NetApp Insight 2024 Neue ASA-A-Arrays und viel KI bei NetApp

Von Klaus Länger 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

NetApp setzt die Modernisierung des All-Flash-Portfolios fort. Auf der Insight 2024 feiert die neue ASA-A-Serie Premiere, die einfacher, schneller und kostengünstiger sein soll, als ihr Vorgänger. Zudem baut der Hersteller seine Kooperation mit Nvidia für KI weiter aus. Neues gibt es auch zur Management-Lösung BlueXP.

NetApp entwickelt einen globalen Metadaten-Namensraum für Daten, um diese in der hybriden Cloud für KI-Anwendungen einfach verfügbar zu machen.(Bild:  Tanu - stock.adobe.com / KI-generiert)
NetApp entwickelt einen globalen Metadaten-Namensraum für Daten, um diese in der hybriden Cloud für KI-Anwendungen einfach verfügbar zu machen.
(Bild: Tanu - stock.adobe.com / KI-generiert)

Beim NetApp-Alphabet folgt ASA auf AFF. Im Mai hat der Hersteller die auf hohe Performance ausgelegte AFF-A-Serie für Unified-Data-Storage vorgestellt. Auf der Insight 2024 in Las Vegas folgt nun die ASA-A-­Serie für Block Storage. Die Capacity-Flash-Serien AFF-C und ASA-C hat NetApp schon 2023 auf den Markt gebracht.

Bildergalerie

Drei neue SAN-All-Flash-Appliances mit höhere Leistung

Analog zur AFF-Serie besteht auch die ASA-Serie aus drei Modellen: Den All-Flash-SAN-Arrays A70, A90 und A1K. Alle drei nutzen Controller mit Intels Xeon-Scalable-Prozessoren der 4. Generation und schnellem DDR5-Speicher. Zudem nutzt die Ontap-Software die Quick Assist Technology in den Sapphire-Rapids-CPUs für eine schnellere Datenkompression. A70 und A90 sind 4U-Systeme mit 48 internen SSD-Slots, das A1K besteht aus zwei Controller-Einheiten im 2U-Format, die mit NS224-Drive-Shelves kombiniert werden. Alle drei Modelle unterstützen bis zu 1.440 SSDs mit maximal 67 PB effektiver Kapazität.

Sandeep Singh, Senior Vice President und General Manager für Enterprise Storage bei NetApp(Bild:  Jay Watson)
Sandeep Singh, Senior Vice President und General Manager für Enterprise Storage bei NetApp
(Bild: Jay Watson)

Laut Sandeep Singh, Senior Vice President und General Manager für Enterprise Storage bei NetApp, liefern die neuen Modelle bis zu 12 Millionen IOPS und eine zwischen 50 Prozent (A1K) und 109 Prozent (A70) höhere Performance als die Vorgängergeneration bei gleichzeitig extrem niedriger Latenz. Zudem verspricht Singh ein einfacheres Management der Systeme und einen bis zu 35 Prozent günstigeren Preis im Vergleich zu vergleichbaren Systemen anderer Hersteller und verweist hier vor allem auf die effiziente Datenkompression von Ontap mit garantierter 4:1-Storage-Effizienz. Weitere Vorzüge seien eine Uptime von 99,9999 Prozent, der Schutz gegen Ransomware sowie die nahtlose Integration in VMware vCenter. Die Systeme können ab sofort bestellt werden, geliefert wird ab Ende Oktober.

Mit den neuen Hybrid-Flash-Systemen FAS 70 und FAS 90 mit automatischem Daten-Tiering bietet NetApp eine Midrange- und eine High-End-Lösung für die Archivierung von Daten sowie die Verwendung als Backup-Ziel. Als Vorteile gegenüber den Vorgängern aus der FAS-Palette verspricht NetApp auch hier eine höhere Performance und zudem mehr Speicherplatz pro Rack.

