Unter dem Dach von Cancom vereinigen sich Online-Shops für Business- und Consumer-Kunden Neue Chance für eTailer Home of Hardware

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

IT-BUSINESS sprach mit dem Gründer von Home of Hardware (HoH), Martin Wild, und seinem Mit-Geschäftsführer Dominik Eberle darüber, was unter dem neuen Eigentümer Cancom anders wird und wie sich die Wirtschaftskrise auf den Online-Handel mittelfristig auswirkt.

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Martin Wild ist und bleibt Geschäftsführer von HoH.
Martin Wild ist und bleibt Geschäftsführer von HoH.
( Archiv: Vogel Business Media )

ITB: Warum sind bei HoH die Pferde durchgegangen?

Wild: So salopp würde ich das jetzt natürlich nicht formulieren. Letztlich kam 2008 für uns einiges zusammen. Nach dem Einstieg von Premiere im Jahr 2007 hatten wir zunächst einen Investor an der Seite, mit dem strategisch sehr fokussiert der Wachstumspfad verfolgt wurde. Unter dem neuen Konzernvorstand Marc Williams wurde bei Premiere beschlossen, sich wieder auf das Kerngeschäft zu konzentrieren – ein Kerngeschäft, zu dem der Onlinehandel nicht zählt. Ich denke, auch dort hat man die Finanzkrise zu spüren bekommen. Die Folge war jedenfalls, dass sich Premiere zurück zog. Zusätzlich hatten wir selbst damit zu kämpfen, dass branchenweit Kreditlinien zurück gefahren wurden, wenn – wie bei uns – die Eigenkapitalquote nicht so hoch ist. Zum Glück konnten wir unser großes Lager im Oktober abverkaufen. Und glücklicherweise haben wir mit Cancom jetzt einen Partner gefunden, der langfristige Pläne verfolgt.

ITB: Ich schätze, dass es einige Onliner erst über großes Wachstum geschafft haben, immer weiter sinkende Margen auszugleichen. Wie groß ist denn der branchenweite Druck, immer größere Stückzahlen abzusetzen?

Dominik Eberle ist neu im Geschäftsführer-Duo bei Home of Hardware. (Archiv: Vogel Business Media)

Eberle: Generell betrifft das ja die gesamte IT-Branche. Auch im klassischen Systemhausgeschäft von Cancom ist das jedes Jahr dasselbe Spielchen. Die Handelsspannen kennen seit geraumer Zeit nur eine Richtung – nach unten. Gleichzeitig werden in der Branche aber auch die Produkte selbst immer günstiger, das heißt, die prozentuale Marge bemisst sich von einer kleineren Basis. Solche Effekte lassen sich oft nur durch Wachstum ausgleichen.

Lesen Sie im nächsten Teil, wie sich der Gesamtmarkt der Webshops entwickelt.

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