Neue Servicegesellschaft Netgo richtet Portfolio auf Managed Services und Cloud aus

Autor Michael Hase

Die Systemhausgruppe Netgo gestaltet ihr Dienstleistungsangebot um. Managed Services und Cloud sollen künftig im Mittelpunkt stehen. Dazu zentralisiert das Unternehmen die Bereitstellung von Services in der neuen Gesellschaft Netgo Production.

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Bernd Krakau, COO bei Netgo, registriert bei Kunden eine steigende Nachfrage nach Managed Services.
Bernd Krakau, COO bei Netgo, registriert bei Kunden eine steigende Nachfrage nach Managed Services.
(Bild: netgo group GmbH)

Das As-a-Service-Modell wurde lange als Paradigma der Zukunft gehandelt. Mittlerweile ist es in der Gegenwart angekommen. Bei Netgo zieht man daraus die Konsequenz und gestaltet das Dienstleistungsportfolio um. Managed Services und Cloud werden bei der Systemhausgruppe mit Hauptsitz in Borken künftig im Mittelpunkt stehen. Komplettpakete und einfache Preismodelle sollen kleinen, mittelgroßen und größeren Unternehmen aus dem Mittelstand einen einfachen Zugang zu Cloud-Technologien eröffnen. Zu den ersten Angeboten gehören Managed Services zu Microsoft 365 und Azure sowie ein technischer Kundendienst für mittelständische IT-Landschaften.

„Kunden fragen nicht mehr nur nach komplexen IT-Projekten, sondern zunehmend nach monatlich konsumierbaren Diensten“, erläutert Bernd Krakau, Chief Operating Officer (COO) der Netgo Group. Mit unserem Angebot wollen wir den Bezug von IT einfacher, verständlicher und komfortabler machen.“ Durch den Fachkräftemangel seien insbesondere Mittelständler nicht mehr in der Lage, das Knowhow für neue Technologien aufzubauen. „Mit Managed Services nehmen wir unseren Kunden diese Arbeit ab. Ihre interne IT konzentriert sich auf die digitale Strategie und das Einkaufsmanagement.“

Den Kern der neuen Angebote werden nach den Worten des Managers vorkonfigurierte Pakete bilden, die Leistungen vergleichbar machen, ohne dass sie versteckte Kosten enthalten. Zugleich sollen diese Pakete so flexibel sein, dass Kunden sie auf ihren Bedarf zuschneiden können. Infrastrukturleistungen bietet Netgo in den gängigen Bezugsmodellen als Public-, Private- oder Hybrid-Cloud-Variante an.

Zentrale Servicegesellschaft

Für das neue Mittelstandsportfolio baut die Gruppe ihre Organisation um und zentralisiert die Bereitstellung von Managed Services in einer Gesellschaft, der Netgo Production. Beratung und Vertrieb bleiben dezentral organisiert. Die neue Einheit wird ein eigenes Rechenzentrum betreiben, das Krakau zufolge für „die Glaubwürdigkeit im Mittelstand“, wenn es um Private Cloud geht, unerlässlich ist. Dabei arbeitet der Dienstleister mit einem Colocation Provider zusammen, der sich um Energieversorgung, Brandschutz und physische Sicherheit kümmert. „Das gesamte IT-Innenleben dagegen mit Plattform, Automatisierung und laufender Optimierung kommt von uns.“

Durch mehrere Zukäufe in den vergangenen Monaten unter der Regie des Mehrheitsgesellschafters Waterland Private Equity gehört Netgo nach eigenen Angaben inzwischen zu den zwanzig größten Systemhäusern Deutschlands. Mit Managed Services und Cloud will die Gruppe zweistellig wachsen. Mittelfristig sollen die neuen Dienste 40 Prozent zu ihrem Umsatz beitragen. „In zwei Jahren wollen wir zu den Top Ten der IT-Service-Provider in Deutschland gehören“, gibt der COO als Ziel vor.

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