multimandanten­fähig und lässt sich in bestehende SOCs (Security Operation Center) integrieren. Derzeit ist der VAD mit großen MSPs im Gespräch. Drei große Test-Installationen laufen hierzulande bereits. Ein besonderes Verkaufsargument für die Lösung dürfte die Kooperation des Anbieters mit der Münchner Rück sein, bei der sich die Deep Instinct-Kunden gegen Schäden durch Ransomware versichern lassen können. Derzeit können Sich Unternehmen in den USA und UK, die Deep Instinct im Rahmen des Premium Abonnements einsetzen, mit einer Gewährleistung gegen Schäden durch Ransomware (Betriebskosten für Wiederherstellung, Fehlerbehebung etc.) absichern. Für eine Ausweitung nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz laufen die Gespräche derzeit noch.

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