Neue Funktionen für native Cloud-Dienste

Zwei der nativen Cloud-Storage-Services von NetApp sollen durch neue Funktionen flexibler nutzbar und günstiger werden. Für Google Cloud NetApp Volumes können in den Service Levels Premium und Extreme jetzt große Volumes ab 15 TiB (Tebibyte) bereitgestellt werden, die sich dynamisch in Schritten von einem GiB (Gibibyte) bis auf ein PiB (Pibibyte) skalieren lassen. Das automatische Verschieben selten genutzter Daten auf günstigere Storage-Service-Levels soll den Kunden Geld sparen. Bei Azure NetApp Files hält ebenfalls ein Auto-Tiering auf günstigere Storage-Service-Levels Einzug, hier heißt die Funktion Cool Access Auto Tiering. Zudem können die Kunden ihre Datenverfügbarkeit mit der Cross-Zone-Replikation erhöhen. Die Volumes werden hier über mehrere Azure-Verfügbarkeitszonen hinweg repliziert.

Globaler Metadata-Namespace für KI-Anwendungen

„2013 standen wir hier und sagten Ihnen, dass wir eine nahtlose Data-Fabric über alle Orte hinweg knüpfen würden, an denen Sie Ihre Daten haben. Und wir haben dieses Versprechen gehalten. Heute machen wir dasselbe Versprechen für das KI-Zeitalter: Wir werden Sie dazu befähigen, die zweifellos beste Intelligent-Data-­Infrastruktur für KI zu nutzen“, so NetApp-CEO George Kurian bei seiner Insight-Keynote. Eine integrierte KI-Data-Pipeline in der Ontap-Software soll unstrukturierte Daten automatisch für KI zugänglich machen. Sie werden durch Regeln gesteuert klassifiziert, anonymisiert und in einer integrierten Vektor-Datenbank gespeichert, die für RAG zugänglich ist. Änderungen im Datenbestand werden automatisch nachvollzogen, verspricht der Hersteller. Auf Basis von Ontap soll ein globaler Metadata-Namespace über die hybride Cloud hinweg entstehen, der eine einfache Klassifizierung und Nutzung der Daten für RAG ermöglicht. Letztlich soll eine disaggregierte Storage-Architektur entstehen, die einen verteilten Zugriff auf das komplette Storage-Backend ermöglicht. Diese Architektur soll ein integraler Bestandteil von Ontap werden und für Unternehmen die Auslastung von Netzwerk und Flash-Storage verbessern sowie gleichzeitig die Kosten und den Energieverbrauch für Anwendungen wie das Training von LLMs senken.

Die Zusammenarbeit mit Nvidia für KI wird laut NetApp weiter ausgebaut, etwa durch die Integration des globalen Metadata-Namespace und der KI-Software von Nvidia wie etwa dem NeMo Retriever und den NIM Microservices. Zudem ist die Zertifizierung der AFF-A90-Systeme von NetApp bei Nvidia für die Verwendung mit dem DGX SuperPod für sehr große KI-­Projekte im Gange.

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

NetApp-CEO George Kurian kündigt auf der Insight 2024 wichtige Neuerungen für das Speichern und das Management von Daten für KI-Anwendungen an.  (Bild:  Jim Vetter)
NetApp-CEO George Kurian kündigt auf der Insight 2024 wichtige Neuerungen für das Speichern und das Management von Daten für KI-Anwendungen an.
(Bild: Jim Vetter)

Mit KI gegen Ransomware-Angriffe

Die Künstliche Intelligenz setzt NetApp selbst im Kampf gegen Datenverluste durch digitale Angriffe ein. Die in Ontap integrierte Autonomous Ransomware Protection with AI (ARP/AI) ist nun allgemein verfügbar. Die Software soll ­Ransomware-Attacken mit einer Genauigkeit von 99 Prozent erkennen, automatisch sichere Snapshots der Daten erstellen und die Administratoren warnen. ARP/A nutzt Maschinelles Lernen um Gefahren zu erkennen. Neue Modelle, die direkt auf den Systemen laufen, werden kontinuierlich von NetApp bereitgestellt, unabhängig von Ontap-Updates.

Zudem kann die BlueXP-Management-­Software nun mit dem SIEM von Splunk interagieren. Eine Kooperation mit weiteren SIEM-Anbietern wird angestrebt.

(ID:50185544)